Schweiz

Allianz legt Papier zum Atomausstieg vor

Aktualisiert am 17.04.2011 15 Kommentare

Politiker aus allen Lagern planen einen Milliardenfonds, der bis 2050 eine Schweiz ohne Kernenergie ermöglichen soll. Beteiligen sollen sich auch die Energieunternehmen.

«Mehrheitsfähige Roadmap für den Atomausstieg»: Anti-AKW-Demonstranten Anfang April vor dem Bundeshaus.

«Mehrheitsfähige Roadmap für den Atomausstieg»: Anti-AKW-Demonstranten Anfang April vor dem Bundeshaus.

Links

Artikel zum Thema

Blog

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

Eine breite Politiker-Allianz plant den Atomausstieg für die Schweiz, wie die «Sonntagszeitung» berichtet. Die Parlamentarier wollen Bund und Energieunternehmen dazu bewegen, zusammen mindestens eine Milliarde Franken in einen so genannten Energieumbaufonds einzuzahlen, mit dem Investitionen in Energieeffizienz und ökologischen Strom finanziert werden. Die Energieunternehmen könnten dazu die Rückstellungen verwenden, die sie für neue AKW zur Seite gelegt hätten.

Neben dem Fonds sieht das Programm mit dem Namen «Energieumbau Schweiz» verschiedene Massnahmen vor, die es ermöglichen, die Schweizer AKW bis 2050 vom Netz zu nehmen – etwa Vorgaben für energiesparendes Bauen, eine Lenkungsabgabe auf Strom sowie eine ökologische Steuerreform. So sollen etwa steuerliche Anreize für Sanierungen geschaffen und der Steuerabzug auf dem Autoverkehr abgeschafft werden.

Initiiert hat das Projekt der bereits seit gut zwei Jahren bestehende Verein Energieallianz, der vom Luzerner FDP-Nationalrat Otto Ineichen präsidiert wird, schreibt die «Sonntagszeitung» weiter. Vertreten seien dort 20 Politiker der Grünen, der SP, der GLP, der CVP, der FDP und der SVP. Das Blatt nennt etwa Alec von Graffenried und Bastien Girod (Grüne), Beat Jans (SP), Martin Bäumle (GLP), Ruedi Lustenberger (CVP), Peter Flück (FDP) und This Jenny (SVP).

Vorgespurt für die Sondersession

Das Programm soll die Debatte an der angekündigten Sondersession des Parlaments zur Energiezukunft im Juni massgeblich prägen. Mit der Allianz könne man verhindern, dass sich die Parteien im Wahlkampf in der Energiefrage gegenseitig blockieren, wird Ineichen zitiert. Der jetzige Plan sei eine «mehrheitsfähige Roadmap für den Atomausstieg», sagt von Graffenried.

Die Lösung war offenbar das Ergebnis ausgiebiger Diskussionen, wie die «Sonntagszeitung» weiter schreibt. So hätte eine erste Version vorgesehen, dass die 3 Milliarden Franken Überschuss aus der letztjährigen Bundesrechnung für einen Umbaufonds verwendet werden sollten. Dies hätten jedoch die bürgerlichen Partner innerhalb der Allianz nicht mitgetragen. (oku)

Erstellt: 17.04.2011, 17:58 Uhr

15

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

15 Kommentare

Hermann Hoffmann

17.04.2011, 17:31 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Ein armseliger Plan da wenig ehrgeizig. 2020 sollte schon das Ziel sein. Ein GAU in der Schweiz reicht völlig aus.
Vernünftige Politiker hätten sich für einen weit früheren Termin eingesetzt.
Antworten


beat müller

17.04.2011, 18:46 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Ist wiedermal typisch für die bürgerliche, dabei sein um zu blockieren. a sagen aber niemals b zahlen, aussen fix und innen nix. sie können dann sagen "wir haben dies und das getan" aber gewirkt hats nix. fdp und svp abwählen ist die nötige alternative Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.