Schweiz
Bundesgericht stoppt russisches Luxus-Resort im Wallis
Aktualisiert am 31.10.2011 32 Kommentare
Die russische Mirax-Gruppe plant in Mollens 160 Luxusappartements, 350 Hotelzimmer, 50 individuelle Chalets, eine 12'000 Quadratmeter grosse Geschäftszone mit Restaurants, Kunsteisbahn, Schwimmbädern sowie ein Konferenzzentrum. Die Anlage soll im Endausbau 2500 Betten umfassen und etwa 400 Millionen Franken kosten.
Das Walliser Kantonsgericht hatte die Beschwerden des WWF, der Stiftung Landschaftsschutz und des Schweizer Heimatschutzes gegen die Baubewilligung im vergangenen Juli abgewiesen. Die Verbände gelangten daher ans Bundesgericht, das nun die aufschiebende Wirkung erteilt hat.
Keine Sicherheitsleistung
Mit dem Bau der Anlage darf damit zumindest vorerst nicht begonnen werden. Die Bauherrschaft hatte gefordert, dass von den Beschwerdeführern für den Fall der Gewährung der aufschiebenden Wirkung eine Sicherheitsleistung über fünf Millionen Franken zu erheben sei, worauf das Bundesgericht aber verzichtet hat.
Seinen Zwischenentscheid rechtfertigt das Gericht unter anderem damit, dass ein sofortiger Baubeginn die betroffenen Trockenwiesen gefährden könnte, die gegenwärtig noch über provisorischen Schutz verfügten. Das öffentliche Interesse am Schutz dieses Biotops überwiege die ökonomischen und touristischen Interessen. (bru)
Erstellt: 31.10.2011, 12:39 Uhr
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32 Kommentare
"Das öffentliche Interesse am Schutz dieses Biotops überwiege die ökonomischen und touristischen Interessen." - Ich hoffe der WWF und die Stiftung Landschaftsschutz setzen sich durch! Sollen die Russen das Projekt doch in Sibirien verwirklichen. Wenn wir etwas nicht brauchen in diesem Land dann sind es noch mehr Shopping-Center, Überbauungen und Ferien-Resorts die das halbe Jahr über leer stehen. Antworten
Da sieht man nun die wahren Gründe, warum es in der Schweiz an Boden mangelt. Und die Verbände habe richtig gehandelt. Sollen doch die Russen im Kaukasus ihre Resorts bauen. Ich bin nicht scharf auf all diese aufgeblasenen Gäste aus RU oder Asien. Auch wenn die viel Geld heute bringen, so haben wir die Probleme morgen. Antworten
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