Schweiz

Brunner widerspricht Baader

Aktualisiert am 07.12.2011 117 Kommentare

Gestern betonte SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader noch, dass er den Angriff auf einen FDP-Bundesratssitz ausschliesse. Nun meldeten sich mehrere SVP-Schwergewichte, die das ein wenig anders sehen.

«Es ist eine von vielen Möglichkeiten»: Parteipräsident Brunner lässt den Wahlausgang für den 14. Dezember offen.

«Es ist eine von vielen Möglichkeiten»: Parteipräsident Brunner lässt den Wahlausgang für den 14. Dezember offen.
Bild: Keystone

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Der Angriff auf den FDP-Sitz von Johann Schneider-Ammann könnte für die SVP doch zur Option werden. Zumindest dann, wenn die Abwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf nicht gelingen sollte: «Es ist eine von vielen Möglichkeiten», sagt Parteipräsident Toni Brunner heute Morgen gegenüber dem Schweizer Radio DRS.

Die Strategie für die kommende Bundesratswahl vom nächsten Mittwoch ist bei der SVP offenbar parteiintern umstritten: Denn gestern sprach sich SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader gegenüber dem Radio klar gegen einen Angriff auf einen Sitz der FDP aus: «Ja, ich schliesse es aus.»

«Baader hätte besser nichts gesagt»

Bei anderen SVP-Protagonisten sorgt diese Aussage für Befremdung, sie wollen sich den Wahlausgang offen lassen: «Baader hätte besser nichts gesagt», sagt etwa der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. Im jetzigen Umfeld sei es besser, die Taktik nicht bekannt zu geben. «Wenn die FDP im zweiten Umgang Frau Widmer-Schlumpf wählt, dann sind wir fast gezwungen, die FDP anzugreifen», sagt Stamm.

Auch für den Glarner Ständerat This Jenny gibt es keinen Grund, weshalb die SVP nicht einen Sitz der FDP beanspruchen sollte. Schliesslich habe die «FDP klar weniger Anteile» als die SVP.

(mrs)

Erstellt: 07.12.2011, 06:48 Uhr

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117 Kommentare

James Lehmann

07.12.2011, 08:13 Uhr
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Mir ist schon klar, dass da Konkurrenzsituationen herrschen. Aber dieses Vokabular hat manchmal mehr mit Kampf und Krieg zu tun, als mit nüchterner Politik. Kampf und Angriff auf und um einen Sitz, Sturm aufs Stöckli... wird mir langsam zu blöde... Antworten


Karl Linder

07.12.2011, 08:26 Uhr
Melden 60 Empfehlung 0

2 x SVP, 1 x FDP, würde die Wähleranteile wieder besser repräsentieren, und dann könnte die SVP auch nicht mehr 4 Jahre lang weismachen, dass sie als Partei ausgegrenzt würden. Schneider-Ammann hätte dann halt einen kurzen Auftritt als Bundesrat gehabt, so what, geht anderen in der Arbeitswelt auch so. Antworten



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