Auch Christoph Blocher geht

Einen Tag nach Toni Brunner gibt auch Christoph Blocher seinen Rücktritt bekannt. Er gehöre zum alten Eisen, sagt der SVP-Vizepräsident.

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Gestern gab SVP-Parteipräsident Toni Brunner bekannt, im April nicht mehr anzutreten und das Präsidium aufzugeben. Doch noch ein zweiter prominenter Abgang wurde am Rande der alljährlichen Bad-Horn-Tagung der Volkspartei bekannt: Christoph Blocher erklärte gegenüber «SonntagsBlick»: «Ab April werde ich nicht mehr Vizepräsident der SVP sein.» Damit gibt der SVP-Doyen seine letzte politische Funktion auf. Bereits 2014 verabschiedete sich der Alt-Bundesrat aus dem Nationalrat. «Ich gehöre zum alten Eisen», sagt Blocher zu «SonntagsBlick».

Mit dem Abgang der Beiden geht eine Ära zu Ende. Der 41-jährige Brunner trat 2008 an die Spitze der SVP Schweiz und gilt seit jeher als Ziehsohn des 75-jährigen Blocher. Als SVP-Duo haben sie die Partei jahrelang geführt und ihr zuletzt zu mehr Wähleranteil und einem zweiten Bundesrat, Guy Parmelin, verholfen. Nun machen sie den Weg für eine neue Generation frei. «Die Partei braucht künftig Vizepräsidenten, die richtig chrampfen und Dossiers übernehmen», sagt Blocher zu «Sonntagblick».

Christoph Blocher aus Herrliberg, Zürich, und Toni Brunner aus Ebnat-Kappel, St. Gallen – zwei Männer, die in der Schweiz stets laut Politik gemacht haben. Die gegenseitige Loyalität zwischen den Beiden kannte und kennt keine Grenzen, denn nun verlassen sie im April gemeinsam die Parteispitze. (afo)

(Erstellt: 10.01.2016, 06:01 Uhr)

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