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Asylgesuche aus Mazedonien steigen massiv an

Die Aufhebung der Visumspflicht für Mazedonier hinterlässt deutliche Spuren in der Schweizer Asylstatistik.

Im Februar dieses Jahres stellten 166 Menschen aus Mazedonien in der Schweiz ein Asylgesuch, wie der im Internet veröffentlichten Statistik des Bundesamts für Migration zu entnehmen ist. Innerhalb eines Monats wurden damit fast drei Mal so viele Asylanträge aus Mazedonien eingereicht wie im ganzen letzten Jahr (62). Im Vergleich zum Januar (19) hat sich die Zahl der Asylgesuche aus Mazedonien verneunfacht. Staatsangehörige aus Mazedonien, Montenegro und Serbien dürfen seit dem vergangenen 19. Dezember ohne Visum nach Westeuropa reisen.

Insgesamt wurden im Februar 1176 neue Asylgesuche gestellt. Das sind 28 Anträge oder 2,3 Prozent weniger als im Januar. Hinter Mazedonien figuriert Eritrea mit 119 Anträgen an zweiter Stelle. Aus Nigeria wurden noch 89 Anträge gestellt, verglichen mit 150 in Januar. Die Gesuche aus Sri Lanka haben sich gegenüber dem Vormonat fast halbiert, auf noch 58. 405 Menschen erhielten im Februar Asyl; die Anerkennungsquote hat sich damit von 16,7 im Januar auf 24,0 Prozent im Berichtsmonat erhöht. Ende Februar befanden sich noch 39.494 Menschen im Asylprozess - rund 500 weniger als im Januar. (sam/ddp)

Erstellt: 05.03.2010, 09:00 Uhr

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