Ambulante Behandlungen lassen Gesundheitskosten explodieren
Aktualisiert am 09.11.2010 22 Kommentare
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Die Gesundheitskosten sind 2008 stärker gewachsen als in den Vorjahren. In fast allen Leistungskategorien wurde mehr Geld ausgegeben. Gemessen am Bruttoinlandprodukt liegt die Schweiz unter den OECD-Ländern punkto Gesundheitsausgaben weiterhin an dritter Stelle.
Wie das Bundesamt für Statistik (BFS) am Dienstag mitteilte, wuchsen die Gesundheitskosten 2007 auf 2008 von 55,2 auf 58,5 Milliarden Franken, also um 5,9 Prozent. In den Jahren 2003 bis 2008 waren die Kosten im Schnitt um 3,5 Prozent gewachsen.
Am stärksten ins Gewicht fielen 2008 die Steigerungen der Ausgaben bei der ambulanten Behandlung in Spitälern (plus 12,4 Prozent). Die Kosten für die Behandlung durch die Ärzte, für die stationäre Akutbehandlung in Spitälern und für die Langzeitpflege in Heimen wuchsen um jeweils 5 bis 5,6 Prozent.
Nur USA und Frankreich wenden mehr auf
Der Anteil der Gesundheitskosten am Bruttoinlandprodukt lag 2008 bei 10,7 Prozent. Er hat sich in den letzten Jahren nur wenig verändert - dies vor allem dank dem - damals - hohen Wirtschaftswachstum.
Im OECD-Raum bleibt die Schweiz in der Gruppe der Länder mit den höchsten Gesundheitsausgaben: Nur die USA mit einem BIP-Anteil von 16 Prozent und Frankreich mit einem solchen von 11,2 Prozent wendeten mehr Ressourcen für ihr Gesundheitssystem auf. Knapp hinter der Schweiz liegen Deutschland und Österreich.
Zwei Drittel der Gesundheitsausgaben wurden wie schon in den Vorjahren durch die Grundversicherung und die privaten Haushalte getragen. Der Anteil des Staates stieg von 16,2 auf 18,3 Prozent. Der Finanzierungsanteil von AHV/IV sank dagegen - von 4,4 auf 3 Prozent.
632 Franken pro Monat
Für jede in der Schweiz wohnhafte Person wurden im Gesundheitswesen 2008 im Schnitt 7589 Franken ausgegeben (2008: 7247), pro Monat also 632 Franken. Davon wurden 222 Franken pro Person durch die Leistungen der obligatorischen Krankenversicherung gedeckt.
193 Franken mussten die Haushalte - neben den Versicherungsprämien- zahlen, 115 Franken trug der Staat bei. Der Rest entfiel auf Zusatz- und andere Versicherungen sowie Stiftungen. (mrs/sda)
Erstellt: 09.11.2010, 10:46 Uhr
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Wer einmal den Wohnort gewechselt hat, weiss, wie schwierig es ist, einen neuen Hausarzt/Zahnarzt zu finden, der noch neue Patienten aufnimmt. Oder welcher Hausarzt ist z.Bsp. bereit, mich ggf. am Wochenende oder während der Nacht als Notfall aufzunehmen und zu behandeln? Aus diesen Gründen wundert es mich nicht, dass immer mehr Leute die Notfallstation direkt aufsuchen. Antworten
Wegen einer Lappalie den Notfall aufzusuchen ist sowie als würde man sich an ein 70 fränkiges "Buffet à discretion" setzen nur um ein Glas Wasser und Stück Brot zu knabbern. Mit dem eigenen Geld würde das niemand machen, aber mit dem Geld der Krankenkasse, sprich aller Beitragszahler hingegen schon. Dieser Unfug muss gestoppt werden, das Geld wird woanders dringender gebraucht. Antworten
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