Schweiz

Am Migros-Eingang gibts eine Maske und Desinfektionsmittel

Aktualisiert am 17.07.2009 49 Kommentare

Im Herbst trifft die Schweinegrippe die Schweiz mit voller Wucht. Wie reagieren Migros und Coop? Möglicherweise mit eingeschränktem Angebot und Filialschliessungen.

Auch bei der Migros könnten Kassiererinnen und Kunden Masken tragen.

Auch bei der Migros könnten Kassiererinnen und Kunden Masken tragen. (Bild: Keystone)

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Bei einer Schweinegrippe-Pandemie im Herbst fehlen Coop und Migros, je nach Heftigkeit der Grippe, nicht nur Personal, sondern - im Extremfall - auch Produkte. «Die Vielfalt der Produkte müsste zum Teil eingeschränkt werden», sagt Coop-Sprecherin Susanne Sugimoto-Erdös.

Der Offenverkauf müsste eingestellt werden. Und Gemüse und Früchte würden so viel wie möglich abgepackt, damit niemand es anfassen könne. Der Auftrag, Menschen mit Esswaren zu versorgen, werde von Coop sicher erfüllt werden.

Susanne Sugimoto-Erdös schliesst jedoch nicht aus, dass sogar Läden geschlossen werden müssen, sollte die Grippe massiv zuschlagen. Dies vor allem wegen Personalmangels. «Es ist aber klar, dass zuerst die Non-Food-Läden geschlossen würden.»

Wägeligriffe häufiger reinigen

Für das Personal sei vorgesorgt: Masken, Handschuhe und Desinfektionsmittel seien vorrätig und es sei schon klar, wo Sandwiches abgegeben würden, sollte die Kantine geschlossen werden. Zudem werde das Personal laufend informiert.

Seine Aufgabe wird es sein, beispielsweise die Griffe der Einkaufswagen regelmässig zu reinigen und allgemein für die Einhaltung der Hygienevorschriften zu sorgen», sagt Susanne Sugimoto-Erdös.

Kein Eintritt ohne saubere Hände

Im Pandemiefall sei es sogar möglich, dass Kunden und Kundinnen beim Eingang die Hände desinfizieren müssten und ihnen Masken überreicht würden, erklärt Migros-Sprecher Urs Peter Naef.

«Die Szenarien hängen davon ab, wie und wo sich die Schweinegrippe ausbreitet», sagt Naef. Wenn der Bund beschliesse, landesweit Schulen zu schliessen und den öffentlichen Verkehr einzustellen, dann stellten sich für die Migros andere Fragen, als wenn der Verlauf der Grippewelle regional begrenzt sei.

Im Notfall müsse jede Migros-Genossenschaft den Umständen entsprechend handeln: Zum Beispiel entscheiden, ob grosse Einkaufszentren wie das Berner Westside geschlossen oder ob der Verkauf aufgrund von Personalmangel genau da konzentriert werden müsse.

Was es unbedingt braucht, wird da sein

Nicht nur die Verkaufsstellen seien vorbereitet, sondern auch die Zulieferbetriebe. «Das Notsortiment, das bereitgestellt werden muss, ist bestimmt», sagt Naef.

Zum Notvorrat in Krisenzeiten zählt das Bundesamt für wirtschaftliche Landesversorgung einerseits Bestände von Teigwaren oder Reis, Öl und Zucker. Und zusätzlich geht es um den Ergänzungsvorrat. Dieser enthält beispielsweise Fleisch-, Fisch-, Frucht- und Gemüsekonserven, Knäckebrot, Schokolade, Beutelsuppen, Tee oder Kaffee, wie es auf der Internetseite heisst.

Keine Grittibänzen

Schlägt die Schweinegrippe voll zu, wird es bei gewissen Produkten zu Engpässen kommen. Beispielsweise bei Spezialbroten. So ist es im Hinblick auf den Zeitpunkt der Grippewelle bei der Migros möglich, dass sie keine «Grittibänzen» anbieten kann.

Diese werden für die Migros von einer einzigen Bäckerei hergestellt. «Ist dieser Betrieb stark von der Grippe betroffen, gibt es keine Grittibänzen», erklärt Naef.

Was aber bestimmt nicht ausgehen werde, seien Butter und Äpfel und alles Lagerbare. Er gibt jedoch auch zu bedenken, dass die Grippe nicht nur Mitarbeitende betreffen kann, sondern auch Kunden. «Wir werden also auch weniger Leute in den Läden haben.» (sam/sda)

Erstellt: 17.07.2009, 14:29 Uhr

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49 Kommentare

Margo Schwarz

17.07.2009, 13:54 Uhr
Melden

Kauft sofort alle Pharma Aktien und legt euch sofort ins Bett ,nach der Seuche seit Ihr Tot oder Reich. Antworten


Hans Sauber

17.07.2009, 13:56 Uhr
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Die Grippe könnte durchaus etwas Positives haben : dass mehr auf Hygiene geachtet wird. Die Selbstabpackerei von Früchten ist mir schon lange ein Dorn im Auge Antworten



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