Arbeitslos? Je länger, desto ärmer

Bei längerer Arbeitslosigkeit sollen künftig die Taggelder gekürzt werden. Der Nationalrat verschärfte die Regelungen auch in anderen Punkten massiv.

Der Druck wird grösser: Im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV in Sargans, St. Gallen.

Der Druck wird grösser: Im Regionalen Arbeitsvermittlungszentrum RAV in Sargans, St. Gallen.
Bild: Keystone

Die grosse Kammer hat sich am Mittwoch mit 93 zu 88 Stimmen für diese Regelung ausgesprochen – und geht damit bei den Leistungskürzungen weiter als der Ständerat. Nach dem Willen des Nationalrats soll die Höhe der Taggelder nach einer Bezugsdauer von 260 Tagen um 5 Prozent sinken. Eine Kürzung um weitere 5 Prozent ist nach dem Bezug von 330 Taggeldern vorgesehen. Der Antrag war von FDP- und SVP-Vertretern eingebracht worden.

Die Linke wehrte sich vergeblich dagegen. «Dahinter steckt das Denken, dass die Arbeitslosen selber schuld sind», sagte Paul Rechsteiner (SP/SG). Dies entspreche nicht der Realität. Die Kürzung der Taggelder widerspreche zudem der Zielsetzung des Gesetzes. Es könne nicht dessen Sinn sein, die Arbeitslosen in Richtung Existenzminimum und Sozialhilfe zu drängen.

Appell von Leuthard verhallte

Auch Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard sprach sich gegen diese Verschärfung aus. Sie warnte davor, die Sozialhilfe und damit die Kantone zu belasten. «Bitte bleiben sie bei dem, was wir haben», sagte Leuthard.

Die Zahlungsfristen verlängert

Zudem müssen Arbeitslose bald länger auf die Auszahlung des ersten Geldes warten – je nach ihrem Einkommen. Der Nationalrat ist dem Ständerat gefolgt und hat der neuen Regelung mit 116 zu 69 Stimmen zugestimmt. Betroffen sind Personen ohne Unterhaltspflichten mit mittlerem oder höherem Einkommen.

Bei einem versicherten Verdienst zwischen 60'000 und 90'000 Franken beträgt die Frist 10 Tage, bei einem Verdienst zwischen 90'000 und 125'000 15 Tage und bei einem Verdienst über 125'000 Tagen 20 Tage. Heute beträgt die Wartezeit unabhängig vom Einkommen fünf Tage.

Die Linke hatte sich vehement gegen die abgestufte Wartezeit gewehrt. «So können wir die Arbeitslosenversicherung nicht kaputt machen», sagte Susanne Leutenegger Oberholzer (BL/SP). Betroffen wäre die Mehrheit der Arbeitslosen. «Nicht alle, die arbeitslos werden, sind wohlhabende Banker», gab sie zu bedenken.

Weiteren Verschärfungen zugestimmt

Zugestimmt hat der Rat auch einem Minderheitsantrag von rechter Seite. Demnach haben Personen, die während mehr als 12 Monaten nicht in die Arbeitslosenversicherung einbezahlt haben, während mindestens 260 Tagen keinen Anspruch auf Arbeitslosenentschädigung. Davon sind zum Beispiel Menschen betroffen, die eine Weiterbildung absolvieren. Der Nationalrat geht damit bei den Verschärfungen für Arbeitslose weiter als der Ständerat.

Keine Ausnahmen für junge Mütter

Nichts wissen wollte die Mehrheit von Ausnahmen bei den Pflichten der Arbeitslosen. SP und Grüne hatten verlangt, dass sich Mütter frühstens 14 Wochen nach der Geburt um Arbeit bemühen müssen. Für Arbeitnehmende über 60 wollten sie die Pflicht zur Stellensuche reduzieren. Diese hätten kaum eine Chance auf dem Arbeitsmarkt, sagte Susanne Leutenegger Oberholzer (SP/BL).

Volkswirtschaftsministerin Doris Leuthard sprach sich jedoch gegen diese Ausnahmen aus. Was die Mütter betreffe, werde bereits heute Rücksicht genommen. Sie müssten nicht unmittelbar nach der Geburt Arbeit suchen. Mütter während der ganzen 14 Wochen von der Pflicht zu befreien, wäre nicht sinnvoll. Auch bei den über 60-Jährigen sei eine Sonderregelung nicht angezeigt.

Der Nationalrat hatte die Beratungen zur Revision des Arbeitslosenversicherungsgesetzes am Dienstag aufgenommen. Am Mittwoch setzte er sie fort. (raa/sda)

Erstellt: 09.12.2009, 10:25 Uhr

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42 KOMMENTARE

Kurt Häfliger

05.01.2010, 18:47 Uhr

Eine Frechheit was da beschlossen wird! Über CHF 126000.- werden KEINE ALV Abzüge mehr erhoben!?-also genau bei den Politikern! Die Entsolidarisierung ist widerlich. Wann erhebt sich der Mittelstand? Die Armut wird verwaltet und ohne neue Stellen, kein Sinken der Arbeitslosigkeit. Investieren in Bildung schafft nicht automatisch Mehrwert. An Demut und Verzicht führt kein Weg vorbei!


Fred Depuyd

15.12.2009, 11:10 Uhr

@Klingler, stimmt nicht ganz was sie da schreiben. Wenn ich 4 Jahre im EG Raum einbezahlt habe und EINEN TAG in der Schweiz, hab ich recht auf ALV in der Schweiz. So kann die Rechnung nie aufgehen. Da muss der Schweiz das Geld ausgehen.


bruno seiler

10.12.2009, 01:24 Uhr

diese beschluesse sind alles andere als sozial !!! ein rat fuer die zukunft . ein guten zeite, sind abgaben fuer sozialleistungen erheblich zu erhoehen, ebenso die steuern, damit einerseits genug geld in der kasse ist !!! in schlechten zeiten koennte man ev. fuer geringverdiener die saetze herunterfahren !!! GUT WAERE AUCH EINE STAFFELUNG DER BEITRAEGE NACH EINKOMMENS HOEHEN !!!


alfred bleuler

09.12.2009, 22:44 Uhr

ich bin sicher, dass viele der arbeitslosen mit einer entsprehenden aus- weiterbidung höher qualifizierte arbeiten verrichten könnten. -- doch statt in diese leute zu investieren werden sie entlassen und billigere arbeitskräfte importiert. ich habe nichts gegen ausländische arbeitskräfte oder das freizügigkeitsabkommen, sondern gegen die allzu profitgierigen unternehmer im national- und ständerat


Daniel Martel

09.12.2009, 22:16 Uhr

Der Solidaritätsgedanke wird gezielt kaputt gemacht. Die meisten Arbeitslosen sind Opfer des Urständ feiernden Profitdenkens!! Hier mein Ratschlag: Wer es kann, soll in ein Land mir mehr Chancen auswandern. Herzblut für dieses hier lohnt sich definitiv nicht mehr.


Karl Klingler

09.12.2009, 22:03 Uhr

Wenn ich nicht irre, wurde die Krise und damit die hohe Arbeitslosigkeit durch die raffgierigen Boni-Banker verursacht... - Und übrigens ist die ALV eine VERSICHERUNG - jeder der Arbeitslosengeld bezieht hat vorher für diese Versicherung PRÄMIEN bezahlt und somit - egal ob CH oder Ausländer - Recht auf dieses Geld.


Liliane Jost

09.12.2009, 20:53 Uhr

Zuerst lassen sie Flüchtlinge aller Nationen rein, dann kommt die Freizügigkeit mit qualifizierten Arbeitskräften und dann kürzen sie bei Arbeitslosigkeit die Leistungen der arbeitenden schweiz. Bevölkerung. Bin über 50 J. und bewerbe mich intensiv mit 3 Ausbildungen über 4 Jahre, vergebens. Dann wundert man sich wenn die Bevölkerung langsam genug hat von multikulti.


Patrik Noseda

09.12.2009, 20:46 Uhr

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung! Wie oft hab ich in meinem Umfeld gehört: "Ich hab jetzt genug in die ALV einbezahlt, nun mach ich ein paar Monate blau und auf arbeitslos." Und interessanterweise fanden alle "Langzeitarbeitslosen" in meinem Umfeld gegen Ende der ALV-Bezugsdauer "plötzlich zufällig" wieder eine (meist gute Stelle). Besonders ärgerlich wenn ich mal wieder Übrzeit arbeit


Claudio Zanetti

09.12.2009, 20:18 Uhr

Je länger arbeitslos, desto ärmer? Verrückt! Das müsste doch genau umgekehrt sein.


Walter Kunz

09.12.2009, 19:46 Uhr

Ist ein solcher Übertitel für uns Schweizer noch zu wenig Anlass um darüber wenigstens ernsthaft zu diskutieren, bei den Parteien mit sanftem Druck zu fordern, sie mögen doch auch mit diesem für viel Bürger, bedrückenden Problem bitte intensiver befassen. Für ein erfreuliches Ergebniss braucht es nicht, wie kürzlich, unbedingt Demonstrationen, Manwachen und Proteste. Da Unproduktiv


Beat Haueter

09.12.2009, 19:25 Uhr

Sind wir doch ehrlich, wer erinnert sich den vor den Wahlen, was genau diese Politiker mit uns machen! Es wird immer wieder Honig ums Maul geschmiert und tolle Versprechen abgegeben! Darauf fallen die meisten herein. Schreib jetzt auf und nehmt den Zettel zur Hand bei den kommenden Wahlen! Die Regierung müsste ja sowieso antizyklisch Vorgehen, macht sie das? NEIN, darum diese Feurwehrübungen.....


Beat Haueter

09.12.2009, 19:22 Uhr

Ja das wollen die Politiker, dass sich die Bürger und Bürgerinnen gegenseitig fertig machen! Hört doch damit auf! Wir haben jetzt die Möglichkeit das Referendum zu erlangen und da kräftog mitzumachen beim Stimmen sammeln und bei der Abstimmung alle Bürger und Bürgerinnen motivieren an dieser Abstimmung auch teilzunehmen und an die Urne zu gehen.


majo naef

09.12.2009, 18:37 Uhr

Die Schweiz ist beliebt bei reichen Einwanderer und Firmen. Die ganze Welt hat Geld auf unseren Banken weil es in der Schweiz so ruhig und sicher ist. Stabil nennt man das glaube ich. Frag mich nur wie lange noch. Dann ist es aus mit dem Frieden. Dann verschwinden die Reichen, Firmen und die Bankkonten. Die Bänker bekommen mehr Lohn und die Opfer sollen den Salat ausbaden. Na dann Prost!


Hans Müller

09.12.2009, 16:31 Uhr

@Sibylle Wyss:Sie bringen es auf den Punkt, aber leider wollen dies viele noch nicht wahrhaben..@Anna Schweizer: Sie haben ( noch ) nichts verstanden, oder wollen es nicht verstehen.. Ist ja egal, es könnte ja sein, dass auch Sie plötzlich Ihre Stelle an einen Einwanderer verlieren, der billiger arbeitet als Sie.. Aber laut Ihnen gibt es dies ja nicht, und somit auch keine Probleme...Dann Bravo..


Hans Demut

09.12.2009, 14:59 Uhr

Wieso ziehen denn nicht endlich alle Schweizer aus? Alle raus aus der Schweiz. Macht doch endlich den Leuten Platz die für weniger Geld arbeiten gehen. Oder wie bitte...? Nur rumstänkern ändert auch nix. Ich finde das Volk sollte sich für's Volk stark machen. Die Politiker haben ihren Job nicht mehr im Griff.


Maja Meininger

09.12.2009, 14:53 Uhr

Gegen die Boni wird nix unternommen aber einem armen Familienvater oder Mutter vielleicht auch noch alleinerziehend wird das Leben zur Hölle gemacht. Die Reichen der Schweiz sollten prozentual einfach mehr einzahlen und überhaupt sollte ein Gleichgewicht hergestellt werden. Firmen sollten sich für INLÄNDER stark machen und überhaupt sollten die Menschen menschlicher werden!!


Ruthild Auf der Maur

09.12.2009, 14:46 Uhr

@Anna Schweizer: Es ist richtig, es sind nicht die Einwanderer. Die weichen nur der Arbeitslosigkeit in ihrem eigenen Land aus. Damit importieren wir aber gleichzeitig Arbeitslosigkeit. Von daher auch der Zorn. Darf man nicht verübeln. Man muss erst selbst in eine hoffnungslose Lage geraten, um zu verstehen. Und das sind Sie anscheinend (noch) nicht.


Anna Schweizer

09.12.2009, 12:50 Uhr

@marc gibler - für die ungebremste Einwanderung müssen wir nicht büssen. Oder sind die Einwanderer schuld an der Krise? Schon mal überlegt, dass Einwanderer hier auch Konsumenten sind und auch Miete, Steuern, Krankenkassengelder, AHV, ALV etcetc berappen!? Löst diese Sündenbocktheorie, die erst noch nicht zu Ende gedacht ist, irgendwelche Probleme!?


Sibylle Weiss

09.12.2009, 12:41 Uhr

Leute,was regt Ihr Euch denn auf.Hauptsache ist doch,dass die Zugewanderten ein sicheres EInkommen haben;der Rest soll doch schauen wo er bleibt.So sieht es doch aus.Und dennoch gibt es Leute,die gegen die SVP wettern,was je länger denn mehr ungerechtfertigt ist,wie man sieht!Selbst wenn die CH brennt,gibt es noch Schönschwätzer,welche die PFZ hochjubeln werden u.den Untergand der CH beschwören!


Marco Christen

09.12.2009, 12:27 Uhr

Die Logik der einen folgend, müssten seit bestehen der Personenfreizügigkeit die Einwanderer an der realtiv hohen Arbeitslosigkeit schuld sein, weil gerade sie, die hiesigen Kräfte verdrängen. Wenn dem so ist, dann sicherlich deshalb, weil die vielen Deutschen an den unzähligen Tankstellenshops besser qualifiziert sind, oder weil die Löhne so tief sind. Der Markt folgt hier den tieferen Löhnen!


Kurt Zoller

09.12.2009, 12:20 Uhr

Werden sich die Arbeitslosen einmal wehren können? Sie haben kein Geld, sind ab nächstem Jahr biometrisch erfasst und werden von ALV und RAV nur noch im System verwaltet. Sind wir da noch weit von der Sklaverei entfernt? Das Parlament leistet sich eine Lohnerhöhung und die Chefs spielen sich Jahr für Jahr noch sattere Gewinne zu. Bildung wird immer teurer oder abgeschafft. Das nenn ich Politik!!


Marc Bourgeois

09.12.2009, 12:06 Uhr

Arbeitssam? Je länger, desto ärmer. Dank ständig steigender Sozialabgaben. @ Christian Maurer: Wenn einer vorher 4000.- ALV und neu 6600.- ALV bezahlt, ist das in Ihrer linken Logik "Entsolidarisierung"? Dann sprechen Sie wohl auch von "den Staat totsparen", wenn er Jahr für Jahr mehr ausgibt. Stimmts?


Paul Seewer

09.12.2009, 11:59 Uhr

@Urs Berger: Das Taggeld im ersten Monat wird halbiert. Bei 60'000 Jahreslohn gibts im ersten Monat einfach nur 2'000.- brutto, aber nur, wenn Kinder da sind. Sonst gibts nur 1'750.- brutto. Pech, wer da nichts gespart hat. Oder anders: Erst entlassen, dann verarscht.


Gianin May

09.12.2009, 11:57 Uhr

Ja macht das doch, dann sind in 2 Jahren 80% aller Arbeitslosen im Armenhaus. Und die neuen Ideen mit 1% Solidarität für gut verdienende ab 125'000 schliesst gleich den ganzen Mittelstand mit ein, nicht einfach die gut bis sehr gut verdienenden. Also mal wieder ein Berner Polit Sch.... idee.


Otto Frey

09.12.2009, 11:41 Uhr

Aus den gesetzlichen Bestimmungen über die ALV: "Bis zur Grenze von 126 000 Franken Jahreslohn macht der Beitrag an die ALV 2% des Jahreslohnes oder höchstens 2520 Franken aus. Keine Beiträge werden erhoben auf Lohnteilen über 126 000 Franken.!!!" Warum wird nicht diskutiert, ob auch die Lohnbestandteile über 126 KCHF ALV pflichtig sind? Vertragen würden es solche Hochlohnempfanger allemal!!


Rainer Thomann

09.12.2009, 11:40 Uhr

Unglaublich! Unveränderte Pflicht zur Stellensuche für über 60jährige Arbeitslose. Wenn es nach dem Willen der Bürgerlichen geht, künftig gar bis Alter 67! Spätestens ab 50 sind Stellensuche kaum mehr gefragt und müssen sich durch dauernde Absagen erniedrigen lassen. Darum: Der Kampf gegen die Arbeitslosigkeit beginnt im Betrieb! Wehrt euch, solange ihr zusammen seid und gemeinsam kämpfen könnt!


Barbara Levine

09.12.2009, 11:36 Uhr

Ich finde, wenn das Parlament schon solche Entscheide fällt, sollte es auch selber einen aktiven Beitrag leisten. z.B. Sitzungsgelder etc dürfen nicht erhöht werden und ab 2010 wird das 1. Klass GA in ein 2. Klass GA umgewandelt. Im Weiteren besteht auch noch ein Handlungsbedarf mit arbeitslosen Ausländern welche nur 12 Monate in der Schweiz sind, wie wäre es damit?


Wilko Büttner

09.12.2009, 11:35 Uhr

Die UBS angestellten haben 1.2 % mehr Lohn für 2010 und sicher auch gutes Potenzial für die 1 % Solidaritätszuschlag bei der ALV.


Thomas Meyer

09.12.2009, 11:26 Uhr

Dies – der Artikel wie auch die Kommentare – sind alles Argumente für das Grundeinkommen. Man bedenke, dass 80% der Kosten für das Sozialwesen bei dessen Verwaltung verlorengehen. Das aktuelle System wird über kurz oder lang kollabieren. Man wird in 50, 60 Jahren zurückblicken und sich fragen, wie es sich so lange hatte halten können.


Christian Maurer

09.12.2009, 11:20 Uhr

Die Entsolidarisierung in unserer Gesellschaft soll also ungebremst weiter gehen. Ganz offensichtlich fehlt den meisten Parlamentariern das Verständnis für die grossen Probleme, die oftmals mit Arbeitslosigkeit einhergehen. Es muss endlich in die Köpfe, dass Arbeitslose im Normalfall Opfer von wirtschaftlichen Entwicklungen sind, die sie selber nicht kontrollieren können! Fazit: REFERENDUM!!!


Eugen Boller

09.12.2009, 11:19 Uhr

Wie lange es wohl noch braucht, bis wir verstehen, dass das Einkommen durch Arbeit ein Auslaufmodell ist und deshalb die Diskussion längst in neue Bahnen gelenkt werden sollte? Über kurz oder lang werden wir einsehen, wie das bestehende nur noch der Trennung von Kapital und Armut dienen soll. Es braucht definitiv ein neues Modell, sonst werden die der unteren Schichten zum Humankapital, Sklaven!


Heinz Martin

09.12.2009, 11:10 Uhr

Und da wundert man sich, wenn es Aufstände gibt? Ich bin SVP-Wähler, aber dafür schäme ich mich--das sind keine Beträge und Massnahmen, welche die ALV sichern. Und wenn ich arbeitslos werde soll ich selber schuld sein? Alle NR,welche für die Kürzungen gestimmt haben sind mit Sicherheit schlechte Chefs! Ihr seid kalt und herzlos!


Reto König

09.12.2009, 11:09 Uhr

Zum Glück wird das Referendum ergriffen! Ich fühle mich an die AHV "Revision" erinnert. Da hat die bürgerliche Mehrheit das Fuder damals so stark überladen, dass die Vorlage in der Abstimmung 2004 keine Chance hatte. Genau so wird's nun mit der ALV kommen. Dann wird halt der BR seine Kompetenz zum Anheben der Beiträge einsetzen müssen. Nur: wieso sind die Typen überhaupt darauf eingetreten?


Peter Halbluetzel

09.12.2009, 10:58 Uhr

Ja, ein Teil dieser Massnahmen verdanken wir schon der aktuellen Wirtschaftskrise. Hauptsächlich handelt es sich aber um den Rechnungsbeleg für die Personenfreizügigkeit. Davon hatten die Gegner damals gewarnt! Einwanderung auf Kosten des Sozialabbaus und das Unfassbare: die Linken machten damals brav mit, man ist so nett zur heilsbringenden EU, heute kämpfen sie vergebens gegen diese Kürzungen.


Jacques Schmid

09.12.2009, 10:49 Uhr

Mitten in der schlimmsten Krise die Spielregeln zu ändern finde ich so ziemlich unfair für alle Betroffenen. Vor allem weil jetzt für alle klar sein sollte, dass niemand absichtlich seinen Job verliert. Unfair finde ich auch, dass Ausländer die neu in der CH eine Stelle annehmen, sofort Geld im RAV bekommen. Hier gibt es noch grossen Handlungsbedarf.


Tom Müller

09.12.2009, 10:42 Uhr

Ich habe schon oft in meinem Umfeld gehört: "Ach, dann bin ich halt ein Weilchen arbeitslos, das ist ja fast wie bezahlte Ferien." Ich finde es daher gut, dass Anreize geschaffen werden um möglichst schnell wieder einen Job zu haben. Schlecht ist, dass die Jungen wiedermal benachteiligt. Kennt man ja schon von AHV, Pensionskasse etc.


Franz Klammer

09.12.2009, 10:39 Uhr

Tja und jetzt ist es soweit. Wer keine Arbeit hat ist selbstschuld? Ist auch logisch wenn er auf die Strasse gestellt wird weil sein Manager auf kein Boni verzichten möchte. An alle Politker die hier mitlesen: Wer eine 2 Klassengesellschaft sät, darf sich nicht wundern wenn er Aufstände erntet. Noch sind wie hier nicht sowiet. Aber die Arbeitnehmer werden nicht immer kuschen.


Urs Berger

09.12.2009, 10:36 Uhr

Der Nationalrat und die Bürgerlichen machen es sich sehr einfach. Ich soll auch noch länger auf mein Taggeld warten, wenn ich mehr als 60K habe? Das ist ja wirklich typisch. Damit werden ca CHF 1500.-- auf dem Buckel der Arbeitslosen gespaart. Aber sich selber die Sitzungs- und Fraktionsgelder erhöhen in einer Zeit in der gespaart werden müsste. Linke Politiker ergreift sofort das Referendum!


Stefan Lehmann

09.12.2009, 10:31 Uhr

Sehr interessant was unsere Politiker da alles beschliessen. Sie haben ja kaum bedenken jeAarbeitslos zu werden, deshalb kann es ihnen ja egal sein. Oder haben sie schon einen Arbeitslosen Politiker gesehen?


Joachim Schippers

09.12.2009, 10:25 Uhr

Wäre es nicht sinnvoll die ALV mit einer privaten Vorsorge analog der 3. Säule auszustatten? Privates Vorsorgesparen für schlechte Zeiten. Die Einlagen sind abzugsfähig in der Steuererklärung und können für Weiterbildung, Überbrückung ins Rentenalter, Eigenheimerwerb verwendet werden. Bei Arbeitslosigkeit wird zuerst auf den 4. Säule und anschliessend die ALV verwendet.


Nino Derossa

09.12.2009, 10:24 Uhr

Liebe Politiker, quält nur weiter die Arbeitslosen und drängt die Ausgesteuerten nur noch mehr ins gesellschaftliche Aus. Entledigt euch der Verantwortung eurer Mitmenschen und strebt nur noch nach eurem eigenen Gewinn. Wenns gut kommt werdet ihr mal ernten, was ihr gesät habt. Statt zu diskutieren sollte man sich eher überlegen, das Übel zu lösen, als Symtome zu bekämpfen.


Marc Gibler

09.12.2009, 10:22 Uhr

jetzt müssen wir jund und alt für die ungebremste Einwanderung büssen... Super!



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