Schweiz

Bund verheimlichte Atomfabrik

Laut eines Zeitungsberichtes will die Nagra an einem möglichen Standort für ein Lager auch gleich eine «heisse Zelle» bauen. Die Erkenntnis sorgt für rote Köpfe und wirft Fragen auf.

In der Schweiz ist der Standort für ein Atom-Endlager umstritten: Atom-Lager im deutschen Morsleben.

In der Schweiz ist der Standort für ein Atom-Endlager umstritten: Atom-Lager im deutschen Morsleben.
Bild: Keystone

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Auf der Suche nach einem Tiefenlager für radioaktive Abfälle hat der Bund gegenüber der Öffentlichkeit bisher ein brisantes Thema verheimlicht. Das schreibt die «SonntagsZeitung».

Das Bundesamt für Energie und die Nationale Genossenschaft für die Lagerung radioaktiver Abfälle (Nagra) planen am Entsorgungsplatz in der Schweiz eine sogenannte «heisse Zelle». Das ist ein Hochsicherheitsgebäude, in dem stark radioaktive Brennelemente verarbeitet und in Endlagerbehälter verschweisst werden sollen. Bisher war bloss von einer Verpackungsanlage die Rede gewesen.

Strahlensicheres Spezialgebäude

Der Plan sieht gemäss der «SonntagsZeitung» so aus, dass Brennelemente per Bahn in sogenannten Castorbehältern angeliefert würden. Die soliden Behälter eignen sich zwar für Transport des strahlenden Materials, für die Lagerung sind sie jedoch zu schwer.

Im künftigen Lager müsste der radioaktive Müll deshalb in kleinere Container verpackt werden. Diese Arbeit würde dann von Robotern in einem Hochsicherheitsgebäude ausgeführt werden. Ein solcher Trakt muss streng bewacht werden, komplett strahlensicher und gegen Terroranschläge geschützt sein, hebt die Zeitung hervor.

Gegenüber der «SonntagsZeitung» bestätigte die Nagra den Plan. Die Anlage werde analog zum Zwischenlager in Würenlingen «als heisse Zelle ausgelegt werden – vermutlich aber grösser», so Nagra-Sprecher Heinz Sager.

Die Politik ist überrascht

Vertreter und Bürger der möglichen Standortgebiete sind überrascht. «Die Bevölkerung geht davon aus, dass der radioaktive Abfall bereits fertig verpackt im Lager ankommt und dort sogleich in den Untergrund verfrachtet wird», sagt die Schaffhauser SP-Kantonsrätin Martina Munz gegenüber der «SonntagsZeitung».

Eine solche Anlage berge ein viel höheres Gefahrenpotenzial als ein Aufbewahrungsort für Abfälle, wie dies die Nagra bisher dargestellt habe, so Munz gegenüber der Zeitung.

«Für uns ist neu, dass es eine Nuklearanlage geben wird», sagt die Schaffhauser Regierungsrätin Ursula Hafner-Wipf. Auch der grüne Konstanzer Landtagsabgeordnete Siegfried Lehmann staunt: «Ich bin seit Jahren als Vertreter auf der deutschen Seite in diesen Prozess der Lagersuche involviert. Von einer oberirdischen nuklearen Anlage wusste ich nichts.»

Fragen müssen auf den Tisch

Die Frage bleibt, wie es möglich ist, dass die Nagra die Öffentlichkeit bisher nicht im Detail über diese hochsensible Anlage informiert hat. Walter Wildi, Professor für Geologie an der Universität Genf sagt gegenüber der «SonntagsZeitung»: «Dieser Frage sind die Behörden und die Nagra bisher immer ausgewichen.»

Doch jetzt müssten die Fragen auf den Tisch. «Es ist wichtig für die Bevölkerung zu wissen, dass sie nicht einfach einen Bahnhof als Umladestation erhält, sondern eine Kernanlage». so der ehemalige Präsident er Kommission für die Sicherheit von Kernanlagen.

Denn, vieles muss noch geklärt werden, schreibt die «SonntagsZeitung». Zum Beispiel die Frage, wie gross die Distanz einer solchen Anlage zu Wohnhäusern und Schulen haben muss, oder ob sie in einem Gebiet liegen darf, unter dem es Trinkwasservorkommen gibt.

Deutschland zeigt sich überrascht

Es sei möglich, dass bisher zu wenig verständlich informiert wurde, sagt das Bundesamt für Energie zu den Recherchen der Zeitung. «Wir werden Lehren daraus ziehen», sagt der zuständige Chefbeamte Michael Aebersold.

Unterdessen bittet der Baden-Württembergische Umweltminister Franz Untersteller Bundesrätin Doris Leuthard schriftlich um einen Termin, um die Fragen zum Tiefenlager zu besprechen. Zudem verlangt der grüne Minister, dass nicht nur deutsche Bürger im Umkreis von 5 Kilometern, sondern von 30 Kilometern bei der Standortsuche mitreden dürfen. (pbe)

Erstellt: 17.07.2011, 07:29 Uhr

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60 Kommentare

Hans P. Grimm

20.07.2011, 16:02 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Unsere Atomabfälle müssen wir Endlagern ob es den Grünen passt oder nicht. Wenn wir alle in Europa mitreden lassen werden wir den Atomabfall nie Endlagern können. Wenn BW Einsprachen gegen unser Endlager macht sollen sie den halt übernehmen und in BW Endlagern! Antworten


Christian Keller

19.07.2011, 12:07 Uhr
Melden 2 Empfehlung

"Zu wenig verständlich informiert "- wohl eher vertuscht . Es ist eine absolute Frechhheit und Anmassung, wie die Nagra handelt und die Bevölkerung hintergeht. Die Zuständigen sollten ganz dringend ersetzt werden mit verantwortungsbewussten Leuten, die wissen, mit was die Nagra da so herumspielt ! Das soll Demokratie sein ??? Antworten


Johann Grüter

19.07.2011, 11:40 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Merkwürdiger Artikel. Es war doch immer schon bekannt, dass die Brennelemente aus den Castoren heraus genommen und in endlagersichere rostfreie Endverpackungen umgepackt werden müssen. Dafür braucht es die notwendigen Einrichtungen. Von einer verheimlichten "Atomfabrik" zu reden, diskreditiert allenfalls die Autoren beim "Sonntag" hinsichtlich ihrer journalistischen Kompetenz resp. Absichten. Antworten


Timothée Mollet

18.07.2011, 23:13 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Durch diese Verarbeitung, könnte man die Müllmenge des hochradioaktiven Mülls um 95% verkleinern und müssten diese auch "nur" 500 Jahre sicher lagern(Falls man Plutonium in heutigen Reaktoren verwände).
Nebenbei könnte man aus dem Müll schon nach wenigen Jahren wertvolle Elemente wie Xenon oder Rhodium gewinnen(welche natürlich nicht mehr strahlen).
Antworten


Timothée Mollet

18.07.2011, 23:09 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Da wir Probleme mit einer Endlagerung radioaktiven Abfalls haben, ist doch eine Verarbeitung der Brennelemete sinnvoll, immerhin könnte man z.B. Cs-134 entfernen und müsste den Müll nicht mehr gegen Gammastrahlung abschirmen, abgereichertes Uran(ca. 95% der Brennelemente) abtrennen und für eine mögliche spätere Nutzung aufbewahren, sowie wie Plutonium, welches wir schon heute "verbrennen" könnten. Antworten


Arnold Ganz

18.07.2011, 16:26 Uhr
Melden 1 Empfehlung

FE Rothenbuehler 17.07.2011, 14:30 Uhr Herr Rothenbuehler; Ich höre seit geraumer Zeit, dass die Konzepte, die Technik und die Realisierbarkeit existieren, resp. nachgewiesen seien, ja es seien sogar ausführungsreife Projekte in grosser Zahl in den Schubladen. Was ich nicht begreifen kann, warum man den nicht endlich mit deren Realisierung beginnt und damit den Tatbeiweis erbringt? Antworten


Fred Büchi

18.07.2011, 16:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Politik und Verwaltung sind auf dem besten Wege, den letzten Kredit zu verspielen. Demokratie geht anders. Antworten


klaus brause

18.07.2011, 14:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Keine andere Energiequelle hat so eine miserable Kosten/Nutzen Bilanz wie ein AKW und trotzdem will uns die Atomlobby immernoch "billigen" Strom verkaufen. Nur ein weiterer Beweis für wie blöd die uns halten, die Rechnung für all die Lügen können wir dann bei der nächsten Wahl begleichen.... Antworten


Martin Dietiker

18.07.2011, 08:08 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Nachdem ich alle (bisherigen) Kommentare gelesen habe, muss ich leider feststellen, dass ich nicht der Einzige bin, der sachlich/fachlich wenig Ahnung zu diesem Thema hat. Für die Erkenntnis, dass wir von der Atomlobby seit mindestens 50 Jahren täglich angelogen werden, hätte ich die Nachrichten aus Japan nicht auch noch gebraucht.
Frage: Wer kassiert wieviel Kohle für diesen Skandal ??
Antworten


Emil Roduner

18.07.2011, 06:09 Uhr
Melden 7 Empfehlung

"Atomfabrik", so ein Quatsch! Wir sollten besser froh sein, dass die nuklearen Abfälle nicht in Kartonschachteln in den Stollen gelagert werden. Antworten


Fe Rothenbuehler

18.07.2011, 09:17 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Der Stollen sollte - gemäss NAGRA - so sicher sein, dass man den Müll problemlos in Kartonschachteln einlagern könnte. Dass man es trotzdem nicht tun will, sagt doch auch einiges zu diesem Prinzip Sicherheit, das man uns da verkaufen will.


Markus Schöpfer

17.07.2011, 20:36 Uhr
Melden

Wir haben den Salat. Mit der unvernünftigen Politik in der Vergangenheit, haben wir den AKW-Müll. Wir müssen uns aber selber darum kümmern, und ihn nicht in arme Drittwelt-Länder abschieben. Dass der Bund natürlich genauer kommunizieren muss, ist klar. Dass es in Bern immer noch doofe Beamte gibt, die denken, man könne im Zeitalter vom Internet etwas verheimlichen, ist aber doch sehr bedenklich! Antworten


Ronnie König

17.07.2011, 17:29 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Das erschreckende daran ist, dass der Bürger für nicht mündig gehalten wird oder warum immer diese Halbwahrheiten? Bei jeder anderen Frage heisst es aber, das wird der mündige Bürger schon richtig be(ab)stimmen. So kann und darf doch ein demokratisches Land und seine Bürger nicht verarscht werden. Da helfen auch die Wahlen im Herbst nicht. Nur ziviler Ungehorsam und der kommt und wird zunehmen. Antworten


Peter Waldner

17.07.2011, 14:59 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wahnsinnig beeindruckend diese Entdeckung der Sonntags Zeitung. Prächtig aufgebauscht wird sogar eine Schlagzeile daraus. Da ging man davon aus, dass die "Ware fertig verpackt" angeliefert würde? Ist ja sicher viel ungefährlicher, es anderswo zu "verpacken", als im Hochsicherheitsgebäude im Endlager. Natürlich könnte man bei jedem AKW so ein Hochsicherheitsgebäude mit Robotern anbauen ;-)... Antworten


Ortiz Michèle

18.07.2011, 12:16 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ja, für mich als Schaffhauser/In ist diese "Entdeckung" schon wichtig. Gerade für die Bevölkerung ist eine genaue Information ein absolutes Muss . Das gibt uns, welche nur wenige Kilometer vom Standort wohnen kein gutes Gefühl.
Wie soll man da denn noch Vertrauen in die Nagra haben?!


Paul R Hofer

17.07.2011, 13:51 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Es müssen viele neue Parlametarier im Herbst gewählt werden. Es hat zu viele "Alteingesessene", die den Mut oder den Willen zum "Aufräumen" nicht haben. Verständlich auch, dass Baden-Württemberg die 30 Km Zone verlangt. Ein weiteres Mal wir dokumentiert, die Schweiz ist im globalen Netz verankert - Keine neuen AKWs in der Schweiz. Ich bin Mitglied der FDP.Die Liberalen, BL und NR Kandidat. Antworten


Paul R Hofer

18.07.2011, 15:54 Uhr
Melden

Sehr geehrter Herr Schneider,
im Gegensatz zum jetztigen NR HABE und NEHME ich mir die Zeit. Zudem bin ich gleicher Meinung: die Parlamentarier sollten keinem Interessenverband oder ähnlich angehören. Es gibt noch genügend Lobbyisten. Ich würde im Parlament die Frage stellen: ist eine Vorstoss aus liberaler Sicht in Ordnung, dass ich diesen unterstützen kann und nicht, passt das meinem Verband?


stefan schneider

18.07.2011, 14:12 Uhr
Melden 1 Empfehlung

"alteingesessene"? auch die hatten ihre wahlversprechen vor ihrer wahl abgegeben und wenn wunderts, nicht eingehalten. also wiso sollten es die neuen anders machen? ich wäre für berufspolitiker die nicht in verwaltungsräten sitzen dürfen und die das volk und nicht nur die wirtschaft vertreten. träumen darf man ja. sie haben den mut aufzuräumen? weiss das ihre parteiführung?


Hans Maag

17.07.2011, 12:50 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Stark radioaktive Abfälle sollen nicht endgelagert, sondern in geeigneten Reaktoren weiter Energie abgeben und dabei in Abfälle mit kurzer Halbwertzeit umgewandelt werden. Entwürfe für solche Reaktoren existieren, wurden aber nicht weiterentwickelt, da für reine Energieproduktion zu teuer. Sie könnten rentabel sein, wenn die nicht anfallenden Endlagerkosten einbezogen werden. Antworten


Timothée Mollet

19.07.2011, 12:54 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Nun, Herr Maag hat recht bezüglich den Konzepten, hat aber unrecht bei der Behauptung, dass solche Reaktoren nicht weiterentwickelt werden.
4 der 6 Reaktorkonzepte des Generation IV Forums, können langlebige Nuklide in kuzlebige Transmutieren.
Des weiteren kann der MSR(welcher schon vor 40 Jahren erfolgreich getestet wurde) aucu abgereichertes Uran als Brennstoff verwenden.


André Bürgi

18.07.2011, 09:12 Uhr
Melden 4 Empfehlung

@Hans Maag: was für "Entwürfe solcher Reaktoren"??
.....das sind nichts anderes als die seit Jahrzehnten gesträuten und immergleichen Tagträume der Atomlobbyisten!
- werter Herr Maag, aufwachen - wachen Sie unbedingt auf und reiben Sie sich diesen Sand der Atomlobbyisten aus den Augen!!


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 18:52 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wie Recht Sie haben, Herr Maag, denn sonst hätten wir schon lange zig GW NEE installiert und AKWs obsolet gemacht...


Markus H. Meierhans

17.07.2011, 18:24 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Richtig. Die Macher wollen heutzutage mit Cleantech und fortschrittlicher Energieerzeugung vorwaertsmachen. Die Verwalter klammern sich an ihre Pfruende und Subventionen, und versuchen die ungeloesten Probleme und Kosten zu verschleiern oder der Allgemeinheit zu ueberlassen. Nach 40 Jahren AKW sind wir in Sachen Sicherheit und Entsorgung noch gleich weit wie in den 60ern. Schluss mit Verwalten!


Hans Maag

17.07.2011, 17:45 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Das Problem ist, dass heute die Verwalter gegenüber den Machern an der Überzahl sind. Vermuten die Verwalter ein Problem, so wird eine Kommission gebildet, die dann das Problem auch wirklich schafft, Hauptsache man isst gut und verdient dabei. Resultat: Macher habe keine Chance gegen Schönschwätzer, deren einziges Zeil ist, gewählt, gewählt und wiedergewählt zu werden.


Stefan Burri

17.07.2011, 17:12 Uhr
Melden 3 Empfehlung

?! ... und da wirft man Kernkraftgegnern vor, sie seien angeblich Traumtänzer und handeln nach dem Prinzip Hoffnung!


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 16:37 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Hofstetter: Entschuldigen Sie, wenn ich das Thema nochmal aufwärme, aber von der Mondlandung bin ich persönlich äusserst fasziniert und freue mich, wenn wieder mal Mondflüge durchgeführt werden.
.
Aber bis dann: Erklären Sie mir doch, warum es gerade mal nur 6 bemannte Flüge gab zwischen 1969 und 1972 und seither nicht mehr. Das sagt viel aus, auch bezüglich Forschung, Kernenergie und Kosten...


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 15:05 Uhr
Melden 13 Empfehlung

"Sie könnten rentabel sein, wenn die nicht anfallenden Endlagerkosten einbezogen werden." Womit Herr Maag indirekt die sehr hohen Kosten für die Endlagerung bestätigt...


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 15:02 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Hofstetter: Die Kritik richtet sich an unsinnige, nicht nötige und gefährliche Vorhaben, die zudem vor allem dazu dienen, Probleme zu verlagern, zu vertuschen oder abzuschieben.
.
WIR konsumieren und VERSCHLEUDERN die Energie! Und vererben sämtliche damit zusammenhängende Probleme und Kosten den nachfolgenden Generationen! Transmutation ist nichts als ein weiteres Puzzelteil dabei.


Peter Hofstetter

17.07.2011, 14:55 Uhr
Melden 3 Empfehlung

FeR: Wenn man einfach alles kritisiert wie Sie, dann wären wir wirklich noch in der Bronzezeit. Ihnen jetzt zu erklären, was die Raumfahrt bringt, das geht mir zu weit, das müssen Sie schon selbst finden. Konstanter Widerspruch, nur um des Widerspruchs Willen ist sehr ... Und warum sagen Sie Astronauten, in gewissen Kreisen heissen die doch Kosmonauten ... Houston, we have no problems!


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 14:25 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Cooler Vergleich, Herr Hofstetter. Und was hat es gekostet? Und was gebracht? Dass viele Männer gerne grosse Anlagen mit vielen bunten Knöpfen, Schaltern und Lämpchen haben, ist bekannt. Lassen wir ihnen also ihre superteuren Spielzeuge, sofern sie damit nicht ganze Landstriche bedrohen.
.
Wie viele Astronauten haben ihr Leben gelassen? Wie viele Raketen haben nie den Orbit erreicht?


Peter Hofstetter

17.07.2011, 13:53 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Fe R: Der Mondflug war auch mal Science-Fiction, die Glühbirne auch. Kennedy sagte am 25. Mai 1961, dass die Amerikaner noch im selben Jahrzehnt auf dem Erdtrabanten landen werden. Es dauerte nur gute 8 Jahre, bis am 20.7.1969.


Beat Müller

17.07.2011, 13:27 Uhr
Melden

Wie das denn? Die Endlager- und Rückbaukosten sind doch schon schon voll und ganz im Strompreis eingerechnet und durch Rückstellungen abgedeckt - sagt die Atomlobby.
Wie kann man da ihre Phantasiereaktoren, die in Entwürfen existieren!!!, damit rentabel machen?


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 13:23 Uhr
Melden 20 Empfehlung

Was Herr Maag hier vorschlägt, ist Science-Fiction. Solche Anlagen gibt es nicht und sind auf lange Sicht auch nicht realisierbar. Ganz abgesehen davon, dass die Kosten für Forschung, Entwicklung und Bau einer solchen Anlage kaum Aussicht auf einen rentablen Betrieb zulassen.
Bis sowas irgendwann mal läuft, haben wir längst auf NEE umgestellt.


Ursula Jungo

17.07.2011, 12:47 Uhr
Melden 13 Empfehlung

und sie machen,was wie sollen ohne die Bürger zu fragen!War und ist doch immer schon so gewesen.Wir können bezahlen!Wir erhalten die Tabletten!Aber für was und wieso geht uns ja nichts an,das bestimmen die Herrschaften der Regierung,die sowieso weniger bezahlen als ein Bürger!Mir wird es schlecht!Wohin kann man denn gehen,wo es nicht so ist?! Antworten


Peter Hofstetter

17.07.2011, 13:10 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Jungo: Man kann nicht wegen jedem "Sänkloch" ein eidg. Volksabstimmung machen.


Peter Hofstetter

17.07.2011, 12:10 Uhr
Melden 22 Empfehlung

Der Titel "Bund verheimlichte Atomfabrik" ist reizend. Man könnte fast auf die Idee kommen, es würden dort dann Atombomben hergestellt werden. Antworten


Giordano Bruni

17.07.2011, 11:13 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Die sog. "unterentwickelten atomaren Nationen" wie Oiesterreich u. Italien z.Bsp. haben ein Problem weniger. Auch die Kosten für die Zukunft sehen anders aus, sodass die heutige Schuldenproblematik plötzlich anders aussehen kann(keine Rückstellungen vorhanden!) Wait and see. Antworten


stefan schneider

17.07.2011, 10:56 Uhr
Melden 25 Empfehlung

privatisieren, liberalisieren, nur weiter so. den gewinn stecken ein paar private ein den schaden bezahlt das volk. wir sind selber schuld. vielleicht bessert es bei den nächsten abstimmungen wenn es wieder einmal darum geht, staatsbetriebe zu privatisieren, z.b. wasserversorgungen na dann gute nacht. und merkt euch folgendes, es wird nach der privatisierung ganz bestimmt nicht günstiger "klar". Antworten


Hans Abächerli

17.07.2011, 10:42 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Ich verstehe das 'Entsetzen' nicht! Ist ja ein logischer Vorgang. Wäre das Thema nicht durch Fortschrittsverhinderer so blockiert, würden in Beznau und Mühleberg längst moderne Anlagen stehen, deren Abfälle eine Halbwertszeit von nur noch 300 Jahren haben! Dann bräuchte es auch diese 'heissen Zonen' nicht mehr! Und bestimmt wird es bald gelingen, A-Strom ohne nennenswerte Abfälle zu produzieren! Antworten


Timothée Mollet

19.07.2011, 13:10 Uhr
Melden 1 Empfehlung

@Hans Kohler:
Sie existieren nicht, werden aber vom Generation IV internationalen Forum entwickelt und soll demnach 2030 zur verfügung stehen. Ausserdem wurde das Konzept 1965-1969 von den Amerikaner erfolgreich getestet.
Aber man könnte schon heute den Brennstäben gezielt Elemente entnehmen und ggf. wiederaufbereiten und so die HAW Menge auf 5% reduzieren und die Dauer auf 500 Jahre reduzieren


Hans Kohler

17.07.2011, 13:56 Uhr
Melden

@Fe Rothenbuehler: Vielleicht hat Hans Abächerli einen Thorium-Reaktor (LFTR) gemeint, als er die ungefähr 300-jährige Halbwertszeit ansprach. Realistischer wird die Aussage mit "modernen Anlagen" dadurch aber nicht, weil LFTR noch nicht produktiv einsetzbar sind. Oder deutlicher: Sie existieren noch nicht.


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 13:27 Uhr
Melden 24 Empfehlung

Ihre Science-Fiction-Anlage läuft vielleicht mal in 300 Jahren, und wenn, dann ganz sicher nicht so, dass nur noch Elemente mit Halbwertszeit von 300 Jahren entstehen. Erzählen Sie nicht solchen Unsinn. Söttigen Unsinn erzählt man uns seit das erste AKW ans Netz ging, es reicht!


Roger Walser

17.07.2011, 10:24 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Ich bin überhaupt nicht überrascht. Ist ja auch logisch, oder was haben den die Leute gedacht wo das Zeug verpackt wird. Soll jedes Kraftwerk eine eigene Verpackerei haben? Ist ja logisch, dass man das an einem Ort zentral zusammen fasst. Das Endlager bietet sich dafür am besten an. Antworten


Marco Lardi

17.07.2011, 09:39 Uhr
Melden 104 Empfehlung

Es ist gleich wie in Japan, es wird nur das zugegeben, was auch bewiesen werden kann. Daher wird es wohl noch viele "Überraschungen" geben. Nagra = Tepco? Seit 1969 läuft das erste AKW in der Schweiz, und seit diese Jahr gibt es hochradioaktiven Abfall in der Schweiz und bis heute hat man noch keine Lösung für diesen Abfall gefunden! Antworten


Raffael Grassi

17.07.2011, 08:27 Uhr
Melden 48 Empfehlung

Wir nehmen zur Kenntnis, dass ein wesentliches Problem des Atomstroms noch nicht abschliessend gelöst ist. Es ist müssig, die Frage nach den Kosten und wer diese zu berappen hat, zu stellen. Denn wenn die AKW's mal nicht mehr laufen, werden sie auch keinen Beitrag an die Endlagerung mehr zahlen...Wer bezahlen muss ist schon klar - nur wieviel ist noch ungewiss...aber teuer wird es auf jeden Fall.. Antworten


Hansueli Zürcher

17.07.2011, 08:02 Uhr
Melden 68 Empfehlung

Und alles soll wahrscheinlich wieder CO2 frei aufgebaut und betrieben werden. Sauberer Atomstrom DAS Märchen, wie auch dass in der Schweiz die Atomwolke an der Grenze HALT macht! Antworten


Hans Maag

17.07.2011, 13:18 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Herr Zürcher, wenn Sie vorziehen, dass Atomstrom im Ausland gemacht wird, in KKWs die wir nicht kontrollieren, Beispiel Tschernobyl, dann macht die Atomwolke auch nicht Halt an der Schweizergrenze. Man sollte Mühleberg sofort endgültig abstellen, durch 35 km2 Sonnenzellen ersetzen und die andern KKWs mit der Zeit durch solche der 4ten Generation ersetzen, sonst laufen wir in eine Energiekrise.


schmid fred

17.07.2011, 06:53 Uhr
Melden 37 Empfehlung

zur Sicherheit von unserem Volk, werden wir von unseren so genannten (Volksverdrehern), doch nur noch angelogen. Antworten


Arnold Ganz

17.07.2011, 16:33 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Fe Rothenbuehler: Herr Rothenbuehler; Ich höre seit geraumer Zeit, dass die Konzepte, die Technik und die Realisierbarkeit existieren, resp. nachgewiesen seien, ja es seien sogar ausführungsreife Projekte in grosser Zahl in den Schubladen. Was ich nicht begreifen kann, warum man den nicht endlich mit deren Realisierung beginnt und damit den Tatbeiweis erbringt?


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 14:30 Uhr
Melden 13 Empfehlung

Hofstetter: Sie wissen, dass Sie da Unsinn erzählen, die Konzepte existieren (und nicht nur von den Grünen), die Technik existiert, die Realisierbarkeit ist nachgewiesen.
.
Das einzige was fehlt, ist der politische Wille.
.
Ob irgendjemand mal Geld locker macht zur Erforschung der Transmutationstechnik steht noch viel mehr in den Sternen. Irgendwann mal, ja, irgendwann, wird das schon mal...


Peter Hofstetter

17.07.2011, 13:44 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Fe R: Die Grünen setzten ja NUR auf Prinzip Hoffnung, Rädli und Sünneli werden nie reichen. Aber eben, so sind sie halt, die Linken, ohne Ideen, unvernünftig, konzeptlos.


Fe Rothenbuehler

17.07.2011, 13:29 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Herr Maag, Ihre "Lösung" existiert in der Theorie und auf dem Papier. Bis eine Mutationsanlage läuft, fliesst noch sehr viel Wasser den Rhein runter.
.
Statt auf das Prinzip Hoffnung zu setzen werden wir jetzt und heute Lösungen realisieren, die ohne Science-Fiction auskommen, ob Ihnen das passt oder nicht.


Hans Maag

17.07.2011, 12:59 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Warum die Polemik? Vor einer Endlagerung müssen die Brennelemente bearbeitet und in Endlagerbehälter verschweisst werden sollen. Was ist das anderes als eine Verpackungsanlage? Allerdings sollten die Elemente zuerst auf eine kürzere Halbwertzeit gebracht werden. Lösungen existieren, sind aber in der momentanen Antiatomhysterie wenig wahlwirksam für die grünen Demagogen.


Daniel Wismer

17.07.2011, 11:59 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Wieso denn?
Sie finden bei den Volksvertretern, die gegen AKWs waren, die gegen AKWs sind, die für AKWs sind und die sich bei der Abstimmung enthalten.
Selten war die Auslegung derart ehrlich.


James Johnson

17.07.2011, 06:19 Uhr
Melden 118 Empfehlung

Ist ja selbstverständlich, deutsche grenznahe Bürger haben nun auch das Stimm- und Wahlrecht! Wir wissen auch nicht alles, was da in D so geschieht. Irgendwo muss das "heisse" Material ja in die Behälter gelangen, oder will man es zuerst durch ganz Europa transportieren. Antworten


Friedrich Lorenz

17.07.2011, 09:18 Uhr
Melden 37 Empfehlung

Verständlich die Haltung er Deutschen. Wenn man vor Ort sieht, was man den Waldshutern mit Leibstadt einfach so vor die Nase geknallt hat .....


Hans Jost

17.07.2011, 08:05 Uhr
Melden 45 Empfehlung

Un wer bezahlt diese Verabeitung und Lagerung wie Lagerungs-Bewirtschaftung für die nächsten 1'000 Jahre? Wohl nicht die jetzige Elektrizitätsgesellschaft über den Elektritzitäts tariff sondern wieder mal der Staat respektive der Steuerzahler. Das ist eine der versteckten Subventionen für einen möglichsten niedrigen Atom Strom tariff.


charlotte meierin

17.07.2011, 07:47 Uhr
Melden 1 Empfehlung

radioactive abfealle kann ma ja in den Alpen speichern ohne sorgen, dann bleibt alles verschont


Hans Iseli

17.07.2011, 02:06 Uhr
Melden 25 Empfehlung

Das ist ja entsetzlich: der Bund sucht eine Lösung für radioaktive Abfälle, die entstehen, weil wir wie die Blöden Energie verpuffen! Was fällt dem ein?! Da muss die Presse warnend eingreifen und enthüllen, möglichst mit dem Blick voran! Antworten


Karli Klingler

17.07.2011, 00:17 Uhr
Melden 82 Empfehlung

Schönreden, Vertuschen, Lügen - anders lässt sich diese Technologie offenbar nicht verkaufen. Antworten



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