«Ausländerinnen haben oft nur die Wahl zwischen Ausweisung und Prügel»

Aktualisiert am 06.06.2011 22 Kommentare

Migrantinnen sind häuslicher Gewalt in der Schweiz häufig schutzlos ausgeliefert: Zu diesem Schluss kommt die Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht in einem heute veröffentlichten Bericht.

«Ihr Aufenthaltsstatus ist an den Status des Mannes gebunden»: Claudia Hauser von der Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein über Migrantinnen.

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Es bestehen grosse Lücken beim Schutz gewaltbetroffener Migrantinnen – sowohl auf gesetzlicher Ebene, wie auch bei der Umsetzung der Bestimmung durch kantonale Behörden. Dieses Fazit zieht die Schweizerische Beobachtungsstelle für Asyl- und Ausländerrecht (SBAA) in ihrem Bericht «Häusliche Gewalt und Migrantinnen».

Der heute in Bern vorgestellte Bericht zeigt anhand von sieben Einzelfällen auf, mit welchen Schwierigkeiten Migrantinnen, die sich aus einer gewaltsamen Ehe lösen möchten, konfrontiert sind. Das Beweisen häuslicher Gewalt stelle für viele Migrantinnen eine nahezu unüberwindbare Hürde dar, führte Claudia Dubacher, Geschäftsleiterin SBAA, gemäss Communiqué aus. Die aktuellen ausländerrechtlichen Bestimmungen würden Opfer häuslicher Gewalt häufig in die Arme des gewalttätigen Mannes zurück treiben.

Diese Annahme bestätigen Expertinnen wie Claudia Hauser von der Dachorganisation der Frauenhäuser Schweiz und Liechtenstein (DAO): «Wir erleben oft, dass Frauen bei ihrem gewalttätigen Ehemann ausharren, um nicht in ihr Herkunftsland zurück zu müssen.» Die Fachfrauen stellten zudem fest, dass Migrantinnen meist ungenügend über ihre Rechte und Hilfsangebote informiert sind. «Die aktuellen Gesetze greifen zu wenig, um Migrantinnen, die von häuslicher Gewalt betroffen sind, wirksam zu schützen», so das Fazit. (ssc/sda)

Erstellt: 06.06.2011, 16:41 Uhr

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22 Kommentare

Martin Bucher

06.06.2011, 18:36 Uhr
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Man müsste halt die Sippenhaft einführen, prügelt ein Ehemann seine Frau wird er und seine Familie d.h Bruder, Onkel, Vater etc ausgeschafft. Dieser Druck würde sofort die Lage beruhigen, aber gegen eine Ausschaffung kann ja hundert mal rekuriert werden und die Juristen stürzen sich auf dieses Zubrot. Davon lässt es sich sehr gut leben, also werden diese Missstände gehegt und gepflegt. Antworten


Gion Saram

06.06.2011, 18:43 Uhr
Melden 27 Empfehlung

Man kann nicht beides haben, eine Laissez faire Politik des Familiennachzugs OHNE Prüfung der Heiratsmotive und Lebensumstände und dann eine strenge Kontrolle und Schutz der misshandelten Frauen. Frage: Sollen Männer die Frauen importieren und behandeln wie Nutztiere wirklich ein uneingeschränktes Recht auf Heirat haben? Wieviel Kosten will sich der Staat von diesen Leuten aufbürden lassen? Antworten



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