ABB-Verwaltungsrat Agnelli stirbt bei Flugzeugabsturz

Ein Privatflugzeug stürzte in Brasilien in zwei Häuser. An Bord befand sich ABB-Verwaltungsrat Roger Agnelli und dessen Familie.

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Beim Absturz eines Privatflugzeugs ist in Brasilien der ABB-Verwaltungsrat Roger Agnelli und dessen Familie ums Leben gekommen. Nach Angaben der Notfalldienste ereignete sich das Unglück im Norden von Sao Paulo.

Die Maschine sei kurz nach dem Start in zwei Häuser gestürzt, hiess es weiter. Der Pilot und die sechs Passagiere seien gestorben. Aus dem Umfeld der Luftfahrtbehörden verlautete, der 56-jährige Roger Agnelli, dessen Frau und deren beide Kinder seien unter den Toten. Ein Feuerwehr-Sprecher sagte, beim Absturz sei zudem ein Anwohner verletzt worden.

«Es ist eine furchtbare Tragödie»

Offizielle Angaben über die Identität der übrigen Opfern lagen zunächst nicht vor, Freunde Agnellis sprachen aber von einer Familientragödie. «Meine Familie und ich sind bestürzt über die Tragödie, die meinem Freund Roger Agnelli und seiner Familie zugestossen ist», schrieb der Senator Aecio Neves auf Twitter. Auch der frühere Präsidentschaftskandidat José Serra äusserte sich bestürzt über das Unglück.

Der Konzernchef von ABB, Ulrich Spiesshofer, sagte gegenüber der Nachrichtenagentur sda: «Es ist eine furchtbare Tragödie, die mich sehr erschüttert. Mit Roger haben ABB aber auch ich persönlich einen langjährigen Mentor und Freund verloren. Meine Gedanken sind bei den Familien.»

Der Verwaltungsratspräsident des Energietechnik-Konzerns, Peter Voser, sagt: «Ich bin tief betroffen. Roger war seit 2002 ein überaus geschätztes Mitglied des ABB-Verwaltungsrats und mir ein guter Freund. Ich bin sehr dankbar für die Zeit unserer Zusammenarbeit. Meine Gedanken sind bei den Familien der Verunglückten.»

Schönes, sonniges Wetter

Der siebensitzige Flieger vom Typ CA-9 gehörte nach Angaben der Luftfahrtbehörde Agnelli. Die Unglücksursache war zunächst nicht zu ermitteln. Zum Zeitpunkt des Absturzes herrschte sonniges und klares Wetter.

Der brasilianische Geschäftsmann ist vor allem als früherer Chef des Eisenerzproduzenten Vale bekannt. Unter seiner Führung war Vale zu einem der drei weltweit grössten Bergbauunternehmen aufgestiegen. Beim Energietechnikkonzerns ABB gab Agnelli Anfang März bekannt, dass er sich nicht mehr der Wiederwahl stellen wird. Dem Gremium gehörte er seit 2002 an. (chi/sda)

(Erstellt: 20.03.2016, 06:27 Uhr)

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