Ansturm auf das Sozialamt: 75'000 neue Fälle
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Zur Bewältigung der Sozialfälle braucht es 500 bis 700 neue Mitarbeiter. Diese wiederum kosten 70 bis 100 Millionen Franken. «Dieses Geld werden die Gemeinden trotz der Krise auftreiben müssen», sagt Walter Schmid, Präsident der Schweizerischen Konferenz für Sozialhilfe (Skos), in einem Interview mit der «SonntagsZeitung».
Bis vor kurzem sei er noch von 50'000 zusätzlichen Sozialhilfeanträgen ausgegangen und müsse diese Zahl nun nach oben korrigieren. Betroffen seien neben schlecht Qualifizierten auch viele Selbstständigerwerbende und Geschäftsführer von kleinen Firmen, so genannte Ich-AGs.
Komplizierte Abwicklung
Schmid weist darauf hin, dass die Abwicklung vieler Fälle kompliziert werde. Betriebsrechnungen von Geschäftsleuten könnten nicht einfach von Sozialarbeitern überprüft werden. Dazu brauche es Fachleute, und diese koste ebenfalls wieder viel Geld.
Angesichts der zunehmenden Belastung der Sozialämter steigt laut Schmid auch die Missbrauchsgefahr. Wer den Sozialhilfen die nötigen Ressourcen verweigere, dürfe sich nicht wundern, wenn es zu Missbrauch komme. (bru/sda)
Erstellt: 12.04.2009, 16:20 Uhr
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