Bund rechnet mit Verdoppelung der Asylkosten bis 2018

Der Bund hat für 2018 fast 2,4 Milliarden Franken für den Bereich Migration veranschlagt. Auch wenn sich die Asylkrise beruhige, sänken die Kosten nur langsam.

«Jeder Asylsuchende kostet etwa 20'000 Franken pro Jahr»: Asylsuchende im Bundesasylzentrum in Thun (22. März 2016).

«Jeder Asylsuchende kostet etwa 20'000 Franken pro Jahr»: Asylsuchende im Bundesasylzentrum in Thun (22. März 2016). Bild: Keystone

Feedback

Tragen Sie mit Hinweisen zu diesem Artikel bei oder melden Sie uns Fehler.

Die Schweiz rechnet wegen der Flüchtlingskrise in den nächsten Jahren mit steigenden Kosten. Der Bund hat für 2018 fast 2,4 Milliarden Franken für den Bereich Migration veranschlagt.

«Für 2015 waren im Voranschlag noch etwa 1,2 Milliarden Franken vorgesehen. Jetzt sehen wir für 2018 bereits das Doppelte vor: fast 2,4 Milliarden», sagte Serge Gaillard, Direktor der Eidgenössischen Finanzverwaltung, gegenüber der SRF-Sendung «HeuteMorgen».

Grund: Bei den Asylzahlen gehe der Bund für dieses Jahr «im Moment und bei grosser Unsicherheit» wieder von 40'000 Asylsuchenden aus. «Jeder Asylsuchende kostet etwa 20'000 Franken pro Jahr, das während fünf bis sieben Jahren», sagte Gaillard weiter. «Die Kosten werden nur langsam wieder herunterkommen, auch wenn sich die Asylkrise einmal beruhigen sollte.»

Noch Mitte Februar war der Bundesrat davon ausgegangen, dass die Kosten für das Asylwesen in den Jahren 2017 bis 2019 rund 450 Millionen Franken höher ausfallen als bisher geplant. (kko/sda)

Erstellt: 31.03.2016, 07:42 Uhr

Artikel zum Thema

Maurer kündigt neue Sparrunde an

Die wirtschaftlichen Folgen der Frankenstärke hinterlassen Spuren im Bundeshaushalt. Falls sich das Parlament nicht zügelt, wächst das Defizit bis 2019 auf über eine Milliarde Franken an. Mehr...

Die Redaktion auf Twitter

Stets informiert und aktuell. Folgen Sie uns auf dem Kurznachrichtendienst.

Blog

Blogs

Mamablog Rentenalter 57, nur für Frauen

Outdoor Bergfahrt im Rauschzustand

Die Welt in Bildern

Aufgeplustert: Straussen-Küken erkunden beobachtet von der Henne «Muenchi» ihr Gehege im Allwetterzoo Münster.(27. Juni 2017).
(Bild: Friso Gentsch) Mehr...