Allianz gegen AKW: Bundesrat ist nicht mutig
Aktualisiert am 14.02.2009 14 Kommentare
Nach Ansicht der Allianz «Nein zu neuen AKW» bremsen Atomkraftwerke den politischen Willen, Energie zu sparen und in erneuerbare Energien zu investieren. Dabei seien Atomkraftwerke gar nicht nötig: Die Stromversorgung der Schweiz sei auch ohne Atomstrom gewährleistet.
Bereits heute könne mit energieeffizienten Geräten der Stromverbrauch in der Schweiz bis zu einem Drittel gesenkt werden, sagte WWF-Geschäftsführer Hans-Peter Fricker am Freitag vor den Medien in Bern. Dazu müssten ineffiziente Geräte verboten und strenge Grenzwerte eingeführt werden. Auch eine Lenkungsabgabe schaffe Anreize, um Strom zu sparen, sagte Fricker.
In erneuerbare Energie investieren
Neben dem effizienteren Einsatz der Energie vertraut die Allianz auf erneuerbare Energien. Sie geht davon aus, dass dank dieser bis 2035 ein jährlicher Stromüberschuss produziert werden kann. Anstatt Gelder in Atomkraftwerke zu investieren, will die Anti- AKW-Allianz Geld in die umweltfreundliche Energieerzeugung stecken. Im Vordergrund stehen dabei die Wasser-, Windkraft- und Solarenergie.
Gleichzeitig machte Sophie Michaud Gigon von Pro Natura klar, dass der Bau der Anlagen nicht auf Kosten der Landschaft oder der Natur gehen darf. Nicht jedes Projekt zur Erzeugung von Strom sei automatisch geeignet.
Impulse für Wirtschaft
SP-Nationalrat Rudolf Rechsteiner will mit der Förderung erneuerbarer Energien auch Wirtschaftspolitik betreiben. Die saubere Energiegewinnung habe das Potenzial, Jobs zu schaffen und die Wirtschaft anzkurbeln, sagte er vor den Medien.
Letztes Jahr hatten die drei Stromkonzerne Axpo, BKW und Alpiq drei Rahmenbewilligungsgesuche für den Bau neuer Atomkraftwerke eingereicht. Die Allianz «Nein zu neuen AKW» aus 32 Umweltverbänden und Parteien reagierte umgehend und kündigte an, gegen den Bau eines Atomkraftwerks das Referendum zu ergreifen. (vin/sda)
Erstellt: 14.02.2009, 06:28 Uhr
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14 Kommentare
Schweden war vor vielen Jahre so mutig, auf weitere AKWs zu verzichten und einen langfristigen Ausstiegsplan zu verabschieden. Schweden hat den Ausstiegsplan nun kürzlich widerrufen müssen und wird weiter auf Atomkraft setzen. Grund: all die im obigen Text erwähnten schönen Träumereien scheitern an der harten Realität... Nur scheint das in der Schweiz noch nicht bei allen Leuten angekommen zu sein Antworten
Gleichzeitig fordern die gleichen, rührseligen und fachlich unbedarften Politiker das zukünftig nur noch Elektroautos oder Wasserstoffautos (ebenfalls Elektrizität) herumfahren dürfen. Im weitern sind dies die gleichen Leute die eine Erhöhung von Staumauern verweigern und aus Natur- oder Denkmalschutzgründen sogar ein Solarpaneel auf dem Dach verbieten. Antworten
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Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.
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