Aargauer SVP-Grossrat tritt islamkritischer Bewegung «Pro Köln» bei
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Der Fraktionspräsident der SVP im Aargauer Kantonsparlament ist am vergangenen Wochenende der umstrittenen islamkritischen Bürgerbewegung «Pro Köln» in Deutschland beigetreten.
Bei dieser Bürgerbewegung bestehen «Anhaltspunkte für den Verdacht rechtsextremistischer Bestrebungen», wie es im Zwischenbericht 2009 des Verfassungsschutzes Nordrhein-Westfalen heisst. Die Bewegung setzt sich gegen den Bau einer Moschee in Köln ein.
Er werde sofort aus der Bewegung austreten, falls sich herausstellen sollte, dass «Pro Köln» rechtsextrem sei, sagte Glarner auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA. Er habe jedoch keine Anzeichen dafür bemerkt.
Glarner als Provokateur bekannt
Glarner ist im Aargau als Provokateur bekannt. Er lancierte für die eidgenössichen Wahlen 2007 Plakate mit der Aufschrift «Aarau oder Ankara?», worauf es zu einem Strafverfahren wegen Rassendiskriminierung kam. Das Bundesgericht stellte es im Februar 2008 ein.
Für einen Skandal sorgte er auch bei den Regierungsratswahlen Anfang 2009. Damals schaltete er zusammen mit einem FDP-Grossrat ein Inserat gegen den damaligen Bildungsdirektor Huber, das weinende Kinder und den Spruch «Keiner wählt Rainer» zeigte. Während der FDP- Grossrat für das Plakat der Hut nehmen musste, gestand die SVP lediglich «gewisse Fehler» ein. (sam/sda)
Erstellt: 11.12.2009, 12:45 Uhr
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