Béglé musste noch Spesen erstatten

Von Daniel Friedli. Aktualisiert am 16.04.2010 7 Kommentare

Der glücklose Ex-Verwaltungspräsident der Post wurde nach seinem Rücktritt nochmals zur Kasse gebeten.

Claude Béglé: Sein Führungsstil der Schweizerischen Post gefiel dem Bundesrat nicht.

Claude Béglé: Sein Führungsstil der Schweizerischen Post gefiel dem Bundesrat nicht.
Bild: Keystone

Die Ära Claude Béglés bei der Post ist endgültig bereinigt, auch finanziell. Wie das Departement von Postminister Moritz Leuenberger gestern dem TA bestätigte, musste der glücklose Verwaltungsratspräsident dazu nach seinem Rücktritt Mitte Januar noch Spesen begleichen, die er zu viel bezogen hatte oder nicht belegen konnte. Es handelte sich dabei um Ausgaben für Reisen oder Telefonate in der Höhe von einigen Tausend Franken. Béglé und die neue Post–Führung sind in der Folge übereingekommen, diese Beträge mit den letzten Honoraren für den Ex-Präsidenten zu verrechnen. Bereits früher hat der neue Post-Präsident Peter Hasler entschieden, die von Béglé gewünschte und millionenteure Stärkung des Präsidiums mittels eines «Chairman’s Office» samt Beraterstab fallen zu lassen.

Bundesrat alles in allem zufrieden

Mit leiser Enttäuschung bewertete das Departement Leuenberger gestern auch die Auslandsstrategie, die Béglé gerne ausgebaut hätte. Die Rentabilität der ausländischen Gesellschaften der Post sei noch zu gering, sagte Generalsekretär Hans Werder. Auch diese Betriebe müssten einen angemessenen, sprich höheren Beitrag zum Konzernergebnis leisten. Alles in allem ist der Bundesrat mit den Leistungen der Post aber sehr zufrieden – den Führungsstil und die Kommunikation unter Béglé und dem früheren Konzernchef Michel Kunz einmal ausgenommen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 16.04.2010, 08:47 Uhr

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7 Kommentare

Markus Weber

16.04.2010, 09:29 Uhr
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"Glücklos" umschreibt das Verhalten und Gebahren von Herrn Béglé noch sehr dezent. Antworten


Walter Kuhn

16.04.2010, 09:39 Uhr
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Leuenberger, der Ober-VR der Holding (=Bund) von Post, Telekom und Bahn ist wenigstens bei der Post davongekommen. Die Abenteuer der Swisscom in Italien und die Versuche der SBB im maroden englischen Bahnsystem zeigen, dass weder Leuenberger noch irgendeiner befähigt ist, den Bund nicht als Holding-Konzernchef in Auslandsabenteuern zu vertreten. Bund: Hände weg vom Ausland! Antworten



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