Auslandreisen werden für Banker zunehmend zum Risiko

Aktualisiert am 18.11.2009

Mit der UBS-Steueraffäre und der allgemein zunehmenden Jagd auf Steuersünder werden Reisen für Banker und Treuhänder zum Risiko. Das Bundesamt für Justiz berät sie.

«Wir sind mehrfach kontaktiert worden»: BJ-Direktor Michael Leupold.

«Wir sind mehrfach kontaktiert worden»: BJ-Direktor Michael Leupold.

Rechtsrisiken für Banker beim Reisen: Einchecken am Flughafen Zürich.

Rechtsrisiken für Banker beim Reisen: Einchecken am Flughafen Zürich.

Offenbar sind sich einige Vertreter der Bankbranche nicht sicher, ob sie bei einer Auslandreise in die Mühlen der Justiz geraten könnten. Denn es könnte der Verdacht im Raum stehen, dass sie ihren Kunden geholfen haben, Geld vor dem Fiskus zu verstecken.

Um abzuschätzen, wie gross das Risiko juristischer Umtriebe oder gar einer Verhaftung ist, wenden sich einige an das Bundesamt für Justiz (BJ), wie Direktor Michael Leupold gegenüber Radio DRS sagte. «Wir sind mehrfach kontaktiert und gebeten worden, mitzuhelfen, konkrete Rechtsrisiken durch frühere Handlungen abzuschätzen. Da wirken wir natürlich mit.»

Beim BJ meldeten sich «verschiedenste Leute aus der Bankbranche, aber auch Finanzintermediäre», sagte Leupold weiter. Die Anfragen betreffen nicht nur Reisen in die USA, sondern auch in andere Staaten. (etr/sda)

Erstellt: 18.11.2009, 10:56 Uhr

Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

Meistgelesen in der Rubrik Schweiz

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz