Schweiz

Startseite · Abo · Immobilien · Job · Auto · Kleinanzeigen

Calmy-Rey plant Informationsoffensive in Paris, Rom und Berlin

Aktualisiert am 15.03.2009 20 Kommentare

Micheline Calmy-Rey und Moritz Leuenberger haben in der Sonntagspresse die Lockerung des Bankgeheimnis verteidigt. Seine Skepsis öffentlich gemacht hat einzig SVP-Bundesrat Ueli Maurer.

Wollte Geschäft um eine Woche verschieben: Ueli Maurer.

Wollte Geschäft um eine Woche verschieben: Ueli Maurer. (Bild: Keystone)

«Wahrt unsere Chancen am besten»: Micheline Calmy-Rey.

«Wahrt unsere Chancen am besten»: Micheline Calmy-Rey. (Bild: Keystone)

«Froh» über den Entscheid des Bundesrates: Moritz Leuenberger.

«Froh» über den Entscheid des Bundesrates: Moritz Leuenberger. (Bild: Keystone)

Artikel zum Thema

«Ich finde, man hätte erst entscheiden sollen, wenn alle Fakten auf dem Tisch sind», sagte Ueli Maurer in einem Interview mit dem «SonntagsBlick». Er habe als Einziger in der Sitzung vom Freitag einen Antrag gestellt, das Geschäft «wenigstens um eine Woche zu verschieben.»

Er habe mehr zu den volkswirtschaftlichen und rechtlichen Auswirkungen wissen wollen «oder was es etwa für die Grossbank UBS bedeutet, wenn die Schweiz den Standard der OECD einfach übernimmt», sagte Maurer. Nun gehe es darum, möglichst wenig Konzessionen zu machen.

Leuenberger ist froh über Entscheid

Für Aussenministerin Micheline Calmy-Rey ist klar, dass der Entscheid «unsere Chancen am besten wahrt», wie sie der «NZZ am Sonntag» erklärte. Jetzt sei die Schweiz auch im Steuerbereich nicht mehr in der Defensive «und braucht sich nicht länger zu verstecken.»

Bundesrat Moritz Leuenberger zeigte sich in der «Zentralschweiz am Sonntag» «froh» über den Entscheid des Bundesrates, auch «wenn es mir lieber gewesen wäre, er wäre nicht aufgrund des internationalen Drucks, sondern in 'vorausschauender Solidarität' gefällt worden».

Faire Übergangslösungen

Calmy-Rey kündigte Besuche in Paris, Rom und Berlin an, um diese Partnerländer von Doppelbesteuerungsabkommen zu informieren. Bei den Verhandlungen gehe um faire Übergangslösungen und die Begrenzung der Amtshilfe auf den konkreten Einzelfall. Die dabei zu setzenden Prioritäten müsse der bundesrätliche Ausschuss noch definieren.

Wie bereits zuvor Bundespräsident Hans-Rudolf Merz kritisierte Calmy-Rey die Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung OECD scharf. Es sei «inakzeptabel», wenn das Sekretariat der OECD «im Geheimen» Aufträge einzelner Mitgliedstaaten ausführe.

Merz hatte am Freitag bestätigt, dass die Schweiz vom OECD- Sekretariat auf den Entwurf einer Schwarzen Liste der Steueroasen gesetzt worden war - ohne dass das OECD-Mitglied Schweiz im Vorfeld informiert worden war. (bru/sda)

Erstellt: 15.03.2009, 11:40 Uhr

20

Kommentar schreiben







 Ausland



Verbleibende Anzahl Zeichen:

Mit dem Absenden des Kommentars erklärt sich der Leser mit nachfolgenden Bedingungen einverstanden: Die Redaktion behält sich vor, Kommentare nicht zu publizieren. Dies gilt insbesondere für ehrverletzende, rassistische, unsachliche, themenfremde Kommentare oder solche in Mundart oder Fremdsprachen. Kommentare mit Fantasienamen oder mit ganz offensichtlich falschen Namen werden ebenfalls nicht veröffentlicht. Über die Entscheide der Redaktion wird keine Korrespondenz geführt. Telefonische Auskünfte werden keine erteilt. Ihr Kommentar kann auch auf Google und anderen Suchseiten gefunden werden.

20 Kommentare

Hans Peter Baumgartner

15.03.2009, 11:13 Uhr
Melden

Super nur weiter so, lasst Frau Calmy- Ray noch einwenig ins Ausland und wir schauen zuhause zu wie sie einen Rohkrepierer um den andern baut, Wichtig ist nur , dass ihr Kollege Moritz zufrieden ist. Antworten


Ernst Pauli

15.03.2009, 11:43 Uhr
Melden

Herr Baumgartner. Frau CMR macht eine gute Arbeit. Nur weil man SVP-lastig ist sollte man nicht EINE Bundesrätin verurteilen und die andern 6 aussen vor lassen. Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook – Privatsphäre

AKTUELLE KADERSTELLEN

Marktplatz

Live @ Sunset

11. bis 22. Juli - Zürich Dolder u.a. mit B.B. King, Elton John und Alanis Morissette!

Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.