Schweiz
Bündnerland droht Italien mit Tunnelsperrung
Aktualisiert am 12.10.2011 79 Kommentare
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Der Anreiseverkehr in den italienischen Ferienort Livigno führt im Winter zu immer grösseren Behinderungen im Engadin. Die Bündner Regierung verlangt nun von den Italienern Massnahmen gegen die Staus. Ansonsten werde die Zufahrt aus der Schweiz gesperrt.
Bei der einzigen Winterzufahrt ins bekannte Zollfreigebiet handelt es sich um den einspurigen Munt-La-Schera-Tunnel, der vom Ofenpass zum Hochtal von Livigno führt. An Spitzentagen stauen sich die Autos im Engadin vom Tunnelportal bis ins zehn Kilometer entfernte Zernez.
Verkehr hat in den letzten Jahren zugenommen
Die Zufahrt zum Münstertal über den Ofenpass ist dadurch blockiert. Das Problem besteht seit Jahren und hat sich zusehends verschärft.
Nun hat die Bündner Regierung genug. Wenn sich nächsten Winter wieder eine ähnliche Situation einstelle, werde der Tunnel gesperrt, sagte Polizeidirektorin Barbara Janom Steiner am Dienstag in Chur vor den Medien zu einem Bericht der Tageszeitung «Die Südostschweiz».
Geduld ausgegangen
Die Regierungsrätin hatte bereits im Frühling gegenüber Livigno klargemacht, dass dem Kanton die Geduld ausgegangen ist. Trotz jahrelanger Gespräche sei nichts geschehen.
Die Italiener sollen die Bündner bis kommende Woche darüber orientieren, was sie zu tun gedenken. Eine Möglichkeit sei, die Ferienarrangements nicht ausschliesslich an Samstagen zu starten, sondern auch unter der Woche, sagte Janom Steiner.
Betroffen von einer Tunnelsperrung wären vor allem Touristen aus Polen und Tschechien, eine Zielgruppe, die Livigno in den letzten Jahren erfolgreich umworben hat. Für sie ist das drei Kilometer lange Nadelöhr die mit Abstand bequemste Zufahrt zum 1800 Meter über Meer liegenden Hochtal.
(mrs/sda)
Erstellt: 11.10.2011, 18:04 Uhr
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79 Kommentare
Her mit der Tunnelgebühr und zwar nicht nur dort, sondern auch allen anderen Durchreisetunnels für Touristen. Das macht Italien, Frankreich, Österreich usw. schon seit immer. Nur bei uns zahlt der Schweizer Steuerzahler für die Infrastruktur ausländischer Feriendestinationen. Antworten
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