Schweiz
Brunner widerspricht Baader
Aktualisiert am 07.12.2011 117 Kommentare
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Der Angriff auf den FDP-Sitz von Johann Schneider-Ammann könnte für die SVP doch zur Option werden. Zumindest dann, wenn die Abwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht gelingen sollte: «Es ist eine von vielen Möglichkeiten», sagt Parteipräsident Toni Brunner heute Morgen gegenüber dem Schweizer Radio DRS.
Die Strategie für die kommende Bundesratswahl vom nächsten Mittwoch ist bei der SVP offenbar parteiintern umstritten: Denn gestern sprach sich SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader gegenüber dem Radio klar gegen einen Angriff auf einen Sitz der FDP aus: «Ja, ich schliesse es aus.»
«Baader hätte besser nichts gesagt»
Bei anderen SVP-Protagonisten sorgt diese Aussage für Befremdung, sie wollen sich den Wahlausgang offen lassen: «Baader hätte besser nichts gesagt», sagt etwa der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. Im jetzigen Umfeld sei es besser, die Taktik nicht bekannt zu geben. «Wenn die FDP im zweiten Umgang Frau Widmer-Schlumpf wählt, dann sind wir fast gezwungen, die FDP anzugreifen», sagt Stamm.
Auch für den Glarner Ständerat This Jenny gibt es keinen Grund, weshalb die SVP nicht einen Sitz der FDP beanspruchen sollte. Schliesslich habe die «FDP klar weniger Anteile» als die SVP.
(mrs)
Erstellt: 07.12.2011, 06:48 Uhr
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117 Kommentare
Mir ist schon klar, dass da Konkurrenzsituationen herrschen. Aber dieses Vokabular hat manchmal mehr mit Kampf und Krieg zu tun, als mit nüchterner Politik. Kampf und Angriff auf und um einen Sitz, Sturm aufs Stöckli... wird mir langsam zu blöde... Antworten
2 x SVP, 1 x FDP, würde die Wähleranteile wieder besser repräsentieren, und dann könnte die SVP auch nicht mehr 4 Jahre lang weismachen, dass sie als Partei ausgegrenzt würden. Schneider-Ammann hätte dann halt einen kurzen Auftritt als Bundesrat gehabt, so what, geht anderen in der Arbeitswelt auch so. Antworten


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