Christian Lüscher auf dem Weg an die FDP- Spitze
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 05.03.2010
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Er war die grosse Entdeckung bei der Nachfolge von Bundesrat Pascal Couchepin: Christian Lüscher, der smarte Anwalt aus Genf und Büropartner von Ghadhafis Anwalt, Charles Poncet. Anfänglich noch wegen seiner Affäre mit Fernsehstar Lolita Morena und als Star der Westschweizer Regenbogenpresse belächelt, verschaffte er sich während des Wahlkampfs zusehends Respekt bei Freund und Feind.
Seine Erklärung nach dem 3. Wahlgang der Couchepin-Nachfolge, als er seine Kandidatur zugunsten seines Parteikollegen Didier Burkhalter zurückzog, trugen ihm viel Sympathien ein. Die Kandidatur hatte für ihn noch einen weiteren positiven Effekt: Sie machte ihn in der ganzen Deutschschweiz bekannt - das ist kein unwesentlicher Punkt, wenn man bei den Freisinnigen Karriere machen will.
Ein Vertrter der jüngeren Generation
Für FDP-Präsident Fulvio Pelli soll der Genfer Anwalt jetzt eine ernsthafte Option sein als Parteipräsident, wenn der Tessiner selber zurücktritt. Das schreibt jedenfalls heute «Le Temps.» Lüscher wäre nicht abgeneigt: «Ich würde darüber nachdenken, wenn man mich anfragt», sagt er gegenüber der Westschweizer Zeitung. Dies sei jedoch alles rein hypothetisch. Fulvio Pelli sei noch im Amt und «deshalb stellt sich die Frage einer Nachfolgereglung nicht.»
Der Romand kommt auch in der Fraktion gut an. «Ich finde, dass Lüscher ein guter Vertreter der jüngeren Generation ist», sagt die Berner Nationalrätin Christa Markwalder. Sie selber hat offenbar keine Ambitionen auf den Job, obwohl sie als Pelli-Nachfolgerin in Frage käme. Dies sei definitiv keine Option für sie, sagt sie aber. Für den Zürcher Nationalrat Filippo Leutenegger wäre Lüscher eine «logische Variante. Er wäre kein schlechter Präsident.» Keine Diskussionen im Gange
Und was sagt das Präsidium der FDP dazu: Man schaue zwar schon immer wieder, wer alles für welchen Job in Frage käme. Christian Lüscher sei nicht der einzige mögliche Anwärter für die Nachfolge von Fulvio Pelli. Zurzeit seien jedoch keine Diskussionen darüber im Gange. Namen zu nennen sei also reine Spekulation.
Pelli dürfte nicht vor den Parlamentswahlen 2011 zurücktreten. Es sei denn, er hat seine Aussage an der Generalversammlung der Jungfreisinnigen Schweiz für eine Verjüngung der Politik auf sich selber bezogen: «Verdrängen Sie die Alten. Machen Sie ihnen klar, dass es ein Ende der Karriere gibt», riet er dem Polit-Nachwuchs.
(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 05.03.2010, 14:16 Uhr
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