Schweiz

Bundesrat: Jeder gegen jeden

Déjà-vu im Bundeshaus: 15 Monate nach der Abwahl von Christoph Blocher verdächtigt im Bundesrat jeder jeden. Der jüngste Vorfall ist ein Zwist zwischen Micheline Calmy-Rey und Ueli Maurer.

Anfangs hat es zwischen beiden fast schon gefunkt. Vor Monatsfrist liess Ueli Maurer einige seiner Mitarbeiter wissen: Micheline Calmy-Rey sei eine Kollegin ganz nach seinem Gusto. Er habe nun einmal ein Faible für unkonventionelle Frauen.

Jetzt freilich ist Feuer im Dach. «Calmy-Rey wirft Maurer Geheimnisverrat vor», titelte am Sonntag die Zeitung «Sonntag». Unter Berufung auf nicht genannte Quellen berichtet das Blatt: Die Aussenministerin wolle Beweise dafür haben, dass Maurer dem «SonntagsBlick» eine für sie peinliche Information zugespielt habe.

Corpus delicti ist der Entwurf eines an OECD-Generalsekretär Ángel Gurría gerichteten Briefs, dessen Existenz der «SonntagsBlick» publik gemacht hat. Darin lobt Calmy-Rey Gurría für seine Arbeiten zuhanden des G-20-Gipfels im April. Wegen des Disputs ums Bankgeheimnis wurde das Schreiben aber nicht abgeschickt. Beim Aussendepartement versichert man überdies, es habe sich lediglich um eine Höflichkeits-Epistel gehandelt, wie sie täglich zigfach versandt würden. Es sei nie darum gegangen, Gurría in seinen Aktivitäten gegen den hiesigen Bankenplatz zu bestärken.

Gleichwohl hat SVP-Präsident Toni Brunner am Samstag an der Delegiertenversammlung seiner Partei auf das Dokument verwiesen und Calmy-Rey als «Landesverräterin» beschimpft. Was läge da näher als die Vermutung, dass Ex-SVP-Chef Maurer den Nachfolger mit Munition gegen die Konkurrenz versorgen wollte?

An der Bundesratssitzung vom letzten Mittwoch hat Calmy-Rey die angeblich vorhandenen Beweise gegen Maurer dem Vernehmen nach allerdings nicht vorgelegt. Stattdessen soll nun die Bundeskanzlei den Sachverhalt abklären. Derweil feiert in der Regierung eine Kultur neue Urstände, welche die Öffentlichkeit seit der Abwahl von Christoph Blocher überwunden wähnte. «Im Bundesrat herrscht wieder ein Klima der gegenseitigen Verdächtigungen», sagt ein hochrangiger Mitarbeiter eines Departements, das mit der Publikation des Briefentwurfs nichts zu tun haben dürfte.

Maurer bloss ein Opfer?

So gilt offenbar für mehr als nur einen Departementsvorsteher nicht Maurer als Hauptverdächtiger für die jüngste Indiskretion, sondern Wirtschaftsministerin Doris Leuthard. «Die persönlichen Animositäten zwischen den beiden Frauen sind bekannt», sagt der Mitarbeiter jenes in die Sache wohl kaum involvierten Departements. In allgemeinen und doch eindeutig gegen Leuthard gemünzten Worten fährt er fort: «Ich kann mir vorstellen, dass bestimmte Mitglieder des Bundesrates froh darüber sind, wieder einen SVP-Vertreter im Gremium zu haben, dem sich solche Methoden in die Schuhe schieben lassen. Zu Blochers Zeiten kamen die Indiskretionen ja auch nicht allein aus dessen Umfeld, obschon es so ausgehen hat.» Vager bei seinen Schuldzuweisungen bleibt ein Mitarbeiter Maurers, wenn er dem TA sagt: «Gewisse Leute können es nicht ertragen, dass Ueli Maurer einen derart guten Einstand hatte. Darum schwärzen sie ihn an.»

Politologe: Volkswahl für Bundesräte

Wer wen auch immer in die Pfanne hat hauen wollen – die Vorgänge in der Regierung sorgen ausserhalb ebenfalls für Ärger. Nationalrat Mario Fehr, aussenpolitischer Sprecher der SP, sagt: «In der aktuellen Krise kann sich unser Land eine derart zerstrittene Regierung nicht leisten. Eine Weltmacht könnte sich eine solche Schwäche ja noch erlauben – aber sicher nicht der Kleinstaat Schweiz.» Selbstverständlich wehrt sich Fehr damit für seine Parteikollegin Calmy-Rey. Allerdings betont er auch, dass er sich «von sämtlichen Bundesräten» ein einträchtigeres, bedachteres Auftreten wünsche. «Ich habe den Eindruck, dass sich die Bundesräte in Interviews und bei ihren Auftritten zu sehr als Individualisten aufführen und damit das Bild einer wenig handlungsfähigen Regierung prägen. Das bleibt im Ausland nicht verborgen.»

Den Politologen Andreas Ladner von der Uni Lausanne lässt der jüngste Krach mit einer radikalen Reform sympathisieren: der Volkswahl des Bundesrates. «Wenn diese Auseinandersetzungen eskalieren, muss jemand die Bremse ziehen», erklärt Ladner. «Beim Parlament habe ich den Eindruck, dass diese Kontrollmechanismen versagen.» Am Ende würden nicht die Besten gewählt – am Ende komme es zu Mauscheleien und Zufallswahlen. Auf alle Fälle habe das System bei den jüngsten Neubestellungen des Bundesrats nicht überzeugt: «Wenn bereits ein paar Monate nach der letzten Wahl derart gravierende Zwistigkeiten nach aussen dringen, kann man nicht behaupten, dass das Parlament als Wahlbehörde gut gearbeitet hat. In meinen Augen überwiegen die positiven Aspekte des heutigen Systems die Vorteile einer Volkswahl nicht mehr.» (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 30.03.2009, 09:25 Uhr

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60 Kommentare

Alois Brandenberg

30.03.2009, 22:44 Uhr
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Ammon & La Roche, es gibt Leute, die sich nicht belehren lassen und aus Kommentaren nicht lesen koennen. Maurer z.B. habe ich nicht angegriffen, auch Blocher waere ein guter Bundesrat gewesen, wenn er in Bern nicht der Parteiboss geblieben waere. Ich bin kein Parteigenosse, also neutral, aber ich sehe eben Vieles was man besser machen koennte, aber weder die Buerger noch die Medien wollen helfen. Antworten


Reto La Roche

30.03.2009, 21:55 Uhr
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@Alois Brandenberger! Bestimmt fällt nicht nur mir dieser schreibwütige Herr Brandenberger auf, ich frage mich deshalb warum er nicht gleich eines dieser "Ämtli" selber übernehmen möchte...ha ja, da kann er sich doch nach Herzenslust austoben und verbale Rundumschläge verteilen! Der Vorteil ist, es kann ihn niemand behelligen, da er sich der Anonymität sicher sein kann...gell ALOIS! Antworten


Felix Sperber

30.03.2009, 20:58 Uhr
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Zunehmend wird es eng, vor allem für die Mitteparteien, viele davon mehr oder weniger Linksliberale. Es bleibt in der Tat nur noch die SVP, welche sich gegen den Ausverkauf von Landesinteressen stemmt. NIemand mehr will hinstehen und die Stirne bieten, es darauf ankommen lassen, wenn grosse Staaten auf die Schweiz verbal darauf losballern. Die Lösung: Wahl der Landesregierung durch das Volk! Antworten


Hans Meier

30.03.2009, 20:22 Uhr
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Der Brief wurde wegen dem Steuerkonflikt NICHT abgeschickt, er wurde nur vorbereitet. Anscheinend ist der SVP die Bedeutung des Wortes NICHT unbekannt. Antworten


Mark P.

30.03.2009, 19:50 Uhr
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@dieter Wundrig: Ihr Kommentar tönt wieder nach Steinbrück oder einem vor ihm -aber auch nach Napoleon- geborenen deutschen Irren. Antworten


Ernst Wisler

30.03.2009, 19:18 Uhr
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Wen wunderts? Blutauffrischung wäre für dieses Gremium dringend nötig. Die vertreten ihre eigene Meinung und auf keinen Fall die Ansichten des gewöhnlichen Fussvolkes. Mit gesundheitlich angeschlagenen und zum Teil im Pensionsalter stehenden Menschen kann die heutige Politik nicht mehr sauber geführt werden. 65jährige Arbeiter mit anscheinend kleiner Verantwortung schickt man in Pension. !!!!! Antworten


Walter Kunz

30.03.2009, 18:20 Uhr
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Michael Eicher@ Ja wo käme die Schweiz wohl hin, wenn jeder statt erst einmal seine Arbeit pflichtbewusst zu erledigen, nur dauernd über Andere herziehen würde. Und das erst noch bei vollem Lohn. Nur so neben bei hätten die Ratsherren erst einmal dem Land und Volk zu dienen. Nebensächliches können sie auch in der Freizeit beim Jass erledigen. Antworten


Dieter Wundrig

30.03.2009, 17:45 Uhr
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Wenn ich diese Kommentare lese, dann schaudert´s den Normalbürger. Ich glaube, mit einer Direktwahl der Bundesräte durch den Bürger wäre der Bock endgültig erlebt. Eher sollte ein Napoleon aus dem Grabe steigen, denn bisher wurde immer alles von aussen gerichtet, erneuert und verändert. Die Geschichte zeigt es doch! Antworten


W. Ammonn

30.03.2009, 17:22 Uhr
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5 Beiträge in diesem Forum, alle vom gleichen Autor, strotzen nur so von Aggression auf die SVP und deren Mandatsträger. Eigentlich nichts aussergewöhnliches wenn nicht gleichzeitig ein Halleluja auf BR CMR ertönen würde. Neben Blocher und Brunner wird nun offenbar auch U.Maurer von gewissen Kreisen unter Beschuss genommen. Genau dieses sture Parteigezänke verhindert die Lösung unserer Probleme. Antworten


Walter Signer

30.03.2009, 16:58 Uhr
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Volkswahl? Meine Stimme haben Sie bereits Antworten


Kurt Gsell

30.03.2009, 16:53 Uhr
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Wichtiger als die Volkswahl der Bundesräte erscheint mit dass sie jedes Jahr frisch gewählt (oder abgewählt) werden können und nicht nur nach jeweils 4 Jahren. Antworten


Alois Brandenberg

30.03.2009, 16:39 Uhr
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Roger Gutzwiler ist wie Toni Brunner. Mit Blocher gaebe es nur Stau und keine Loesung und mit einem Haendeverruehren wie sein Pfarrerbruder loesen wir die Probleme nicht. Bitte, auf dem Boden bleiben, danke. Antworten


Michael Eicher

30.03.2009, 16:27 Uhr
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Eine demokratisch gewählte Regierung ist ein Spiegelbild des Volkes. Die Kommentare hier bestätigen es. Antworten


Walter Kunz

30.03.2009, 16:13 Uhr
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Was ist eigentlich los in Bern, hat sich der Bundesrat eigenmächtig eine bezahlte Auszeit bewilligt, um unter sich den Besten zu erküren. Rund herum brennt es, unerledigte Probleme und Sorgen in Hülle und Fülle, an Arbeit die es zu erledigenden gilt fehlt es ganz sicher auch nicht. Mit einer solch schwachen Leistung stünden sie in der Privatindustrie sicher schon lange auf der Strasse. Antworten


Alois Brandenberg

30.03.2009, 15:20 Uhr
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Ich bin dafuer, dass saemtliche Boulvard-Blaetter (sind ja allen bekannt, Blick etc.) ab sofort verboten werden. All dieses Gehetze und die darauf folgenden, manchmal nicht ueberdachten Kommentare, schaden unserer Demokratie. Schweizer, wacht auf ! Antworten


Michael Meienhofer

30.03.2009, 14:32 Uhr
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Wahl und Abwahl durch das Volk wäre das einzig rchtige. Was represäntieren schon die Anzahl der Stimmen der Bundesversammlung ? Die angewandten Seilschaften bei der Bundesratswahl und das kantonale Gärtlidenken werden wohl immer einen Hemmschuh für eine qualifizierte Bundesratswahl darstellen. Da würden bei einer Wahl durch das Volk wohl mehr als 50% der Wahlberechtigten an die Urne gehen - Antworten


Elsa Lüthi

30.03.2009, 14:10 Uhr
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Madame CR sollte besser auf ihre ständigen Alleingänge verzichten, die bis jetzt nur Probleme und Nachteile für unser Land erbracht haben. Statt einmal einen Fehler einzugestehen und Verantwortung gegenüber dem Bürger zu übernehmen, bedient sich Madame wieder mit Ausreden und Schuldzuweisung an andere Personen. Es ist höchste Zeit, dass CR aus dem BR verschwindet. Keine Volkswahl, aber fähige BRs. Antworten


Alois Brandenberg

30.03.2009, 13:13 Uhr
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Politiker und Kommentatoren reist Euch zusammen, Ihr wollt doch keine Steinbrueck oder Toni Brunner sein, oder ? Hut ab vor NR-Praesidentin Simoneschi und dem Frauenfelder Erwin Sommer. Beide wollen ja den Politikern (und Buergern !!) mehr Anstand beibringen, was in der heutigen Zeit, besonders in unserer Demokratie, unbedingt noetig ist !! Antworten


maria Weiss

30.03.2009, 13:08 Uhr
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Ich dachte immer im Bundesrat wären erwachsene Menschen, das erinnert aber eher an einen Kindergarten. Gibt es in unserm Land keine grösseren Sorgen? Dann sind wir ja das glücklichste Land dieser Erde. Antworten


Alois Brandenberg

30.03.2009, 13:03 Uhr
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Es gibt ja Leute, die wieder jemanden wie Blocher moechten. Vergesst es !! Leute mit Anstand und Fairness, wie z.B. Minger und Ritschard waren sind gesucht. Oder Leute wie Gnaegi, Schlumpf, von Steiger oder Ogi. Einer jedoch, dem man jedes Departement haette anvertrauen koennen, war erwiesenermassen ein Kurt Furgler !!!!Bringt solche Leute her, aber wo in der SVP sind die zu finden ?? Antworten


roland saladin

30.03.2009, 12:30 Uhr
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Kindergarten "Bundesrat" nur weiter so. Wiederum ein Zeichen der Unfähigkeit! Der Tag wird sicher kommen, wo das Volk diese unfähigen Abwählt. Möglichst rasch, im Interesse der Bürger. Antworten


Pascal E. Storrer

30.03.2009, 11:54 Uhr
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Herr Maurer macht einen hervorragenden Job, da ist ja klar, dass man gewaltig nach Fehlern suchen muss, um ihm schaden zu können. Doch diese Rezeptur gewisser Parteikreisen kennen wir ja mittlerweile bestens und bringt nichts. Die Wahlresultate sprechen für Maurer & Co. und dies zurecht! Mit "Bei anderen Fehlern suchen und zuschieben" kann man keinen Erfolg haben! Antworten


hans maag

30.03.2009, 11:52 Uhr
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Ladner will die Volkswahl des Bundesrates. Das Gegenteil, die jederzeit mögliche Abwahl durch das Volk wäre das Richtige. Antworten


Jacques Meier-Hofer

30.03.2009, 11:23 Uhr
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Wann endlich hat dieses Trauerspiel ein Ende und wann endlich fängt der Bundesrat an, die grossen Probleme unseres Landes zu lösen? Antworten


Armin Landert

30.03.2009, 11:22 Uhr
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Der Bundesrat - unsere Landesregierung - ist leider zu einem Kindergarten verkommen. Der letzte Bundesrat mit dem Format eines Staatsmannes in unserem Lande war Adolf Ogi. Und ich bin kein SVPler ! Antworten


Valentin Schmid

30.03.2009, 11:18 Uhr
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Warum will (der Linke) Herr Ladner die Volkswahl? Weil die SVP immer Mühe hat in Personenwahlen.... Er hegt wohl die Hoffnung, einen noch linkeren Bundesrat zu bekommen... Antworten


cristiano safado

30.03.2009, 11:17 Uhr
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Zickenkrieg im Bundeshaus Bei allen Streitigkeiten unter der Bundeskuppel werden immer die gleichen zwei Parteien verlieren. Das ist einmal die ungeliebte SVP, auf dessen Rücken die internen Auseinandersetzungen jeweils, schuldig oder nicht, ausgetragen (abgeschoben) werden. Das ist auf der andern Seite das Medienblatt, das die gewollt „ungewollte“ Indiskretion veröffentlicht hat. Diesmal trifft es den Sonntagsblick, das nächste mal eine andere Zeitung. Und damit hat Bundesbern wieder einmal eine Selbstbeschäftigung gefunden, derweil die dringenden Geschäfte liegen bleiben. Antworten


Alois Brandenberg

30.03.2009, 11:13 Uhr
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Presse und Kommentatoren hacken auf Calmy-Rey und Leuthard herum. Alle Bundsratsmitglieder machen ihre Arbeit gut. Kann man das von all den Kommentatoren auch erhoffen ? Man findet immer ein Ziel und Grund jemanden anzugreifen. Aber der Wunsch nach mehr SVP-Vertretung im Bundesrat soll vergessen werden, schon wegen Parteipraesident Brunner und Abgott Blocher, der zu alt fuer eine Wiederwahl ist ! Antworten


Urs Deiters

30.03.2009, 11:07 Uhr
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Es ist schon sehr beunruhigend, dass es ein BR in einer Zeit, in welcher die Schweiz vor grossen Herausforderungen steht, nicht die Fähigkeit besitzt Zusammenhalt zu demonstrieren und was noch wichtiger ist, diesen zu leben! Wie soll ein ganzes Volk solche Krisen gestärkt ueberstehen, wenn das anscheinend nicht mal 7 Personen schaffen? Der BR soll endlich für das Volk arbeiten! Antworten


Erich Lützenberger

30.03.2009, 11:00 Uhr
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Ueli Maurer ist ganz sicher kein Opfer. Er war ein überdurchschnittlicher Parteistratege und Meister im Dampf- aufsetzen, mit markigen Aussagen, in viele Himmelsrichtungen! Die Erwartung, man könne einen Mann mit solchen parteispezifischen Qualitäten einfach so im Bundesrat einbinden, ist pures Wunschdenken. Diese Rechnung ging auch mit alt Bundesrat Chrisoph Blocher bekanntlich nicht auf. Antworten


Helmut Fischer

30.03.2009, 10:30 Uhr
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Ein Volkswahl der Bundesräte wäre erstrebenswert. Wenn man Reformen ins Auge fast sollte man aber eine Amtzeitbeschränkung mit aufnehmen. Es genügt, wenn der Pabst auf Lebenszeit gewählt wird. Stellen Sie sich vor George W. Bush wäre noch einmal 8 Jahre geblieben! Antworten


Miriam Juri

30.03.2009, 10:28 Uhr
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Das Parlament sollte alle 10 Jahre gewählt werden und alle Fehlentscheide mit Lohn-/ bzw. Pensionskassen-Kürzungen geahndet werden. Wetten dass, das Volk gegenüber Volksvertretern während der ganzen "Dienstperiode" keine Rügen zu erteilen hat? (Leider Wunschdenken - ein vorgezogener Aprilscherz?) Antworten


Roger Gutzwiller

30.03.2009, 10:26 Uhr
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Der BR bleibt ein 'Kindergarten'. Früher hagelte es Kommentare gegen Blocher, der endlich dieses Konfirmantenlager aufmischte und Schwung brachte. Sind wir mit der heutigen Besetzung weiter? Nein, aber wir hätten Wirtschaftsprobleme zu lösen, liebe BR! Aber dazu bräuchte es Ideen, schnelle Vorstösse und Grösse. Antworten


Alain Mohler

30.03.2009, 10:16 Uhr
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Ob die Wahl des Bundesrates durch das Volk wirklich besser wird bleibt zu bezweifeln. Dazu müsste der sogenannte Souverän mündig sein, die Volksabstimmungen der letzten Jahre lassen vermuten, dass es tendenziell nicht besser wird, als wenn die vereinigte Bundesversammlung den Bundesrat wählt. Besser wäre eine Wahl nach Fachkompetenz, losgelöst von regoinaler Zugehörigkeit, Geschlecht etc. Antworten


Marcel Villard

30.03.2009, 10:12 Uhr
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Das war in alten Zeiten schon immer so dass sich Indianerstämme bekämpften. Manitou lässt grüssen. Antworten


Matti Hoch

30.03.2009, 10:03 Uhr
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Die Calmy ist doch eine unmögliche ich-süchtige und machtgierige Frau. Das hat sie schon viele Male bewiesen. Wenn nun auskommt, dass sie wieder mal ihren dümmlichen Ego-Trip ohne das Mitwissen anderer macht, muss sie logischerweise den Spiess umkehren und auf Angriff blasen, sonst würde sie ja das Gesicht verlieren. Es wäre höchste Zeit, dass sie geht! Viele Schweizer würden ihr nie nachtrauern! Antworten


Robert Minder

30.03.2009, 09:58 Uhr
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So, so! Wieder einmal die alte Forderung: Volkswahl des Bundesrates! Wer glaubt, damit das Ei des Kolumbus gefunden zu haben, ist auf dem Holzweg. An Stelle der reinen Parteimauschelei würde lediglich eine gigantische Werbelawine losgetreten. Gewählt würden nicht die Besten, sondern die mit dem grössten Geldsack. Was damit erreicht würde, wäre lediglich das Ersetzen der Pest durch die Cholera. Antworten


Maximilan Blöchlinger

30.03.2009, 09:58 Uhr
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Zuerst Fr. 300'000.-- Steuergelder für BR-Feier, dann Rückenschuss in den Gesamt-BR (Steuerhinterziehung: warten bis die Schweiz auf schwarzer Liste ist, dann die falsche Aussage 10% der Armeekosten sei für die Friedensförderung, nun die Sache mit dem Brief. Das innerhalb von nur 3 Monaten! Es wird langsam zu viel! Ueli Maurer wird so die Probezeit kaum bestehen. Antworten


Dieter Wundrak

30.03.2009, 09:02 Uhr
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Es gibt so viele Meinungen, was richtig und falsch ist. Wir selbst wissen es ja langsam auch nicht mehr. Und bei den Bundesräten soll es anders sein Meine persönliche Meinung ist dann immer auch bei einem Bundesrat und Bundesrätin diejenige, die ich selbst vertrete. SVP Leute sind eben für die SVP und SP Leute eben für SP Leute. So einfach ist dies. Nur sollte man dabei sich auch fair verhalten. Antworten


Roland Moser

30.03.2009, 09:02 Uhr
Melden

Das Parlament und der Bundesrat müssen neu alle 2 Jahre gewählt werden. So ist sichergestellt, dass die gewählten Politiker auch das machen, was sie müssen: Den Volkswillen umsetzen! Unfähige Politiker sind so nur 2 Jahre und nicht 4 Jahre im Amt. Die Wahl des Bundesrates durch den Stimmbürger ist einzuführen. Der Parteienfilz wird so umgangen. Antworten


Alain Mohler

30.03.2009, 08:15 Uhr
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Kritik oder gar Einsicht bei BR Calmy-Rey Fehlanzeige. Jetzt knöpft sie sich den Ueli vor. Antworten


Werner Hofmann

30.03.2009, 08:00 Uhr
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Wenn Herr Ladner glaubt, eine Volkswahl (bei der dann ja noch mehr Unbedarfte das Sagen haben) des Bundesrates eine Besserung bringen würde - ist er wahrscheinlich ziemlich auf dem Holzweg. Antworten


alexander haglund

30.03.2009, 07:56 Uhr
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wenn man calmy-rey in der regierung hat, braucht man keine feinde mehr, unglaublich was sich diese frau leisten kann! das muss konsequenzen haben... Antworten


Alfred Christen

30.03.2009, 07:52 Uhr
Melden

Eine Schande, dass wir Steuerzahler diesen Unfrieden noch bezahlen müssen. Es ist zu hoffen, dass wieder f ü r das Volk gegiertb wird. Antworten


Andreas Saladin

30.03.2009, 07:29 Uhr
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Wie hat doch BR Merz 'seinen Laden' kürzlich genannt? Ach so, ja: 'Kommödienstadl'...... Ganz besonders für die 'überfälligen*' wird dies wohl schon zutreffen....! *= PC, ML, MCR,......HRM.... Antworten


hans rudolf hort

30.03.2009, 07:23 Uhr
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wieso soll es im BR anders sein als im sonstigen Alltag. Hauptsache die Medien finden immer etwas um es aufzubauschen, die Wirtschaftskriese wird langweilig also braucht es neue Geschichten. Die Volkswahl wäre ein Horror, wenn ich an all diese Pseudostammtischpolitiker denke wird mir schwarz vor den Augen. Sie wissen es immer besser als "die von Bern", obwohl die Ausbildung nicht stimmt. Antworten


Martin Jean-Pierre

30.03.2009, 07:06 Uhr
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Juhui! Ich liebe Kasperltheater. Daher meine ich, dass wir Schweizer unseren Bundesrat so weitermachen lassen sollten. Einzig sollten noch drei Pressevertreter im Rat einsitz bekommen, dann hätten wir vom Volk immer den direkten Einblick und müssten uns nicht auf die Spekulationen in der Presse verlassen....... Antworten


Peter Korbhalter

30.03.2009, 05:04 Uhr
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Volkswahl der Bundesräte eine tolle Sache. Jeder wahlberechtigte Schweizer erhält sieben Stimmen die er auf die sich zur Bundesrats Wahl stellenden Personen nach gutdünken verteilen darf. Antworten


Christoph Geiser

30.03.2009, 03:55 Uhr
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Ich sehe nicht, was sich durch die Wahl der Bundesräte durch das Volk ändern sollte. Vielleicht gäbe es kleinere Wechsel, aber im Grossen und Ganzen dürfte alles beim alten bleiben. Das Spiel wird wird sich dem Rahmen anpassen. Wenn eine Reform das richten soll, dann eine grosse. Antworten


Kurt Mäschli

30.03.2009, 03:53 Uhr
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Es muss eine Bundesrats-Volkswahl geben, ein max.Eintrittsalter(-45)max.Austrittsalter(58)und vor allem nur noch eine Frau. Es ist erwiesen dass es ab 2 Frauen nicht mehr funktioniert, in gleicher Position, schon gar nicht in der Politik! Die Ruhegehalts-Entschädigung ist dem entsprechend anzupassen! (Max. 50000.-Fr pro Jahr). So Leute, macht mal Vorschläge und legt sie dem Volk vor z. entscheiden Antworten


Karin Traber

30.03.2009, 02:12 Uhr
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Egal wer der "Whistleblower" ist, er sollte für das Aufdecken dieses Skandals mit dem höchsten Orden der Eidgenossenschaft dekoriert werden. Was MCR angeht, kann man nur von Nestbeschmutzerin und Verräterin sprechen! Wäre sie Mitglied der SVP, wären die linken Presseorgane über Wochen mit Rücktrittsforderungen voll. Antworten


Martin Fröhlich

30.03.2009, 01:20 Uhr
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Die andauernden Indiskretionen sind tatsächlich ein Skandal. Eine Volkswahl des Bundesrats löst dieses Problem aber zuletzt. In einem solchen System wären die Bundesräte nämlich gezwungen, gegeneinander Wahlkampf zu betreiben. Das würde zu noch mehr Uneinigkeit und offenem Streit führen. Was es braucht ist ein verbindliches Regierungsprogramm und die Einführung der Vertrauensfrage zur Kontrolle! Antworten


toni iten

30.03.2009, 01:07 Uhr
Melden

Nicht als Intregantenstadel, sondern als orientierungslose, gutbezahlte und als geschützte Werkstatt will ich dieses Gremium bezeichnen. Antworten


Doris Häubi

30.03.2009, 00:55 Uhr
Melden

Ein hochinteressanter Bericht.Wie man nun wieder alles dem SVP-Vetreter in die Schuhe schieben will. Dieser Aufbau wie das Übel der Welt die SVP ist und viele Bürger darauf reinfallen und nicht erkennt wo das Übel sich befindet. Bestes Beispiel der Zwist zwischen Frau Calmy-Rey und Herrn Brunner. Wie man sich aufregt über den Begriff Landesverräterin und nicht über den Grund, den Lobbrief für OECD Antworten


Andreas Bertschinger

30.03.2009, 00:52 Uhr
Melden

Guten Morgen Also, was soll denn dieser Blödsinn? Haben denn unsere Bundesrät nichts gescheiteres zu tun? Ewigs dieser Hickhack, nur um von den vorhandenen Problemen abzulenken. Dies ist ja schon fast Steinbrück Taktik.... Jetzt haltet doch endlich einmal zusammen und tretet für die Schweiz ein, genau für das seid ihr nämlich vorgesehen, das ist euer Job und nichts anders. Also los dann.... Antworten


Jürg Bühler

30.03.2009, 00:48 Uhr
Melden

Die Bevölkerung ist längst den Mitte-Links Parlamentsfilz überdrüssig. Intrigen bei BR Wahlen, da wundern Intrigen im BR selbst keine mehr. In der aktuellen Lage brauchen wir nicht ein Wohlfühlkabinet sondern die besten Leute in unserer Exekutive. Demokratie ist, wenn Bürger die Ch. Blocher und U. Maurer wollen, diese auch wählen können und wer EWS oder Calmy-Rey will kann denen die Stimme geben. Antworten


Paul Thürig

30.03.2009, 00:35 Uhr
Melden

Um die Differenzen aus dem Weg zu schaffen lädt man sich gegenseitig einfach zum Lunch ein...So wie dies vor ein paar Tagen die BR Leubenberger und Leuthard getan hatten. Zwischenzeitlich herrscht wieder Frieden,Freude,Eierkuchen... Antworten


Daniel Müller

30.03.2009, 00:29 Uhr
Melden

Ob Bankenkrise oder übliche Regierungsgeschäfte. Der ständige Wahlkampf und ein 5-Parteien-Bundesrat verunmöglichen eine effiziente Regierung. Die früher gelebte Konkordanz existiert nicht mehr - das ist nur noch Gezank und Egoismus. Einem Steinbrück hält man so nicht stand. Es ist Zeit die schweizerische Regierungsform grundlegend zu überdenken. Antworten


max arnold

30.03.2009, 00:09 Uhr
Melden

Madame Calmy-Rey macht wieder Probleme im Bundesrat-Problemhaus. Sie versucht wieder mal von ihren eigenen Problemen im Auslands-Amt abzulenken. Wann tritt Mama Calmy-Rey endlich ab! Antworten


Juan Hurtado

30.03.2009, 00:07 Uhr
Melden

Typisch Calmy: Sich im Vorfeld schriftlich einschleimen, um sich dadurch Vorteile zu verschaffen... So leicht durchschaubar, plump und superpeinlich. Scheinbar geniesst sie die Narrenfreiheit im Tollhaus zu Bern nach Strich und Faden. Hat sie einen Freipass à discrétion? Wer bremst sie endlich und schützt die Schweiz vor weiteren Fettnäpfchen!!! Antworten



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