«Arena»-Muslimin traf ihre Eltern
Von Lucia Probst. Aktualisiert am 05.05.2010 12 Kommentare
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«Das Treffen fand statt», bestätigt der Könizer Gemeinderat Ueli Studer (SVP). Die 17-jährige Kurdin F.U.* und ihre Eltern sind im Beisein einer Delegation der Vormundschaftsbehörde zusammengekommen. «Das war allerdings bereits Ende letzter Woche», sagt Studer. Ursprünglich war das Treffen für gestern angekündigt.
Was dabei herausgekommen ist und ob Massnahmen ergriffen wurden, bleibt offen. «Ich kann mich dazu nicht äussern», sagt Studer. Das falle unter seine amtliche Schweigepflicht. Auch seine politische Meinung zum Islam oder zum Islamischen Zentralrat sei in dieser Angelegenheit sekundär, gibt Studer zu bedenken. «Ich habe mich als Vormundschaftspräsident an die Gesetze zu halten.» Ein Kindschutzverfahren sei am Laufen. «Und wenn es darum geht, Kinder zu schützen, hat das für mich sehr hohe Priorität.» Man bleibe mit den Eltern und der 17-Jährigen konstant in Kontakt. Auch F.U. selbst will sich nicht mehr zu ihrer Situation äussern. «Ich gebe keine Auskunft mehr», sagte sie gestern nur.
Durch «Arena» bekannt
Mit Umhang und Kopftuch verschleiert, war F.U. vor zwei Wochen in der Fernsehsendung «Arena» zu Gast und wurde durch ein Statement zu ihrer Ganzkörperverhüllung in der Folge schweizweit bekannt. Seit Ende März hält sich F.U. an einem geheimen Ort in Bern vor ihren Eltern versteckt. Sie sagt, diese hätten sie mit dem Tod bedroht, weil sie als Alewitin zum sunnitischen Islam konvertiert sei. Die Eltern ihrerseits fürchten um ihre Tochter, weil sich diese in den engsten Kreisen des Zentralrats bewegt und sich mit dessen Generalsekretär Naim Cherni nach islamischem Ritus verheiratet hat.
*Name der Redaktion bekannt. (Berner Zeitung)
Erstellt: 05.05.2010, 11:24 Uhr
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