Schweiz

Brandserie auf Autos von SVP-Politikern geklärt

Acht Autos wurden in Aarau seit letzten Mai angezündet. Sechs Fälle konnte die Polizei zwei Schweizern nachweisen. Laut Polizei Männer aus der linksautonomen Szene.

Abgefackelt: A-Z.ch hatte Anfang Dezember berichtet, dass die angezündeten Autos teilweise SVP-Politikern gehörten.

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Zwei 20-jährige Männer aus Aarau gestanden in einer langen Untersuchungshaft, ein Auto angezündet zu haben. Die Ermittlungsbehörde wirft ihnen fünf weitere Brandstiftungen vor.

Die fünf Brandstiftungen könnten den Männern zugeordnet werden, sagte Bezirksamtmann Dieter Gautschi am Mittwoch an einer Pressekonferenz in Aarau. Die beiden Schweizer seien während der 46 Tage dauernden Untersuchungshaft «nicht sehr kooperativ» gewesen. Sie seien «fast täglich» vernommen worden.

Seit längerer Zeit überwacht

Zwei zweitere Brandstiftungen an Personenwagen der gehobenen Preisklasse könnten nicht rechtsgenügend nachgewiesen werden, erklärte Gautschi weiter. Er leitet die noch nicht abgeschlossene Untersuchung. Die Tatverdächtigen waren am 30. Dezember aus der Untersuchungshaft entlassen worden.

Sie waren am 14. November festgenommen worden, als die versucht hatten, erneut ein Auto in Brand zu setzen. Die Kantonspolizei Aargau hatte die Männer während längerer Zeit überwacht. Die acht Autos waren seit dem vergangenen Mai im Aarauer Quartier Zelgli in Brand gesetzt worden.

Wie die «Aargauer Zeitung» Anfang Dezember berichtete, handelte es sich bei den Anschlagszielen dreimal um Autos von Lokalpolitikern der SVP. Mercedes, BMW und Range Rover gingen in Flammen auf.

Bezug zur linksautonomen Szene

Weil bei den Brandstiftungen in zwei Fällen gemäss Gautschi auch eine Gefahr für Leib und Leben bestanden hatte, droht den Männern eine Freiheitsstrafe von mindestens drei Jahren. Der Sachschaden an den Autos beläuft sich auf 250'000 Franken. Die gleichzeitig verübten Sprayereien an Gebäuden verursachten Schaden für weitere 100'000 Franken.

Die beiden Schweizer sind gemäss den Ermittlungsbehörden der linksautonomen Szene zuzurechnen. Es bestehe «unübersehbar ein politischer Hintergrund», sagte Gautschi. Es habe sich um eine «eigentlich Brandserie» gehandelt, hielt Polizeikommandant Stephan Reinhardt fest. Die Brände seien mit «krimineller Energie konspirativ geplant und durchgeführt worden». (cpm/sda/)

Erstellt: 06.01.2010, 10:41 Uhr

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