Schweiz

AKW-Gegner demonstrieren in Bern

Von Tobias Ochsenbein, Jonathan Spirig. Aktualisiert am 21.06.2011 184 Kommentare

Weil heute Morgen das AKW-Ade-Camp ohne Vorwarnung geräumt wurde, demonstrieren die AKW-Gegner seit 19.30 Uhr in der Berner Innenstadt.

1/38 Die Demonstranten auf dem Weg in die Innenstadt: Parolen wie «Weg, weg, Mühleberg» und «Nie mehr AKW» sind zu hören.
Bild: Tobias Ochsenbein

   

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Nach der überraschenden Camp-Räumung von heute Morgen riefen die AKW-Gegner für den Dienstagabend bereits zu einer Demonstration auf. Um 19 Uhr versammelten sich bei der Reithalle gegen 200 Personen, darunter mehrere Familien, für die Kundgebung.

Im Innenhof der Reitschule wurden mehrere Zelte aufgebaut. Die Wut der Demonstrierenden scheint sich vor allem gegen Stadtpräsident Alexander Tschäppät zu richten. Mehrere Teilnehmer haben Plakate dabei, die keinen anderen Schluss zulassen. Was die Demonstranten heute Abend noch vorhaben, ist um 19.15 Uhr noch unklar. Vorerst wurde Musik gehört, gegessen und rege diskutiert.

Friedlicher Umzug durch die Innenstadt geplant

Wie eine Aktivistin gegenüber Bernerzeitung.ch mitteilte, wollen die Demonstranten um etwa 19.30 Uhr in Richtung Bahnhof losmarschieren. Der Umzug soll durch die Innenstadt zum Rathaus und schliesslich vor das Bundeshaus führen. Die Organisatoren der Demonstration machten die Teilnehmer bevor es los ging darauf aufmerksam, dass man sich ruhig verhalten und die Polizei nicht provozieren soll.

Die Auflösung des Camps sei kein Grund mit dem Protestieren aufzuhören, man bleibe am Ball. Wie angekündigt machten sich die AKW-Gegner anschliessend auf den Weg in Richtung Innenstadt. Parolen wie «Weg, weg, Mühleberg» und «Nie mehr AKW» waren zu hören.

Picknick fand trotz Räumung statt

Bereits am Nachmittag fand auf dem Viktoriaplatz vor dem BKW-Gebäude das dienstägliche Protest-Picknick statt. Dabei stand aber vor allem der Protest gegen die nächtliche Aufräum-Aktion der Polizei im Zentrum. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 21.06.2011, 20:18 Uhr

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184 Kommentare

Gaby Iseli

21.06.2011, 09:09 Uhr
Melden 39 Empfehlung

Hoffentlich werden die Kosten der Polizei, Feuerwehr, etc. bis hin zur Neubepflanzung nach dem Verursacherprinzip unter den Demonstranten aufgeteilt. Die Adressen sind ja notiert.!!! Antworten


urban fasel

21.06.2011, 08:36 Uhr
Melden 38 Empfehlung

Recht so. Endlich.
«Wir haben niemals mit einer Aktion dieser Art gerechnet». Von wegen. Bei solchen Aktionen muss man doch damit rechnen. Jetzt sind die armen schockiert. Vermutlich lässt man die Aktivisten nun noch ein CareTeam betreuen.
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