Bundesgericht macht Raucher krank
Von Simone Rau. Aktualisiert am 05.08.2011 87 Kommentare
Umfrage
Sollen Raucher Medikamente zur Entwöhnung von der Krankenkasse vergütet bekommen?
Ja, immer
Ja, wenn sie krank sind
Nein
1827 Stimmen
Champix: Kein Wundermittel
Das Rauchstopp-Medikament Champix ist in der Schweiz seit 2006 zugelassen. Im Gegensatz zu konventionellen, nikotinhaltigen Rauchstopp-Mitteln (Pflaster, Kaugummi) ist es rezeptpflichtig. Der Wirkstoff Vareniclin setzt sich im Gehirn auf dieselben Andockstellen wie das Nikotin. Dadurch werden die Nervenzellen auch ohne Nikotin stimuliert, was Entzugssymptome vermindern soll. Zudem blockiert Vareniclin die Andockstelle dauerhaft. Sollte man rückfällig werden, bleibt der stimulierende Effekt durch Nikotin aus. Laut Experten ist Champix kein Wundermittel: Die Anwendung sei kompliziert, und der Wille zum Aufhören unabdingbar. (mma)
Artikel zum Thema
- Rauchstopp per SMS
- Bildstrecke: Millionenkampagne gegen das Rauchen
- Europa soll zur rauchfreien Zone werden
Stichworte
Korrektur-Hinweis
Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.
SwissquoteExklusiver Trading-Partner
Ist Rauchen ein Genuss? Eine Sucht? Das Bundesgericht hat entschieden: Unter gewissen Voraussetzungen ist es eine Krankheit. Künftig müssen Krankenkassen deshalb Nikotinsüchtigen, die so abhängig sind, dass sie krank sind, die Medikamente für die Entwöhnung zahlen. Wann genau das der Fall ist, muss nun das Bundesamt für Gesundheit (BAG) entscheiden.
Konkret geht es beim gestern veröffentlichten Urteil um das Rauchentwöhnungsmedikament Champix des US-Konzerns Pfizer. (PFE 21.36 0.66%) Seit 2006 sind die kleinen, weissen Tabletten in der Schweiz zugelassen, sie werden aber von der Krankenkasse nicht vergütet. Das BAG lehnte ein entsprechendes Gesuch von Pfizer um Aufnahme von Champix in die Spezialitätenliste 2008 ab. Das Bundesverwaltungsgericht stützte diese Haltung vergangenen Dezember: Nikotinabhängigkeit sei keine Krankheit, die man behandeln müsse. Entsprechend bestehe für die Kassen auch keine Vergütungspflicht. Es wies die Beschwerde von Pfizer ab.
«Mindestgrad an Abhängigkeit»
Das wollte der Pharmakonzern nicht akzeptieren und gelangte ans Bundesgericht. Dieses gibt Pfizer nun teilweise recht. Für das höchste Schweizer Gericht ist kein Grund ersichtlich, weshalb man die Nikotinsucht anders beurteilen solle als Alkohol- und Drogensucht, die als Krankheit akzeptiert würden. Es verlangt vom BAG, Bedingungen zu formulieren, ab wann die Abhängigkeit von Zigaretten als Krankheit zu definieren sei und medizinischer Behandlung bedürfe. Vorab müsse ein «Mindestgrad an Nikotinabhängigkeit» festgelegt werden. Grundsätzlich gilt für das Bundesgericht: Nicht jedes Rauchverhalten ist eine Sucht, die behandelt werden muss. Die Nikotinabhängigkeit ist nur dann als Krankheit zu werten, wenn sie aus medizinischer Sicht einer Behandlung bedarf.
Bereits jetzt stuft das BAG, das sich nicht zum Urteil äussern will, die Nikotinsucht als Krankheit ein, wenn sie Ursache oder Folge einer anderen Erkrankung ist oder wenn sich der hohe tägliche Konsum von Tabakwaren negativ auf das soziale Verhalten oder das Arbeitsleben auswirkt. Das Bundesgericht kritisiert diese Definition als «zu allgemein» und «wenig praktikabel». Denkbar ist für die Richter etwa, die Mindestabhängigkeit nach Massgabe des international anerkannten Fagerström-Tests festzulegen. Dieser erfasst den Schweregrad der Abhängigkeit auf der Basis von Fragen an den Raucher. So etwa «Wie viele Zigaretten rauchen Sie pro Tag?» oder «Wann rauchen Sie nach dem Aufwachen die erste Zigarette?».
Kosten von 45 Millionen in drei Jahren
Allerdings ist der Fagerström-Test in der Fachwelt nicht unbestritten. Laut Thomas Beutler, wissenschaftlicher Mitarbeiter bei der Arbeitsgemeinschaft Tabakprävention Schweiz (AT), kann er «ein falsches Bild geben». Nur weil ein Raucher beim Ausfüllen des Fragebogens eine geringe Punktzahl erreiche, bedeute das nicht, dass er nicht süchtig sei und deshalb auf eine Behandlung verzichten könne. «Wo die Grenze zwischen kranken und gesunden Rauchern liegt, ist äusserst schwierig, wenn nicht unmöglich zu sagen. Denn jeglicher Konsum hat negative Folgen», sagt Beutler. Die AT würde es denn auch begrüssen, wenn die Kassen alle – auch nicht rezeptpflichtige – Rauchstopphilfen finanzieren würden. Bis heute bezahlt die obligatorische Grundversicherung kein Entwöhnungsmedikament für Raucher. Damit ein Medikament auf die Spezialitätenliste kommt und von der Grundversicherung bezahlt wird, muss es die Kriterien Wirksamkeit, Zweckmässigkeit und Wirtschaftlichkeit erfüllen.
Das BAG sah dies bei Champix als nicht erfüllt an – im Gegensatz zum Bundesgericht, das einzig die Wirtschaftlichkeit nicht abschliessend beurteilen konnte. Laut der Eidgenössischen Arzneimittelkommission würde eine zwölf Wochen dauernde Behandlung rund 450 Franken kosten. Würde Champix in die Spezialitätenliste aufgenommen, hätte das laut Schätzung der Kommission Kosten von 45 Millionen in drei Jahren zur Folge. Dies sei bei einer Erfolgsquote von «lediglich 21 Prozent eine enorme Summe», schreibt das Bundesgericht. Dem gegenüber stünden aber 27 Prozent Raucherinnen und Raucher unter den 14- bis 65-Jährigen – und die Tatsache, dass 40 bis 60 Prozent von ihnen aufhören wollten, dies aber allein nicht schafften. (Tages-Anzeiger)
Erstellt: 04.08.2011, 22:33 Uhr
Kommentar schreiben
Verbleibende Anzahl Zeichen:
87 Kommentare
Es wäre sehr gut wenn die Krankenkassen die Kosten für das Medikament (Champix) übernehmen würden, den für den Normalverdiener ist dieses Medikament zur Raucherentwöhnung zu teuer. Das Medikament wurde mir von meinem Arzt verschrieben, also liegt sicherlich ein Krankheit vor. Antworten
Hier geht es doch mittlerweile nicht mehr darum, die Raucher bei der Entwöhnung zu unterstützen (das geht auch ohne Pharmaka und andere Rauchstopphilfen), sondern nur darum, dass Pfizer entsprechende Gewinne erzielen will. Die alleinige Verabreichung eines Medikaments bei einem Suchtentzug ist nicht ausreichend. Besser wären: mentale Stärkung, Sport, gesunde Ernährung > sprich Verhaltensänderung. Antworten
Die Kosten des Entzugs soll die Tabakindustrie bezahlen, die jahrelang wider besseres Wissen so tat, als ob Rauchen unschädlich sei, und dabei Riesengewinne machte. Zahlen soll auch der Staat, der Mitwisser und über die eingezogenen Tabaksteuern sogar Mittäter war, anstatt Rauchprävention zu betreiben. Tabakindustrie und Staat sollen auch die medizinische Versorgung der Tabakopfer tragen. Antworten
Wann erfindet Geldgierwahnsinnsbranche Pharma ein Mittel dem Menschen die Selbsterkenntnis zur Selbstverantwortung zurueckzubringen, was dann gerne einmalig von der Krankenkasse bezahlt werden kann, da das Praeparat einen Rueckfall garantiert ausschliesst. Damit entfallen fuer immer unsinnige BG Urteile die der Pharma zur Gewinnsteigerung verhelfen. Antworten
Frau Kuster, preazise durchschaut. Hunderte Erfindungen / Patente wurden von Chemie oder Energie Industrie aufgekauft, fuer immer schubladisiert, da sie deren Gewinnzielen nicht ins Kozept passen. Die A-Lobby bringt ja bereits wieder die Politiker rechts ins Wanken betr. Atomausstieg. Die Buergermeinung ist nur fuer Stimmenfang gefragt. Mal gewaehlt und im Sessel alles Schnee von gestern.
Netter Gedanke, aber so ein Medikament hätte leider keine Chance...wenn es so etwas gäbe, würde die Pharmaindustrie es geheim halten. Alles, was Krankheiten endgültig besiegt, ist schlecht für ihr Geschäft.
Spezialitätenliste oder nicht, es kann doch nicht sein, nur weil , ich selber Raucher, alles um jeden Preis bezahlt werden muss. Sehen wir doch unsere Spitäle an, denn wieso musste alle Betten auf mindestens 200KG aufgerüstet werrden. Auch anders gefragt was ist Sucht, vor allem beim Begriff Alkohol, da wird auch kein Zuschuss für die "Herrgöttli" entrichtet, doch der Staat verdient damit Geld. Antworten
Wenn man den Alkis den ganzen Entzug bezahlt (es gibt sogar Firmen, die legen .Alkmitarbeitern das Geld für den Entzug aus), dann sollten dieselben Spielregeln richtigerweise auch für Raucher gelten, so einfach ist das. Nach meinem Dafürhalten, hat das Bundesgericht richtig entschieden! Antworten
Was mich langsam krank macht, ist diese ewige Diskussion zwischen Rauchern und Nichtrauchern. Hört doch endlich auf damit. Jeder Mensch weiss, dass rauchen schädlich ist. Was mich am meisten nervt, ist die Doppelmoral der Politiker: auf der einen Seite "s'hohle Händli mache" (Tabaksteuer usw.) und auf der anderen Seite das Rauchen verdammen. Wie heisst es doch so schön: Leben und leben lassen! Antworten
Leben und leben lassen: solange die Raucher die Finger vom meinem Portemonnaie lassen, können sie leben wie sie wollen
Wenn ein Raucher 12 Wochen Champix schluckt, dann kostet das ungefähr gleich viel wie 12 Wochen Rauchen. Die Raucher hätten also garantiert genug Geld, um die Champix-Therapie selber zu bezahlen. Wieso also sollen dann die Nichtraucher das Champix mitbezahlen?? Antworten
Richtig Frau Galli. Wenn eine Schachtel Fr. 6.50 kostet und jeden Tage eine verbraucht wird ergeben das Fr. 780.00. So hätte der Raucher sogar noch gespart wenn er das Medikament statt die Zigis selber zahlt. Vor 12 Jahren selber aufgehört und zum Arzt und Pflaster verschrieben bekommen. Alles selber bezahlt, na und?
Oh wie Sie sich nun wieder ab den bösen bösen Rauchern ärgern können, die selbsternannten Gesundheitsapostel. Ich finde so lange man nachweislich unwirksamen, schweineteuren Hokuspokus wie die ganze homöpathische Kügeli"medizin" finanzieren kann, liegt ein Entwöhnungsmittel für Raucher noch längstens drin. Antworten
Sie haben das wohl falsch verstanden. Eine solche Behandlung kann man wohl selbst bezahlen. Und in die Homöopathischen werden soweit mir bekannt ist nur von den Zusatzversicherungen übernommen. Und wenn sie schreiben, dass das wohl drin liege muss ich Sie Fragen: "Darf es sonst noch was sein"?
Ich sag ja nicht, die KK müsse alles bezahlen, was nachweislich wirksam ist (jeder Mensch ist verschieden, nicht allen hilft das gleiche MIttel). Ich finde es nur sinnvoller, wenn die KK z.B. die Alternativmedizin unterstützt anstatt Rauchern Medikamente zu bezahlen, die sie nicht zwingend brauchen. Ich hab ja niemanden gezwungen zum Rauchen, wozu soll ich also höhere Prämien zahlen?
@Mona Kuster: Ja, der Nachweis ist nicht erbracht, dass Homöopathie unwirksam ist. Aber woher kommt eigentlich das selsame Ansinnen, dass die Krankenkasse alles zu bezahlen hat, was nicht nachweislich unwirksam ist??
1. Homöopathie übernimmt die KK nur bei Zusatzleistungen zur Grundversicherung
2. Homöopathie ist def. nicht teurer als all die chemischen Medikamente
3. Da homöopathische Mittel aus Pflanzen gewonnen werden, haben sie viel weniger Nebenwirkungen
4. Bei jedem Mensch funktionieren Medikamente anders, von da her kann man nicht sagen dass Homöopathie nachweislich unwirksam ist
Ja natürlich ist rauchen eine Sucht und gehört wie alle Krankheiten behandelt. Die Krankenkassen sollten aber nicht nur ein Medikament bezahlen sondern alle geprüften Methoden. Wir von Allen Carr's Easyway plädieren seit langem, dass das BAG eine Studie über alle verschiedenen Methoden erstellt. So kann jeder Raucher den Weg gehen der bei Ihm am meisten hilft. Antworten
Mit dem Rauchen aufzuhören ist eine Frage des Willens, Rauchen ist KEINE Krankheit (habe selber 20 Jahre intensiv geraucht und dann selber aufgehört!). Kurz- und Weitsichtigkeit ist ja seit Neustem keine Krankheit mehr, obwohl man das weder beeinflussen kann noch selber verschuldet hat, die KK zahlen nichts mehr! Ob jemand raucht, ist jedoch eine freie Entscheidung. Wenn das nicht unfair ist... Antworten
Es sind nicht alle so stark wie Sie, ich habe auch nach vielen Jahren aufgehört. Mitunter entscheiden auch die Lebensumstände, die Umwelt, die Arbeit, die Familie und die Lebensqualität über die Kräfte des Einzelnen. Also nicht sofort alle verurteilen, die Mühe haben.
Hier geht es offensichtlich um eine Geldfrage. Die KK soll aber in schweren Fällen helfen, die das Budget überstapazieren. Wer sich das Rauchen leisten kann, kann diese Pillchen locker bezahlen. Einmal mehr wird der Versicherungsgedanke pervertiert. Antworten
Da doch angeblich das passivrauchen gefährlicher ist als Schusswaffen, und doch alle Nichtraucher so unglaubliche Qualen leiden, wenn irgend wo jemand raucht, sollten diese doch begeistert die Entwöhnung bezahlen, in ihrem eigenen Interesse.
Hm. selbst bezahlen... Das dann doch nicht. Vielleicht ist es doch nciht so gefährlich, dass sich das lohnt? Es wären immerhin 1-2 Franken pro Zahler?
Antworten
Man merkt an all den Komentraren, dass keiner dieser gerne schlauen Menschen wirklich eine Ahnung von Suchtverhalten hat! Es ist unbestritten, dass Rauchen eine Sucht, und somit eine Krankheit ist. Da bei der Sucht vieles im Gehirn abgeht, muss man viele Dinge ausprobieren, bis man den richtigen Weg daraus findet!Es wurde schon lange Zeit, dass man diese Medikament aus der KK bezahllt! Antworten
Wie sehen Sie es bei Hypochondrie, veg. Dystonie oder bei
Workaholic ?
Ich bin "Rauchsuechtiger" - benoetige aber keine Hilfe...
Da man als Raucher selbst schuld ist, und ohnehin schon fast Terrorist, sollte man selbst zahlen. Wie alle schwangeren, Wintersportler, übergewichtigen, überhaupt jeder. Man ist ja immer irgend wie selbst schuld.
Eine Krankenkasse ist eine Solidargemeinschaft. Das Wort kann man Googlen wenn man es nciht versteht.
(Ob die Therapie sinnvoll ist ist eine andere Frage)
Antworten
Frage an diejenigen, die sich über das Bundesgerichtsurteil aufregen. Was ist besser, dass die Krankenkasse für einen Raucher einmal Fr. 425.-- ausgeben oder über Jahre hinaus tausende von Franken an Herz-Kreislaufmitteln, etc, aufwenden? Die Raucher haben mit ihren Steuern das Nikotinentwöhnungsmittel ohnehin schon X-tausend mal bezahlt. Antworten
Kann ja sein, dass die Raucher das Nikotin-Entwöhnungsmittel schon X-tausend Mal bezahlt haben. Aber was ist mit den anderen vielen Milliarden Gesundheitskosten, die sie fahrlässig und mutwillig verursachen?
Interessante Kommentare. Ich war jahrelang selber eine "Süchtige", habe 30 Zigis am Tag geraucht und am morgen kurz nach dem Aufstehen die erste angezündet. Dann las ich Allen Carr's Buch "Endlich Nichtraucher" (CHF 13.90) und habe ohne andere Hilfsmittel aufgehört. Was ich kann, das kann auch jeder andere. Ich bin gegen eine KK Finanzierung. Antworten
In meinem Bekanntenkreis haben viele versucht mit Akupunktur, Pflästerli, Knopf im Ohr etc. aufzuhören, ohne Erfolg. Wenn der Wille nicht vorhanden ist, dann nützt auch ein Hilfsmittel nix, egal ob von der KK finanziert oder nicht. Es muss im Kopf stimmen. Die Nikotinsucht ist so schwach, dass der Körper nach 3 Tagen den Entzug überwunden hat. Der Rest ist reine Kopfsache.
Genau das nicht. Nicht jeder kann das weil nicht jeder dazu die Krat aufbringt. Einige schaffen es alleine, andere nicht. Wenn man aber bedenkt, was die KK sparen weil die Leute nachher gesünder sind sollte man sich gut überlegen, ob das Aufhören bezahlt wird oder nicht. Unsere Spitäler sind voll von Opfern der Rauch- und anderer Süchte.
@DD:Eigentlich korrekt;aber:Raucher-Kosten für die KK so enorm,dass dies gerechtfertigt ist,wenn denn die Sucht tatsächlich überwunden wird.Hauptproblem für mich ist aber die Tatsache,dass die enormen gesundheitlichen und wirtschaftlichen Kosten von uns Nichtrauchern getragen werden sollen:Zigi und Alkohol-Preise drastisch erhöhen und Abgaben ab sofort in KK und nicht in AHV!!!
Wenn ich mich entscheide morgen ein Burnout zu haben, wird mir ebenfalls geholfen. Wenn ich genug fettleibig bin, bezahlt mir die KK auch den Magenbeipass. Wenn ich in 9 Monaten einen Kaiserschnitt wünsche, wird das von der KK übernommen. Wo ist das Problem? So funktioniert nun mal unser System! Aufhören zu jammern und Bravo an Medien für s Aufheizen und Hetzen gegen Raucher. Antworten
Rechnen wir mal: 450.- das sind etwa die Kosten von 64 Päckchen. Bei 12 Wochen Therapie sind das 5 1/3 die Woche oder weniger als 1 pro tag. Die Kosten des Medikaments kann der Raucher also locker selber tragen, nur schon durch die gesparten Zigarettenkosten. Ich sehe deshalb keinen Grund dies durch die öffentliche Hand zu tun. Allerhöchstes könnte man sie vorfinanzieren damit die Therapie begonnen wird. Antworten
Interessant im Bundesgerichtsentscheid 9c-69/2011 (11.07.11) nachzulesen, wie sich das Bundesamt für Gesundheit (BAG) bis vor Bundesgericht mit Händen und Füssen dagegen wehrt, dass Rauchern die Nichtraucherentwöhnung erleichtert wird. Dem BAG (Bundesrat Burkhalter) ist es scheinbar doch nicht so ernst mit ihrer teuren (aber untauglichen) Tabakprävention. Wegen den reichlich fliessenden Steuern??? Antworten
Wenn jemand zuckerkrank wird, weil er zuviel Schoggi gegessen hat, wird das Insulin auch von der KK bezahlt. Als Nichtraucher muss ich sagen, hört auf mit diesen blöden Kämpfen gegen Leute, die anders sind als ihr Gesunden. Das BG hat absolut richtig entschieden. Antworten
Gsell, Zuber: Die Entstehung von Diabetes mellitus wird also besonders durch die Ernährung begünstigt. Betroffene haben sich meistens über einen längeren Zeitraum zu fett, zu süß und zu einseitig (z. B. mit Weißmehlprodukten) ernährt.
Irgendwelche Fragen, ihr zwei Besserwisser?
Niemand wird zuckerkrank weil er zu viel Schoggi gegessen hat. Ihr Beitrag ist eine Beleidigung für jeden Diabetiker!
So einen Blödsinn habe ich selten gelesen. Kennen sie sich überhaupt mit Diabetes aus? Es gibt Typ 1 + 2, wobei 1 angeboren ist und nicht repariert werden kann. Rauchen und Drogenkonsum ist aber schlicht willenlosen Menschen zuzuordnen, die aus lauter Blödheit damit beginnen Tabak und Drogen zu konsumieren.
Die Anwendung sei kompliziert, und der Wille zum Aufhören unabdingbar... Rauchen ist (wie jedes Suchtverhalten) ein Ausgleichsversuch für seelische und / oder geistige Schwierigkeiten der fatalerweise über den Körper und seine Sinne versucht wird (z.B. Frust-Essen, Kaufsucht, TV-Zappen, etc.). Eine Suchtbehandlung ohne Einbezug des Herzens hat wenig Chancen. Was sollen da Tablettten ausrichten? Antworten
Wer ein halbes Päckli pro Tag raucht, gibt pro Jahr 3.4 * 365 = 1240 Fr. für das Rauchen aus. Nach 4 Monaten hätte ein Raucher also bereits die Kosten für die Champix-Therapie amortisiert und hätte anschlissend jedes Jahr 1240 Franken mehr in der Tasche. Wenn dieser Anreiz nicht von selbst hilft, dann hilfts auch nicht wenn die Krankenkasse bezahlt! Antworten
Es geht ja nicht um Krankheit oder nicht. Auch nicht um Selbstverantwortung oder gesunden Menschenverstand. Die Auswirkung des Entscheids wird NUR sein, dass sich die Pharma ein weiteres lukratives "Geschäft" erschlossen hat auf dem sie uns alle melken kann. Und fast jeder wird es doch probieren so vom Rauchen loszukommen. Wenns nicht klappt wars ja "gratis"... Antworten
Wer willens ist, aufhören zu rauchen, sollte Unterstützung bekommen !
Schliesslich bekommen die "Drögeler" ja ihr Methadon auch gratis, oder hat jemand das Gefühl, die haben Geld um dies zu bezahlen ??
Die Nichtraucher, Nichtalkoholiker und Drogenfreien bezahlen ja ehe schon, nur wissen sie es nicht !
Antworten
Wer wirklich willens ist, mit dem Rauchen aufzuhören, der schafft das auch ohne Unterstützung...
Unterstützung ja. Aber nicht weil die "anderen" auch Unterstützung bekommen... die Argumentationskette funktioniert nicht. Auch finde ich es nicht ok, dass die Krankenkassen noch nicht nach Bonus/Malus funktionieren wie die Autoversicherungen. Mache ich einen Unfall, zahle ich mehr Prämie. Richtiges Verhalten mit tieferen Prämien belohnen, nicht Schlechtes entschädigen und somit verniedlichen...
Obwohl ich selbst Zigarrettenraucher bin, bin ich ganz und gar nicht dafür das die Krankenkassen hierbei unterstützungen anbieten müssen. Wenn ich aufhören möchte zu Rauchen dann tue ich das selbst. Was ist dann mit den Prämien? Die werden dann ja sicher auch steigen und es kann ja nicht sein das derjenige der Nichtraucher ist auch mehr Prämie bezahlen muss! Antworten
Drogensüchtigen wird der Stoff ja auch per Krankenkasse finanziert, wieso soll denn bei Raucher dies nicht gelten, den beides, beides sind Süchte. Trotzdem sind Süchte keine Krankheiten, da liegt das Bundesgericht total falsch. Süchte kommen von Langeweile, Minderwertigkeit, etc., deshalb sollte sowohl der Drogenkonsum, wie auch Rauchen selbstfinanziert werden und nicht der Allgemein auferlegt wer Antworten
Man lasse mal diese Zahlen auf sich wirken: Therapie 450 CHF in 84 Tagen. Gehen wir davon aus, dass ein starker Raucher 10 Franken pro Tag verraucht. Gehen wir weiter davon aus das nach der Hälfte der Zeit die Glimmstängel nicht mehr braucht. Da hat sich das clever Raucherlein bis am Ende der Therapie schon CHF 420 in die eigene Tasche gesteckt.
Was rauchen die Befürworter den ganzen Tag?
Antworten
Und ich soll das mitbezahlen ? Warum ? Jeder raucht freiwillig. Bitte dann den Preis pro Päckli um CHF 2.-- erhöhen und dieses Geld zweckgebunden in einen Fonds. Aus diesem Fonds dann die Behandlung bezahlen. Ich will nicht mehr Krankenkasse bezahlen für die Raucher. Ich rauche nicht. Antworten
schön wenn das rauchen gesundheitschädlich sein soll, doch vergessen haben wir die lieben nanopartikel und den Feinstaub. Wie aus nahmhaften Studien zu erfahren ist, sind solches noch viel schädlicher. Fazit müssen nun auch die produzierenden Firmen zur Kasse gebeten werden. Sucht nach Verzehr von Zigaretten wird doch von den Firmen dank bis zu 27 Schadstoffen, die beigemischt werden verursacht! Antworten
Für mich ist rauchen eine Sucht, genau so wie es der übermässige Konsum von Alkohol ist. Daraus kann (muss aber nicht!) eine Krankeit wie z.B. Lungenkrebs oder Leberkrebs entstehen, die wahrscheinlich die Folge des übermässigen ´Konsums´ dieser Drogen steht. Und dies nennt sich dann KRANKHEIT! Nun sollen also Süchte quersubventioniert werden! Steht da vielleicht die Pharma Industrie dahinter? Antworten
Wenn Sie den Artikel aufmerksam gelesen hätten, wüssten Sie auch die Antwort.
ja, Pfitzer steht dahinter. Sie haben ein Medikament das zur Behandlung von Rauchersucht über die Krankkassen abgerechnet werden soll............. Da wurde ein Gericht zu einem Marketingknecht! Soviel zur Unabhängigkeit der Gerichtsbarkeit.
Raucher bezahlen jährlich nebst der MWSt über Fr. 6 Milliarden an Tabaksteuern. Dieses Geld wird nicht nur für die AHV, sondern auch zur Sanierung der Bundeskasse (--.40 p/Packet) und für eine wertlose Tabakprävention des Bundes (Fr. 10 Mio) aufgewendet. Effektive Tabakprävention aber wäre mit diesen Geldern Nikotinentzugsmitteln abzugeben. Couchepin, danach Burkhalter weigerten sich jedoch bisher Antworten
Unglaublich! Dann sollen aber ab sofort massive Vergünstigungen für Nichtraucher und abstinente etc. geschaffen werden! Sucht-medikamente werden bezahlt, aber eine einfache Zahnarztbehandlung muss noch immer selbst beglichen werden! Viagra wird bezahlt, aber verhütung bei der Frau nicht.... Und dafür zahlt man monatlich hunderte von Franken??? Frechheit! Antworten
Ja klar! Ist ja wohl der Gipfel, Nikotinsucht ist eine Krankheit, und somit bezahlen wir mit der Krankenkasse die "Entwöhnungspille"! Also so einen Quatsch gibt's ja wohl nur in der Schweiz. Ab wann werden fette Menschen von der Krankekasse finanziert, wegen 'Esskrankheit'?! Antworten
Wenn für den Erfolg von Champix auch "der Wille zum Aufhören unabdingbar " ist, dann wird die Erfolgsquote bei der Gratis-Abgabe noch viel tiefer als 20% liegen, als wenn man selber 450 Franken hinblättert. An der schönen Theorie der "dauerhaft blockierten Nikotin-Andockstellen" kann sowieso etwas nicht stimmen: es würden doch nicht 80% weiter rauchen, wenn das Nikotin keine Wirkung mehr hätte... Antworten
Jeder Süchtler/Alkoholiker wird von der Krankenkasse unterstützt, wenn er will. Jeder Arzt empfiehlt einem das Rauchen aufzugeben, der Gesundheit wegen. Jeder Raucher wird diskriminiert wo es nur geht. Jetzt bald auch Rauchverbot an Stränden. Jetzt besteht die Chance einer finanziellen Hilfe, doch kaum Kommentare von Rauchern. Armes rauchendes Volk ohne Lobby. Dann bin ich wohl der Einzige hier. Antworten
Ja ja die armen Raucher. Ich bin ein Ex Raucher und ich stelle heute fest wie Rücksichtslos die Raucher gegenüber Nichtrauchern sind. Das Rauchverbot am Strand ist die Folge davon. Die Stummel werden nicht richtig entsorgt weil ein paar Meter Fussmarsch zum Abfalleimer zu weit sind.
Wenn ein Raucher 12 Wochen Champix einnimmt, dann kostet das ungefähr gleich viel wie 12 Wochen Rauchen. Die Raucher hätten also garantiert genug Geld, um die Champix-Therapie selber zu bezahlen. Wieso also sollen dann die Nichtraucher das Champix mitbezahlen?? Antworten
Nach dem Rauchverbot musste es kommen, jetzt wird beim Gesundheitswesen abgeschöpft, das war doch die Idee. Die KK Prämien werden steigen. Danach kommt Fettleibigkeit und Alkohol, alles sind Krankheiten. Jeder will krank werden, weil man sich selbst nicht beherrschen kann. Wenn man wirklich krank ist, kann man eigentlich nur ein Simulant sein. Irgendwie krank dieses Urteil, das macht mich krank Antworten
Ich habe gemeint die KK sollen sparen? Ich habe die Tabletten auch probiert und musste mich übergeben und gebracht haben sie nichts. Nach 2 Monaten habe ich von einem Tag auf den andern augehört mit Rauchen und das noch ohne die viel genanten Entzugserscheinungen. Im Kopf findet der Entzug statt und nicht in der Tablette. Wieder ein Geschäft mehr für die Chemische. Antworten
Wer ein halbes Päckli pro Tag raucht, gibt pro Jahr 3.4 * 365 = 1240 Franken für das Rauchen aus. Nach 4 Monaten hätte ein Raucher also bereits die Kosten für die Champix-Therapie amortisiert und hätte anschlissend jedes Jahr 1240 Franken mehr in der Tasche. Wenn dieser Anreiz nicht von selbst hilft, dann hilfts auch nicht wenn die Krankenkasse bezahlt! Antworten
Diese ganze Diskussion um "Bezahlen oder nicht bezahlen" erscheint mir sehr suspekt. Ich habe noch nie davon gehört, dass Rauchen die Arbeitsqualität verschlechtert. Es wird höchstens die Arbeitszeit beschnitten, wobei auch bei diesem Punkt einige Arbeitgeber schon reagiert haben. Alkohol- und Drogenkonsum verschlechtert die Qualität der Arbeit hingegen deutlich. Rauchen ist nie eine Krankheit! Antworten
habe nach 18 jahren von heute auf morgen aufgehört zu rauchen. OHNE medikamente oder andere hilfsmittel. süchtig ist man nicht nach dem nikotin, sondern nach der gewohnheit. ich fuhr in die ferien und rauchte vor dem flug meine letzte. da in den ferien alle gewohnheiten entfallen, vermisste ich das rauchen praktisch gar nicht. wieder zuhause wars dann einfacher nicht mehr damit anzufangen Antworten
Welche Ironie, dass ausgerechnet ein US-Pharmariese das medizinische Axiom Sucht = Krankheit bei unseren Institutionen durchsetzt, unabhängig davon, um welche Sucht es geht, Alkohol, Nikotin, was auch immer.
Süchtig ist, wer dauernd und in gesundheitsschädigendem Ausmass Substanzen konsumiert, welche die Belohnungszentren des ZNS aktivieren, und wer sich nicht mehr selbständig daraus lösen kann.
Antworten
also erstens finde ich es eine frechheit, dass ich mich an der entwöhnung eines rauchers beteiligen muss. die meisten wollen ja unbedingt rauchen. zum anderen, ich würde den test für mich so ausfüllen, dass ich extrems süchtig rauskkommen und schwupps ist die kur bezahlt. eine frechheit, da zahlen wir neu einfach allen das medikament! Antworten
Es ist ja genügend Geld von den Rauchern vorhanden, (Steuer)oder man erhöht das Päckli Zigaretten einfach nochmals um 50 Rappen, und das Geld fliest in einen fond und geht an die Krankenkassen, und zwar Zweckgebunden!
Rauche selber auch, aber nur wenig.
Antworten
Eine absolute Fehlentscheidung des BG's. Jeder Raucher ist für sich selbst verantwortlich. Wo kommen wir hin, wenn alles durch die KK bezahlt werden soll? Wer raucht und sich anstelle der Zigaretten keine Medikamente leisten kann, hat offensichtlich sein Problem nicht erkannt. Jeder hat seine freie Entscheidung zu rauchen oder nicht zu rauchen. Sieht aus, als würde auch das BG käuflich sein. Antworten
"Rauchen soll eine Krankheit sein??!!" Jetzt ist das Bundesgericht bzw. sind deren Richter aber total "durchgeknallt"!!, wenn sie das Rauchen als Krankheit beurteilen. Jeder ist schliesslich selber dafür verantwortlich, wenn man durch das Rauchen krank wird. Jetzt soll die Allgemeinheit wieder durch höhere Krankenkassenprämien die Entwöhnungsmedikamente für Raucher mitfinanzieren!!!! Antworten
Geht ja gar nicht! Jeder der raucht ist selbst Schuld. Ich hab vor 1.5 Jahren aufgehört mit dem Rauchen, einfach so. Über 1-2 Wochen reduziert und dann lohnts sich eh nicht mehr 2-3 Zigis am Tag zu rauchen... Sollte sich jeder selbst an der Nase nehmen, und aufhören kann jeder, solange er auch aufhören will!!! Antworten
Und die Nichtraucher sollen es mit zahlen? Nein danke. Ich schlage vor, dass wir im Gegenzug den Tabakpreis (Zigaretten, aber auch loser Tabak) weiter erhöhen und die Mehreinnahmen der Grundversicherung zu Gute kommen lassen. Und zwar so lange erhöhen, bis die nun erstrittenen Mehrausgaben mindestens dreimal gedeckt sind! Dann zahlen es die Raucher, die nicht aufhören, das wäre fair. Antworten
Genau! Und dann zeigen wir es den Rauchern so richtig! Meine Güte. Ihr seid schon alle so verhetzt, ihr merkt es nicht mal mehr. Die Raucher decken ihre Kosten selber mit den hohen Preisen, alles andere ist eine Lüge. IHR wollt die Raucher nicht, aber Kaiserschnitte bei Geburten weil man die Schmerzen scheut... was meint ihr, was das alles kostet? Was für eine traurige Gesellschaft!!!
Das mit der Kostenwahrheit ist so eine Sache. Die Raucher bezahlen viel mehr Beiträge an die AHV als die Nichtraucher. Dann haben sie eine tiefere Lebenserwartung... Diese AHV Mehreinnahmen fielen dann auch weg und die Lebenserwartung bzw. Die Rentenbezugszeit steigt... Wer bezahlt das :-)
Die Raucher bezahlen jetzt schon eine sehr hohe Steuer für die Zigaretten.
Die Herstellung der Zigaretten kostet fast nichts. Raucher arbeiten auf jeden Fall und bezahlen Steuer. Alkoholiker und Drogenabhängige dagegen nicht.
Ich finde es gut, wenn man bezahlte Hilfe für das Abgewöhnen des Rauchens bekommt.
Das wäre ja der Durchbruch! Krankheiten verbieten und alles ist gut. Kein Krebs mehr und alle werden 120 Jahre alt. Keine KK mehr und arbeiten bis 110? Haarsträubend was hier im Forum abgeht.
und dann werden in kürze die KK Prämien wieder massiv ansteigen, da man ja nun auch dies mitfinanzieren darf! Schon krass dass so viele Dinge gestrichen und nicht mehr unterstütz werden, für welche man nichts kann, aber dann werden die Raucher unterstützt die sich das selber ausgesucht haben??!! (Und ja, JEDER Raucher hat selbst entschieden, ob geraucht wird oder nicht)! Antworten
Einfach krank! Nicht die Raucher sind krank, sondern unser Gesundheitssystem bzw. diejenigen, die dazu das Sagen haben. Und Ende Jahr wundern sich alle, warum die KK-Kosten wieder so gestiegen sind. Wenn Rauchen eine Krankheit ist und die Entwöhnung bezahlt wird, warum versuche ich nicht auch mal dieser Sucht zu fröhnen? Antworten


Bitte warten



Angemeldet mit Facebook