Schweiz

«Ahmadinejad hat sich in Sachen Holocaust gemässigt»

Nahost-Experte Arnold Hottinger verteidigt das Treffen zwischen Ahmadinejad und Merz. Die Kritik am iranischen Präsidenten sei übertrieben.

«Der Schweiz blieb nichts anderes übrig, als Ahmadinejad zu empfangen.»: Nahost-Experte Arnold Hottinger.

«Der Schweiz blieb nichts anderes übrig, als Ahmadinejad zu empfangen.»: Nahost-Experte Arnold Hottinger.
Bild: Keystone

War es falsch, den iranischen Präsidenten offiziell zu empfangen?
Der Schweiz blieb nichts anderes übrig. Ahmadinejad ist ein Staatschef.

Der US-Präsident empfängt auch nicht alle Staatschefs, die an einer Uno-Konferenz in New York teilnehmen.
New York ist ein besonderer Fall. Die USA haben Mühe mit der Uno und betrachten deren Sitz als extraterritoriales Gebiet. Genf ist jedoch Teil der Schweiz.

Hätte das Treffen besser unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattgefunden?
Dann wäre der Vorwurf der Intransparenz laut geworden, Die Fotos des Treffens mögen einen falschen Eindruck erwecken. Aber zwei Staatschefs schauen sich nun mal nicht grimmig in die Augen.

Wie schätzen Sie Ahmadinejad ein?
Er ist eine umstrittene Figur, aber nicht der Teufel, zu dem er gestempelt wird. Er weist auf Punkte hin, die diskutiert werden müssen – etwa die Staatsgründung Israels. Was bedeutete das für die Bevölkerung, die zuvor dort gelebt hat? Und was für eine Politik betreibt Israel heute gegenüber den Palästinensern? Ist das nationalistisch? Oder gar rassistisch?

Ahmadinejad hat den Holocaust mehrfach als «Mythos» abgetan und Revisionisten zu einer Konferenz eingeladen. Muss man einer solchen Person überhaupt zuhören?
Ahmadinejad hat sich in Sachen Holocaust gemässigt. Er hat seine Position allmählich ein wenig geändert. Das ist nicht leicht für ihn. Im Osten fehlt die Literatur und das breite Wissen zum Holocaust. Im Westen ist das vorhanden. Hier hat der Holocaust auch stattgefunden.

Es macht Ihrer Ansicht nach also einen Unterschied, ob ein westlicher Mensch den Holocaust leugnet oder jemand aus dem Osten?
Das ist so. Im Osten kommt eine besondere emotionale Dimension dazu. Dort steht die Vertreibung des palästinensischen Brudervolks durch den Staat Israel im Vordergrund. Das führt dazu, dass zunächst mal falsche und tendenziöse Behauptungen über den Holocaust verbreitet werden können.

Wie fanden Sie Ahmadinejads Genfer Rede?
Sie war vergleichsweise gemässigt. Ahmadinejad steht vor den Wahlen. Deshalb musste er im Iran sein Prestige als unerschrockener Kämpfer hochhalten. Anderseits gab er sich Mühe, so diplomatisch wie möglich zu sein. Ob er tatsächlich eine Verbesserung der Beziehungen zu den USA anstrebt, ist schwierig zu sagen.

Die Schweiz nimmt die Interessen der USA im Iran wahr. Wie stark setzt Präsident Obama noch auf diese Dienste? Er will ja direkt den Dialog mit dem Iran aufnehmen.
Die Vermittlerrolle der Schweiz war schon immer von sehr beschränktem Ausmass. Es geht darum, die wenigen noch verbliebenen Interessen der USA im Iran wahrzunehmen. Die Schweiz kann etwa im Fall der im Iran verurteilten US-Journalistin vermitteln. Darüber haben Merz und Ahmadinejad ja auch gesprochen. Wenn aber die USA beschliessen, mit dem Iran zu sprechen, dann tun sie das direkt. Oder sie ernennen einen Mediator.

Was sagen Sie zur Abberufung des israelischen Botschafters aus Bern?
Die rechtsgerichtete israelische Regierung wollte ein Zeichen setzen – und zwar in erster Linie an die Adresse der USA. Ihr ging es darum, eine gewisse Political Correctness aufrechtzuhalten: Mit einem finsteren Gesellen wie Ahmadinejad spricht man nicht, ist die Botschaft. Das ist Dogmatismus in der Politik.

Wie nachhaltig ist die Krise zwischen der Schweiz und Israel?
Das wird nicht sehr lange andauern. Die Politik und die Mehrheit der Schweizer sind grundsätzlich bereit, die israelische Sicht der Dinge zu teilen.

* Arnold Hottinger (83) war von 1961 bis 1992 Korrespondent für die NZZ und Radio DRS in Beirut, Madrid und Nikosia. Er ist ein profunder Kenner der arabischen Welt. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 22.04.2009, 00:06 Uhr

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50 Kommentare

Brigit Latif

24.04.2009, 13:53 Uhr
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Ich möchte mich beim Bund dafür bedanken, dass mit Arnold Hottinger die richtige Person zur richtigen Zeit zu Wort kommen konnte. Besonnen und aus seiner reichen Lebenserfahrung schöpfend hat er die Dinge zurechtgerückt und beim Namen genannt. Antworten


ali kazemi

23.04.2009, 14:53 Uhr
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Sehr geehrter Herr Frey, Rassismus ist natürlich in jeder Form zu verurteilen. Aber im Nahost können Menschen nicht begreifen, warum für ein Verbrechen, dass im Westen begangen wurde, die Palästinenser leiden müssen. Warum kann man nicht ein Stück Land irgendwo im Deutschalnd für jüdische Siedler aus USA und Europa reservieren? Im Westen wird häufig mit unterschiedlichen Ellen gemessen! Antworten


Alwin Brem

23.04.2009, 11:39 Uhr
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Ich gehöre zur Minderheit! - und bin nicht bereit, die israelische Sicht der Dinge zu teilen. Die Schweiz ist selbständig und braucht keine Belehrung, mit wem sie sprechen will. Und: Wer unterdrückt und demütigt ein anderes Volk so brutal wie Israel? Ist das nicht rassistisch? Antworten


Otto Frey

22.04.2009, 17:53 Uhr
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Also mit allem Respekt Herr Hottinger, jetzt gehen Sie zu weit. Ihr Zitat:"Im Osten fehlt die Literatur und das breite Wissen zum Holocaust. " das ist keinGrund. In Zeiten des Internet kann man sich auch in Teheran schlau machen. Ein Ministerpräsident hat die Pflicht dazu, sonst disqualifiziert er sich . Sie sollten ihm seinen Rassismus nicht legitimieren. Mein Respekt für Sie ist angeschlagen. Antworten


ali kazemi

22.04.2009, 16:14 Uhr
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Sehr geehrter Herr Grunder,ich glaube kaum, dass Sie folgendes bestreiten können: Die Mehrheit der heutigen Israelis stammen aus Osteuropa oder USA. wie rechtfertigen Sie, dass man eine Gruppe von Menschen vertreibt um eine neue Nation für Siedler aus anderen Erdteilen aufzubauen? Ist dies rechtfertigbar? Was würden Sie sagen, wenn morgen Italiener Sie vertreiben würden? Antworten


ali kazemi

22.04.2009, 16:06 Uhr
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Herr Grunder,die tatsächliche Zahl der Flüchtlinge ist höher als die offizielle israelischen Angaben, vor allem weil viele Flüchtlinge ohne offizielle Dokumente geflohen sind. Vertreibung war und ist systematisch..in den 40ern gab es viele zionistische Terrorzellen, welche systematisch palästinensischen Dörfern terrorisiert haben. Und bis heute werden Palästinenser überall systematisch schikaniert Antworten


Reto Grunder

22.04.2009, 14:21 Uhr
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@Ali Kazemi: Im ersten israelisch-arabischen Krieg wurden rund 800'000 Palästinenser vertrieben und ebenso viele Juden aus arabischen Staaten. Die Zahl von 3 Millionen bezieht sich auf diese 800'000 sowie deren Kinder und Enkel. Von einer systematischen Vertreibung von 3 Millionen Palästinensern zu sprechen, zeigt, dass Sie keine Ahnung vom Nahost-Konflikt haben, ebenso wie der "Experte" Hottinger Antworten


pit almeida

22.04.2009, 13:46 Uhr
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als botschaftsbesetzer wirkte ahmadinejad professioneller denn als holocaust-expsrte. wieso muss er den polit-clown machen, wo es doch so viel ernsthaftes zum problem israeli-palästinenser zu sagen gäbe? Antworten


ali kazemi

22.04.2009, 13:26 Uhr
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Niemand bestreitet, dass Ahmadinejad ein Diktator ist. Aber westliche Staaten haben leider immer mit unterschiedlichen Massstäben gemessen. Kolonialisierung von Palästina und systematische Vertreibung von 3 millionen Palästinensern scheint erstaunlicherweise für westliche Politker in Ordnung zu sein. Sollte nicht die Geschichte uns gelehrt haben ,dass Ungerechtigkeiten immer zu verurteilen sind? Antworten


Hanspeter Gerter

22.04.2009, 13:22 Uhr
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Warum darf man die Staatsgründung Israels nicht in Frage stellen dürfen? Die Staatsgründung erfolgte nach massivem blutigem Terror interessierter jüdischer Kreise. Sie erfolgte gegen den Willen der Palästinenser und Araber. Der damalige US Präsident unterstützte ursprünglich die Araber, änderte aber seine Haltung, nachdem ihm klarbemacht wurde, welchen Anteil die jüdischen Wähler in den USA haben Antworten


Mari Wunderli

22.04.2009, 13:02 Uhr
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Lieber Herr Hottinger, Sie sind ein geschätzter Journalist- wie schlimm ist ' etwas gemässigt'? Ahmadinejad ist immer noch vehement gegen Israel- kein Staatschef darf gegen die Existenz eines Landes aufhetzen- Punkt! Gleich ob es Israel oder ein anderes Land ist. Der Herr soll ja gebildet sein- er kann also nachlesen ob es den Holocaust gegeben hat?- Ausreden, Ausreden!!!!!!!! Antworten


hans rudolf hort

22.04.2009, 12:57 Uhr
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dieser Hottinger war schon immer voreingenommen und gegen Israel. Es wäre schön wenn er mal aufzeigen würde wieviele Menschenrechtsverletzungen im Iran begangen werden. Der Iran ist eine Klerusdiktatur und ihr Präsident ein Rassist und Faschist. Brudervolk ist vollkommener Schwachsinn, die Iraner sind Schiiten und somit eigentlich die Feinde der Sunniten in Palästina. Antworten


Roland Vetsch

22.04.2009, 11:58 Uhr
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Bravo Herr Hottinger. Sie bringen es auf den Punkt. Nur wenn man die Dinge etwas differenziert betrachtet, ist es auch einigermassen möglich, zu einer Lösung in der Nahostregion beizutragen. Und sicher nicht, indem man dauernd die Israelis gut- und die Palästinenser und Araber schlechtredet. Das heuchlerische Anbiedern bei Israel lässt mir manchmal fast die Galle hochkommen... Antworten


Rolf Raess

22.04.2009, 11:46 Uhr
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Die wirklichen Verbrecher sassen in den letzten 8 Jahren in Washington DC an der Strippe. Langsam kommt es aktenkundig heraus! Die ganze Welt leidet nun darunter, sowas könnte selbst der Ahmedinejad nicht anrichten - selbst wenn er wollte... Antworten


Daniel Babolpour

22.04.2009, 11:06 Uhr
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Es tut mir leid aber ich wurde den Titel Nahostexperte nicht mehr verwerden bei Herrn Hottinger. Es scheint er hat keine Ahnung über was er Spricht und wurde ihn emphelen sich Neu orientieren im Iran Politik. Das Ahmedinejad seine Position geändert hat ist Falsch er wurde gebeten seine Reden mässigen unter grosse Druck von UN. Herr Merz darf gute Finanz Experte sein aber er ist Schlechte Diplomat. Antworten


Michael Perlberger

22.04.2009, 11:01 Uhr
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1947 hatte Israel die UNO Resolution zur Gründung eines palestinensischen Staates an seiner Seite akzeptiert. Es waren die "arabischen Brüder" die die Palestinenser mit lautstarken Aufrufen aus Ihren Dörfern lockten, mit der Versprechung, sie könnten nach der Vernichtung des Judenstaats zurückkehren. Israelis nehmen dauernd jüdische Brüder in Not auf. Wo bleibt die arabische Brüderlichkeit? Antworten


Fritz Ritter

22.04.2009, 11:00 Uhr
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Vor ein paar Jahren erzählte mir und meinem deutschen Begleiter ein Taxifahrerin in Buenos Aires , dass Hitler ein guter Mann gewesen sei. Geschockt fragten wir nach dem Grund. Er meinte nur, dass dieser ja so tolle Autobahnen bauen liess... Es ist tatsächlich so, dass an einem anderen Ende der Welt die Sichtweise eine völlig andere sein kann und/oder das historische Wissen schlichtweg fehlt. Antworten


Eugen Senn

22.04.2009, 10:55 Uhr
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Ich bin enttäuscht über Herrn Hottinger. Warum will er über die Staatsgründung Israels (vor 60 Jahren!) diskutieren? Damit stellt er Israel grundsätzlich in Frage. Seine Linie gleicht verdächtig derjenigen Achmadinetschads. Schade für ihn. Antworten


Roland Mühlemann

22.04.2009, 10:52 Uhr
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Arnold Hottinger bringt den Sachverhalt auf den Punkt. Danke! Ahmadinejad ist ein ein Provokateur und in keiner Sache ein zimperlicher Staatsmann. Genau so war seine Rede in Genf deplaziert, provozierend und teilweise rassistisch. Gleichwohl enthält seine Position zutreffende Argumente, die für eine Lösung im Nahen Osten nicht ausser Acht gelassen werden können, ausser man sei naiv, ideologisch. Antworten


otto höschle

22.04.2009, 10:48 Uhr
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Es tut gut, mal wieder einem profunden Nah-Ost-Kenner wie Arnold Hottinger in der Presse zu begegnen. Besonders dann, wenn viele Medien und Politiker auf Schwarz-Weiss machen! Antworten


Ernst Pauli

22.04.2009, 10:33 Uhr
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Da sieht man wieder wie gut es ist, dass die SVP nicht unsere Aussenpolitik dominiert. Gestern äusserste sich der Präsident der SVP Zürich im Talk-Täglich von Tele Züri gänzlich anders als der erfahrene Journalist Hottinger. Die einzigen Argumente die er zur Hand hatte waren: Verbrecher, Holocaust-Leugner etc. Und das als Nationalrat eines demokratischen Landes! Vielleicht künftig mehr überlegen.. Antworten


Andreas Schmid

22.04.2009, 10:27 Uhr
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Sehr guter und ausgewogener Kommentar! Endlich mal jemand - und dazu ein kompetenter, erfahrener Journalist - der die Situation korrekt und emotionslos umschreibt. Keine Uebernahme der dümmlichen Emotionalitäten, die in der Realpolitik wenig hilfreich sind, sondern realistische Gewichtung sowohl der Rede Ahmadinejads, wie auch dem Verhalten der Schweiz, bzw von Bundesrat Merz. Bravo! Antworten


Josef Hofstetter

22.04.2009, 10:27 Uhr
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Interessant wie Hottinger die Ausagen vom iranischen Präsidenten verharmlost. Entweder hat er den Überblick nicht mehr oder will demnächst wieder in den Iran reisen. Ich würde Arnold HNottinger empfehlen auf weitere Kommentare zu verzichten oder zuerst einmal nachzulesen, was er früher geschnrieben hat. Antworten


Christine Anderegg

22.04.2009, 10:21 Uhr
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Vielen Dank Herr Hottinger für diesen aufschlussreichen Bericht! Es ist beruhigend, einmal etwas Mässigung zu diesem Thema von einem Experten zu erfahren, während viele auf Ahmadinejad und Merz schiessen. Ich finde den Dialog unentbehrlich, besonders heutzutage. Ahmadinejad ist immerhin zu einem Dialog mit dem Westen bereit! Viele - auch hier der Schweiz - sind es offenbar nicht... Antworten


Aeschlimann Christian

22.04.2009, 10:17 Uhr
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Ahmadinejad ist gemäss Hottinger kein Teufel...Todesstrafe auch für Jugendliche, Frauendiskriminierung, Amputationen von Körperteilen als Strafe, Folterungen usw....und so einer soll kein Teufel sein? Ich verstehe die Welt nicht mehr.... Antworten


Sandro Consoli

22.04.2009, 10:08 Uhr
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Bravo Herr Hottinger, Ihre Berichte und Bücher über den Nahen Osten sind unübertroffen. Interressant wäre aber auch den offiziellen Text von Ahmadinejads Rede in Genf zu erhalten . Es wird immer über die Hetzrede in Genf gesprochen ohne den kompletten Text seiner Rede zu veröffentlichen. Sind wir nicht genug mündig uns über die Rede eine eigen Meinung zu bilden? Antworten


Theo Widmer

22.04.2009, 09:49 Uhr
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Danke Herr Hottinger für Ihre sachliche Erklärung. Wer wie Israel wegen eines entführten Soldaten den halben Libanon kurz und klein bombardiert und im Gaza mit Schulen und Spitälern dasselbe tut, hat keine Grund sich über die Schweiz zu beschweren. Die Palästinenser hat man nach dem 2. Weltkrieg wirklich ganz einfach enteignet. Antworten


Bruno Bähler

22.04.2009, 09:36 Uhr
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Hottingers Aversionen gegen Israel und seine Vorlieben für die achso friedliebenden armen Araber sind ja hinlänglich bekannt. Man kann ihn also nicht als neutralen Beobachter ernst nehmen. Antworten


peter ess

22.04.2009, 09:23 Uhr
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Hr Hottinger ist einfach sehr gut - immernoch. Das heutige Iran kann die israelische Unterstuetzung des Shahs wahrscheinlich einfach auch nicht vergessen. Die CH soll auch nicht vergessen dass der Staat Israel die kriminelle Beschaffung der Mirage Bauplaene auch sanktionierte und es gehoert in einer freundlichen Beziehung dass nach einem Zoff, alles wieder ins Lot kommt. Antworten


Hugo Maechler

22.04.2009, 09:12 Uhr
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Ich wundere mich an einigen Aussagen des Nahostkenners Hottinger. Seid wann sind die Palaetinenser ein Brudervolk des Iran ? Er sollte wissen, dass Araber und Perser sich nicht gerade als Brueder betrachten, gelinde gesagt. Sie sind nur ein Vorwand fuer den Judenhasser Ahmadinejad gegen Israel zu wettern. Antworten


Churban Bruenzl

22.04.2009, 09:02 Uhr
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Herr Hottinger hat leider wieder mal die Möglichkeit genutzt, gegen seinen Lieblingsgegner Israel zu schiessen. Wenn MA sagt, der Holocaust fand nicht statt und Israel müsse von der Landkarte getilgt werden, ist das nicht gemässigt. Dass sich die Schweiz mit MA treffen muss, ist klar. Dass Israel daran keine Freude hat ebenso. MA in Schutz zu nehmen, um Israel angreiffen zu können, ist billig. Antworten


Werner Meier

22.04.2009, 08:59 Uhr
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Der beste Kommentar zum Thema. Völlig richtig in Allem. Die heutigen selbsternannten Kommentatoren wissen ja gar nicht, wie die Zionisten mit Hilfe der Siegerstaaten den Pälestinensern Land und Erde mit allen möglichen Gewalten und Terroraakten weggestohlen haben. Ich weiss es, ich war Zeitgenosse. Ferrari vom TA sollte sich die Geschichte von der Entstehung Israels von Hottinger erzählen lassen. Antworten


Victoria Tamino

22.04.2009, 08:57 Uhr
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Herr Hottinger, Sie sprechen mir aus dem Herz. Es wird alles daran gesetzt von Seiten der USA und Israel, dass niemand die Geschichte der Anfänge des Palästinensichen Holocaust kennt. Die Palästinenser werden von den Israelis ausgerottet bis keiner mehr da ist, das ist die Wahrheit über Israel. Antworten


Peter Hafner

22.04.2009, 08:46 Uhr
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Bravo Herr Hottinger, das ist nüchtern betrachtet auch meine Meinung zu diesem Thema. Es kann nicht sein, dass ein eigentlich uns befreundeter Staat uns Anweisungen gibt welchen Staatschef unser Bundespräsident empfangen darf und welchen nicht. Der israelische Staat hätte eigentlich eine grosse Aufgabe, sich mit den Palästinenser zu einer Lösung des Problems zu einigen. Sie bringen nur Kriege hin. Antworten


Patrick Leu

22.04.2009, 08:44 Uhr
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Endlich mal einer der die Sache gerecht betrachtet. Die meisten Zeitungen stellen unseren Bundesrat als Versager an den Pranger. Ich habe grossen Respekt vor Merz. Er hat ganz genau gewusst was passiert und hat sich dennoch dieser Aufgabe gestellt. Chapeau! Es ist wichtig das auch die andere Seite, in diesem Fall der Iran, die Möglichkeit bekommt, ihre Sicht darzustellen. Antworten


Ulrich Beat

22.04.2009, 08:25 Uhr
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VIelen Dank fuer diesen wertvollen Beitrag. Herr Ahmadinejad ist extrem und gewisse Dinge sind nicht tolerierbar, aber Israel bleibt ein zutiefst rassistischer Staat, dass ist leider so. Antworten


Pietro Miller

22.04.2009, 08:23 Uhr
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Unglaublich, was für einen Unsinn "Nahost-Experte" Hottinger uns da erzählt. Die Rede "war vergleichsweise gemässigt", "Ahmadinejad hat sich in Sachen Holocaust gemässigt". Dann sind all die Neofaschisten, die Andersdenkende nur zum Krüppel schlagen und nicht ganz tot, auch gemässigt. Was soll das? Unglaublich. Da lob ich mir doch den Kommentar von Sascha Widgdorowits. Antworten


Heinz Butz

22.04.2009, 08:22 Uhr
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und was hat er nun so Böses und Schlimmes an der Menschenrechtskonferenz gesagt, der Herr Ahmadinejad? Oder sagen hier immer alle was er gesagt haben könnte, wenn man seine Worte schlecht übersetzt? Ich habe seine Neujahrsansprache im englischen TV gesehen und da war er schon sehr gemässigt, ja geradezu philosophisch. Antworten


Jules Wohlmann

22.04.2009, 08:06 Uhr
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Arnold Hottinger war einmal ein ernst zu nehmender Journalist. Zu schreiben würde er heutzutage besser sein lassen. Ziemlich seltsam sind seine aktuellen Beobachtungen. So empfindet er den iranischen Präsidenten als gemässigt. Weiter billigt er ihm zu,dass es für ihn schwierig sei,sich Wissen über die Geschichte und den Holocaust zu erlangen. Da kann man nur noch mit Bedauern den Kopf schütteln. Antworten


Hans Zumstein

22.04.2009, 07:09 Uhr
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Ein objektiver Kommentar des besten westlichen Kenners der islamischen Welt. Im kann sein Buch "Islamische Welt" nur empfehlen; vielleicht bekommen dann einige "Heisssporne" und unkritische Israel Lobbyisten nach dessen Lektüre plötzlich zu gemässigteren Ansichten über den Nahostkonflikt! Antworten


markus von kaenel

22.04.2009, 06:59 Uhr
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Man kann schönreden was man will, aber hier hat die Schweiz einen entscheidenden Fehler gemacht. Am Holocaustgedenktag mit 6 Mio jüdischen Menschen als Opfer darf niemand Menschen wie den iranischen Präsidenten empfangen. Hier in Israel und auch ich als Schweizer sehe das einfach anders. Merz muss bei Israel antreten und den Schaden bereinigen. Aus Jersalem Antworten


Hans Wolf

22.04.2009, 06:38 Uhr
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Was hat denn eigentlich Herr Ahmadinejad gesagt, was nicht stimmt? Die Israeliten drücken seit über 60 Jahren auf die Tränendrüse und haben es geschafft, die Regierungen von diversen unabhängigen Staaten zu schulmeistern. Die Presse wird auch nicht müde, deren Schmollereien immer wieder reisserisch darzustellen. Was ist denn mit den Gaza-Morden vom Neujahr? Schon vergessen? Bravo Schweiz!! Antworten


peter meier

22.04.2009, 06:16 Uhr
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Gut, dass auch in den Mainstream-Medien zwischendurch mal der Lichtblick einer differenzierten, faktenbasierten Meinung durchschimmert. Der Holocaust ist kein Mythos, die "offizielle" Geschichte friedlicher Landnahme und der "Urbarmachung einer Wüste" hingegen schon - haben die Palästinenser vor 1947 Staub getrunken und trockene Dornbüsche gegessen? Antworten


Hans Zimmeli

22.04.2009, 05:28 Uhr
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Sehr gut Herr Hottinger. Ein Mann der weiss, was Sache ist im Nahen Osten. In Israel weiss man nur sehr wenig über die Schweiz, was alles passiert im II. Weltkrieg und so ist es auch in den arabischen Nationen. Ich kenne sehr viele in Israel und viele verurteilen die Schweiz als Nazihelfer durch die Banken und Rüstungsindustrie. Dass die Schweiz viele Juden rettete wissen nur wenige. Wissenslücke. Antworten


johann mueller

22.04.2009, 04:41 Uhr
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Arnold Hottinger´s Aussage kann ich zu 100% unterschreiben. Excellente Kenntnisse in der arabischen Welt. ! Israel spielt wieder mal den Weltpolizisten. Wieviele Palästinenser wurden im letzten Gaza-Einmarsch von den Israelis ermorded ? War dies nötig ? In meinen Augen ist dies auch ein HOLOCAUST ! Also - die Israelis haben daraus nichts gelernt. ABER JAMMERN WERDEN SIE IMMER ! Antworten


hansueli richter

22.04.2009, 02:19 Uhr
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die massstäbe, die herr hottinger anlegt, erlauben es der schweiz, auch mit verbrechern geschäfte zu machen - so etwas nennt man opportunismus - von diesem standpunkt aus kann man natürlich jegliche bindung an ethische werte nur als dogmatismus diffamieren - wer nicht bereit ist, seine überzeugungen danach auszurichten, was ihm vorteile bringt, ist eben dogmatisch - so weit sind wir also wieder... Antworten


Ali kazemi

22.04.2009, 02:00 Uhr
Melden

Endlich jemand, der die Geschichte sachlich sieht. Die israelische Propaganda-Maschinerie will um jeden Preis vom Palästinenserproblem ablenken und wieder Ahmadinejad als Schurke darstellen.Ahmadinejad mag viel dummes Zeug erzählen,aber in einem wichtigen Punkt hat er absolut recht.Israel hat in den letzten 60 Jahren ca. 3 Millionen Palästinenser systematisch vertrieben..und Westen schweigt weiter Antworten


walter wellinger

22.04.2009, 01:14 Uhr
Melden

bin gleicher meinung wie herr hottinger, edlich mal jemand der nicht gleich alles verteufel was aus sicht des iranischem president herr ahmadineschad kommt , nach der reaktion verschiedener eu politiker, hat er wohl recht, die wahrheit ist nicht immer bequem zu hören, arroganz israels ist nicht mehr zu überbieten. Antworten


John Hayek

22.04.2009, 01:00 Uhr
Melden

Die Analyse vom Altmeister A.Hottinger ist zutreffend. Hinzu zu fügen ist, dass das Leiden der Palästinenser unter der jüdischen Besiedelung Palästinas schon in den Zwanziger Jahren begann , als es noch keine Nazis gab, von den Pogromen wussten sie wahrscheinlich kaum etwas. Den Holocaust zu leugnen oder gar auszunützen hat keinen Platz in der nahöstlichen Debatte. Es beleidigt nur die Opfer. Antworten


Thomas Läubli

22.04.2009, 00:49 Uhr
Melden

Danke für die nüchternen Worte! Nachdem die Rede von der israelischen Regierung und den hiesigen Medien zum Sturm im Wasserglas aufgebauscht wurde, ist es endlich an der Zeit, die Ergebnisse der Konferenz zu thematisieren. Antworten



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