AKW-Gegner demonstrierten gegen «Schrottreaktor»
Aktualisiert am 13.06.2011 41 Kommentare
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Die Veranstalter schätzten die Teilnehmerzahl auf 3500. Zur Demonstration aufgerufen hatten mehr als 40 Organisationen und Parteien zusammen mit den AKW-Gegnern, die seit Wochen vor dem Hauptsitz des bernischen Stromkonzerns BKW in Bern campieren.
«Mal richtig abschalten» lautete das Motto der bewilligten Kundgebung, zu der Teilnehmer per Velo angereist waren. Laut Angaben der Organisatoren kamen rund 700 Demonstranten mit dem Velo aus Bern und etwa je rund 50 aus Biel und Freiburg. «Fukushima kann man nicht mehr abstellen – Mühleberg muss man abstellen», stand auf einem der vielen Transparente auf einem Gelände in Mühleberg, das sich in BKW-Besitz befindet.
«Sicherheitsrisiko»
«Dieser Schrottreaktor ist weder erdbeben- noch überflutungssicher», sagte Jürg Joss von Fokus Anti-Atom. Deshalb müsse der Kampf gegen das AKW weitergehen, auch auf juristischem Weg. «Mühleberg erhält keine unbefristete Betriebsbewilligung, dafür sorgen wir heute und auch morgen.»
Philippe de Rougemont von der Westschweizer Organisation «Sortir du nucléaire» prangerte die «Korruption in der schweizerischen Politik» an. Ein Filz aus Politikern in Bundesbern und Vertretern der Atomlobby hielten die alten Schweizer AKWs am Laufen, obwohl die Zukunft den erneuerbaren Energien und der Energieeffizienz gehöre.
Rascher Ausstieg gefordert
Dass Bundesbern nun den mittelfristigen Ausstieg aus der Atomtechnologie ins Auge fasse, reiche nicht, hiess es auf einem Flugblatt. Der Ausstieg sei rasch möglich. Dazu müsse aber das System des unbegrenzten Wachstums hinterfragt werden.
Die Kundgebung verlief ohne Zwischenfälle. Für den geordneten Ablauf der Kundgebung und die Sicherheit sorgen zwischen 20 bis 30 Freiwillige, so genannte Peacekeepers. Polizisten, Vertreter der BKW und der Gemeinde Mühleberg verfolgten das Geschehen aus Distanz. Für die musikalische Unterhaltung der Demonstrierenden sorgten die Bands Amarillo Brillo und Stiller Has. (met/cch/sda)
Erstellt: 13.06.2011, 19:27 Uhr
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41 Kommentare
Das kann ich nur voll und ganz unterstützen schön dass es so viele Menschen gibt die begriffen haben dass die AKW's keine Zukunft haben. Die Vertreter der Schweiz. Volkspartei die immer noch krampfhaft daran festhalten sollten nicht mehr gewählt werden! Antworten
Vreni Müller «die SVP will die AKWs erst dann abstellen, wenn man 100%ig weiss wie man die 40%-Stromlücke schliesst.»
Und wann, glauben Sie , wird das sein? Sie sind ja scheinbar eine "helle"?
Die warten doch mit allen Entscheidungen zu Verbesserungen bis zum St.Nimmerleins-Tag. So kann man dann die selbst konstruierten Probleme bei den über- über-.... ubernächsten Wahlen noch bewirtschaften.
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Schweiz
Familie, Beruf und Studium
Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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