Schweiz
Braucht die Armee den Schutz der Securitas?
Von Fabian Renz. Aktualisiert am 08.09.2010 31 Kommentare
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Bundesrat Ueli Maurer lässt prüfen, ob Militärflugplätze künftig von Privatfirmen überwacht werden sollen. Was halten Sie von dieser Idee?
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Die Armee schützt das Land. Aber wer schützt künftig die Armee? Die Frage stellt sich, nachdem gestern Pläne über ein Outsourcing gewisser militärischer Sicherheitsaufgaben publik wurden.
Armeesprecher Christoph Brunner bestätigte einen Bericht der Gratiszeitung «20 Minuten», wonach private Firmen eventuell die Bewachung der Militärflugplätze übernehmen könnten. Entsprechende Überlegungen kursieren offenbar in einer von der Armee eingesetzten Arbeitsgruppe, die vor kurzem ihre Tätigkeit aufgenommen hat. Sicherheitspolitiker reagierten in ersten Stellungnahmen scharf auf die angedachte Privatisierung, die sie als Risiko betrachten.
Umsetzung noch weit entfernt
Im Verteidigungsdepartement (VBS) beschwichtigt man: Die Vergabe von Schutzaufträgen nach aussen sei eine von zahlreichen «Denkvarianten», die derzeit diskutiert würden, sagt VBS-Sprecher Martin Bühler. «Von einer Konkretisierung sind wir noch meilenweit entfernt.» Aus diesem Grund will er den Vorschlag zurzeit gar nicht weiter kommentieren.
Dass Verteidigungsminister Ueli Maurer indes ein solches Szenario überhaupt prüfen lässt, begründet man in seinem Departement mit dem Spardruck, der auf der Armee lastet. Heute werden die Militärflugplätze – in Betrieb sind noch jene in Payerne, Meiringen, Sitten und Emmen – von Berufspersonal der Luftwaffe bewacht. Ob ein Ersatz dieser Armeeangestellten durch Leute von Securitas oder anderen privaten Sicherheitsfirmen wirklich Einsparungen brächte, ist Gegenstand der laufenden Abklärungen.
Zu anspruchsvoll für WK-Leute
Warum aber setzt man im Sinne einer kostengünstigen Lösung nicht einfach WK-Soldaten als Wächter ein – oder gar Rekruten, wie es bei den Kasernen traditionellerweise der Fall ist? Die Sicherheit eines Militärflughafens zu gewährleisten, sei eine anspruchsvollere Tätigkeit, betont Armee-Sprecher Brunner. «Ein WK-Soldat müsste hierzu speziell eingeschult werden; er bräuchte genaue Kenntnisse des Ortes und der spezifischen Risiken. Und kaum hätte man ihn fachlich so weit, wäre er wieder weg.»
Wann allenfalls über eine Privatisierung entschieden wird, lässt sich gemäss Brunner und Bühler noch nicht sagen. Im Armeebericht, der an der heutigen Bundesratssitzung diskutiert werden dürfte, soll diese spezifische Frage jedenfalls kein Thema sein. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 08.09.2010, 06:27 Uhr
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31 Kommentare
Also alle reden immer von der Securitas, es gibt ja noch mehr Firmen die sich mit Sicherheit beschäftigen! Nun ernsthaft, die Sicherung der Flugplätze durch eine Privatfirma würde das VBS zwischen 30 - 50 Millionen Franken im Jahr kosten, das Personal für dieses Unterfangen könnte ja vom Militär übernommen werden und oder neu Rekrutiert. So hätte das Militär und die Wirtschaft keine Arbeitslosen. Antworten
Herr Burri: Sie sind wieder einmal als SVP-Basher am Werk! Man kann ja sachlich über die Vor- und Nachteile der Privatisierung von Überwachungsaufgaben diskutieren ohne gleich wieder politische Süppchen zu kochen oder gar CB zu unterstellen,er würde eine eigene Firma dafür gründen. Ich kenne Politiker aus anderen Parteien,die Aufträge an Freunde usw. vergaben,die mit Steuergeldern bezahlt wurden. Antworten
Sparvorschlag: da unsere gesamte Luftwaffe nach Pakistan gefloh, äh, geflogen ist, und wir nun schutzlos dastehen, muss auch niemand die leeren Hangars bewachen. Oder wir machens wie der Bauer, der gerade Land verkauft hatte. Auf die Frage, was er denn nun mit dem vielen Geld mache, antwortete er: "Land kaufen." Antworten
Schaffen wir doch unsere bislang bewährte Miliz Armee anstelle einer Söldnerarmee gleich ab. Dazu gibt es ja bereits genügend spezialisierte Firmen in der Schweiz. Warum sollen wir uns da als Bürger für die Sicherheit in unserem eigenen Lande noch persönlich abmühen. Kommt bestimmt billiger. Also: 1. Schritt eine Söldnerarmee, 2. Schritt ein fremde Armee im eigene Lande; die ist dann gratis. Antworten
Und was machen dann die abgelösten Soldaten? Wir haben ja soooo viel zu tun... Zudem spart es keinen Rappen wenn der Bund zusätzlich Sicherheitsleute beschäftigt UND den "übriggebliebenen" Soldaten ihren Sold auszahlen muss. Die Idee Durchdiener dafür einzusetzen finde ich sinnvoll! Antworten
Es ist ganz einfach: die Securitas beschützen die Flugplätze und die Flugzeuge beschützen dafür die Securitas. Genial, Ueli Maurer hat das kapitalistische Perpetuum mobile erfunden! Manchmal dauerts fast 2 Jahre für eine gute Idee, dafür zündet diese aber dann wie das Hornberger Schiessen. Antworten
Ich bin sauer! Die ehem. Botschaftsschützeinheiten konnten jahrelang gefährlichere Aufgaben übernehmen. BR Maurer will aus Kostengründen das Militär durch Privatfirmen ersetzen lassen? Damit die Soldaten faulenzen können? Wenn Securitas die Überwachung von M.-Flughafen übernimmt, dann soll sie die Armee gleich ersetzen. Unfähige Soldaten kann das Land nicht gebrauchen. Unglaubliche Geschichte!! Antworten
Dass Outsourcing billiger sei als eigenes Personal, ist ein weit verbreitetes Märchen. Funktioniert nur, wenn der Dienstleistungsanbieter tiefe Löhne zahlt oder die Anforderungen heruntergeschraubt werden. Wie sollen sie sonst Gewinn machen und eine Administration zahlen? Antworten
Ein Soldat kriegt bestenfalls ein Taschengeld als Sold, ein Securitas-Mitarbeiter kostet pro Stunde in etwa einen Tagessold eines Soldaten. Und da denken die Herren im VBS (Values - Burner Syndicate), die Securitas könne das billiger oder besser? Da macht sich doch die Armee mitsamt ihrem BR einmal mehr zum Gespött des ganzen Landes. Antworten
Das also zum Milizsystem. Eigentlich sollte jedem mittlerweile klar sein, dass es eine gewisse Konstate in der Armee braucht, um einige Aufgaben übernehmen zu können. Überzeugt mich einmal mehr, dass wir eine Berufsamee von Nöten hätte, die ausgebildet ist und weiss, was sie tut. Beängstigend ist die Aussage "überfordert" alleweil. Antworten
Bizarr! Kerngeschäft der Armee ist (etwas salopp formuliert) "Sicherheit". Und für genau dieses Kerngeschäft wird ein Outsourcing geprüft!? Nicht die Privatisierung der Armee ist das grösste Risiko sondern dieser folkloristische Verein an sich! Dieser Geldvernichtungsmaschine fehlen die wirklich relevanten Antworten auf die drängenden Probleme unserer Zeit. Abschaffen...! Antworten
Der Brüller des Jahres! Nun benötigt also jeder Soldat noch eine Amme, die ihn sicher zum Frühstückstisch bringt und dann wieder ab ins Bettchen, sonst könnte dem wertvollen Kämpfer noch etwas zustossen, draussen in der bösen, bösen Welt. Ein Hoch auf alle Zivis, die bringen der Gesellschaft wenigstens etwas und beissen sich doppelt so lange durch. Selbständig. Antworten
Warum dieses Geschrei. Das Pentagon in Bern oder auch andere Verwaltungsgebäude werden seit Jahren von privaten Sicherheitsfirmen überwacht. Hier gibt es viel sensitivere Informationen als auf jedem Flugplatz. Wenn Sicherheitsbedenken bestehen, dann sollte hier angesetzt werden und nicht auf Anlagen wo "jeder" Zutritt hat. Antworten
Ein weiterer Grund die Armee abzuschaffen, wenn diese nicht mal fähig ist sich selber zu bewachen. Ohne Armee kein VBS und ohne VBS kein entsprechender Bundesrat und somit könnte der hoffnungslos überforderete Ueli Maurer wieder zurück auf seinen Bauernhof wo er vielleicht weniger Schaden anrichtet. Die Bewachung CH übernehmen ältere, erfahrene Securitas mit Karabiner, Helm und Patronentasche ! Antworten
Lese ich das richtig? Die beste Armee der Welt ist nicht in der Lage sich selbst zu überwachen? Und diese Armee soll uns Schweizer in einem Ernstfall beschützen? Jetzt ist aber wirklich genug, schafft diesen unfähigen Verein endlich ab und investiert das Geld in Leute die man brauchen kann. Mit 4.5 Milliarden kann man tausende guter Leute einstellen! Antworten
Nebst den hurrahpatriotischen Aussagen, gibts zu erwähnen dass Jeanmaire ein CH und Verräter war (!), das WK Personal (oder sogar Schulpersonal) wahrscheinlich sicherheitsmässig weniger ernst überprüft wird als ein Securitas Mitarbeiter und am wesentlichsten: wenn Outsourching stattfindet fliessen Gelder in die AHV und die PK's welches beim WK Frondienst nicht passiert. Es stösst aber komisch auf Antworten
Kommt das also heraus wenn BCG Ueli Maurer - für teueres Geld - beraten? Als US Beratungsfirma schlägt sie natürlich das vor, was dort schon praktiziert wird und mit für die immensen Kosten des Militärapparates verantwortlich ist. Die wahren Gewinner des Irak Krieges sind auf jeden Fall die Private Contractors, wie KBR und Blackwater. Antworten
BR Ueli Maurer taktiert richtig. Wenn der Geldhahn zugedreht wird, macht man einfach Outsourcing, dann kann sich der Bund mit den Outsourcer über Kosten und Qualitäten streiten-kostet ja dann auch nichts? Das trötzeln von Maurer ist ja auch SVP typisch, aber irgendwie kommt auch der Verdacht hoch, dass sich Ueli Maurer-durch seine Entwicklung im BR, bei seiner SVP Mutter nicht mehr zu Hause fühlt. Antworten
Die Bewachung von Flugzeugen soll zu anspruchvoll für WK-Soldaten sein? Stimmt da etwas in der Ausbildung der heutigen Soldaten nicht mehr oder nimmt die Armee die eigenen Soldaten nicht mehr ernst? Bewachen und Ueberwachen ist eine der Kernaufgaben vieler Truppengattungen. Was sollen denn die Soldaten sonst im WK Sinnvolles machen? Vielleicht fliegt die Securitas die Flieger dereinst auch noch? Antworten
Sicherheitsfirmen billiger als die Armee? Dann könnte man ihnen die gesamte Verteidigung überlassen. Der nächste Schritt wäre wohl die Abschaffung der Armee, und wir (i.e.: das Volk) könnten uns später entscheiden, den BRsitz wegzusparen, der heute von Hr. Maurer besetzt wird. Ausserdem: ohne Anschaffung von neuen Maschinen wird es in absehbarer Zeit sowieso keine Militärflugplätze mehr geben. Antworten
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Anastasia Kaladse
Wieso beschäftigen wir nicht gleich eine Söldner-Truppe, die Erfahrung hat??? "Arkans-Tiger" wären grade im Angebot. Oder die "ETA"??? Oder die "Sakartswelos Mchedrioni"??? Antworten