AKW Mühleberg: Erst jetzt Gesuch für Nachrüstung
Von Simon Thönen. Aktualisiert am 13.08.2011 14 Kommentare
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BKW-Sprecher Antonio Sommavilla betont auf Anfrage zwar: «Wir bleiben dabei: Im September wollen wir die Anlage wieder in Betrieb nehmen.» Ob das AKW Mühleberg dann wieder ans Netz gehen wird, ist jedoch fraglich. Denn das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi) hat erst am Mittwoch das Freigabegesuch der BKW für die geplanten Sicherheitsnachrüstungen erhalten, wie es auf Anfrage bestätigt. Am 29. Juni hatte die BKW Mühleberg überraschend fünf Wochen früher als geplant abgeschaltet, weil ein Gutachten der ETH gezeigt hatte, dass die Leitungen zur Kühlung des Reaktors bei einem Extremhochwasser verstopfen könnten.
Dass die BKW nun erst sechs Wochen nach der Abschaltung ein Gesuch eingereicht hat, zeigt: Die Abschaltung erfolgte aus Sicherheitsgründen und nicht wegen der Bauarbeiten für die Nachrüstung. «Wir haben mehrfach betont, dass wir die Anlage herunterfahren, sobald Erkenntnisse vorliegen, welche nicht unseren Vorstellungen von Sicherheit entsprechen», sagt Sommavilla. Die späte Eingabe erklärt er so: «Bevor man etwas machen kann, muss man umfangreiche Überlegungen und Untersuchungen anstellen, welche Lösungen infrage kommen. Das braucht Zeit.»
Baubewilligung nötig?
Das Gesuch der BKW wird nun vom Ensi geprüft. Noch ungeklärt ist allerdings, ob das Ensi die Nachrüstung im sogenannten Freigabeverfahren bewilligen kann – oder ob eine Bau- und Betriebsbewilligung nötig ist. AKW-Gegner hatten in einer Eingabe ans Departement Leuthard (Uvek) geltend gemacht, dass laut dem neuen Kernenergiegesetz für «wesentliche» Änderungen im AKW ein Bau- und Betriebsbewilligungsverfahren nötig ist. «Leider wissen wir nicht, was die BKW bauen will», sagt Rainer Weibel, der Anwalt der AKW-Gegner. «Falls es sich um wesentliche Neuerungen handelt, müssen die Bestimmungen des Kernenergiegesetzes angewandt werden.» Ensi-Sprecher Anton Treier erklärt dazu: «Die Frage ist noch in Abklärung.»
Unabhängige Expertise gefordert
Sowohl Weibel wie auch die kantonale Energiedirektorin Barbara Egger-Jenzer (SP) haben zudem gefordert, dass unabhängige Experten die Sicherheit von Mühleberg überprüfen sollen. Dem Ensi werfen sie eine zu unkritische Haltung vor. Das Ensi will jedoch offenbar externe Experten allenfalls zur Verstärkung beiziehen. «Sollte das Ensi in bestimmten Fragen keine eigenen Ressourcen haben, wird es externe Fachleute beiziehen», teilt Sprecher Treier mit. Egger kommentiert dies auf Anfrage nicht, sagt jedoch: «Zum Thema unabhängige Expertisen laufen momentan Gespräche auf verschiedenen Ebenen.» (Der Bund)
Erstellt: 13.08.2011, 11:02 Uhr
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14 Kommentare
Das fröhliche Basteln mit den BKW geht weiter. Das war das Sommerferienprogramm für die Kleinen, jetzt geht es wieder los mit einem Programm für Hausfrauen, eine Specialevent für Kaderleute und dann ein zweiwöchiger Workshop "GAU ganz praktisch" extra für das ENSI.
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Herrgottnochmal: Schaltet endlich diesen Schrotthaufen ab!
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Ich bin kein AKW-Gegner. Und finde trotzdem, dass auf das Mühleberg verzichtet werden sollte! Stattdessen sollte man z.B. Beznau durch ein AKW der neuesten Generation ersetzen! Da wäre das Geld sinnvoller investiert als ein veraltetes AKW am Leben zu erhalten. Antworten
Schweiz
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
Live @ Sunset
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