Schweiz
Couchepins wirkungslose Medizin gegen den Prämienschock
Aktualisiert am 03.08.2009 5 Kommentare
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Die von Bundesrat Pascal Couchepin vorgeschlagenen Sparmassnahmen hätten keinen Einfluss mehr auf die Prämien für nächstes Jahr, teilte der Krankenkassenverband Santesuisse am Montagabend mit. Mit durchnittlichen Prämienerhöhungen von 15 Prozent gibt es offensichtlich auch bei den Krankenkassen Erklärungsbedarf, zumal die Politik ja auf den Prämienschock reagiert hat. Im Mai überwies der Bundesrat ein Paket mit Sofortmassnahmen ans Parlament, und im Juli folgten Sofortmassnahmen zur Senkung der Medikamentenkosten.
Zudem ist die Prämeinsteigerung deutlich höher als der Kostenanstieg. Deshalb plant Santesuisse in den nächsten Wochen eine Informationsoffensive, die erklären soll, warum die Prämien steigen. Ein Kurzfilm über Kosten, Prämien und Reserven soll Zusammenhänge erläutern, und Broschüren sollen erklären, wie die Grundversicherung funktioniert und was mit den Prämien passiert.
Prämien künstlich tief gehalten
Die massive Steigerung der Prämien auf nächstes Jahr hat laut Santesuisse auch damit zu tun, dass die Prämien in den vergangenen Jahren auf politischen Druck tief gehalten worden seien. Wenn man Reserven abbauen müsse, bleibe man mit den Prämien automatisch unter den Kosten, womit über die Jahre ein Nachholbedarf entstanden sei. Zudem seien die vom Bundesrat beschlossenen Sparmassnahmen weit bescheidener ausgefallen als man noch im März nach Gesprächen mit Couchepin angenommen habe.
Die dringlichen Massnahmen im Krankenversicherungsgesetz muss das Parlament zudem noch behandeln. Weil die Krankenversicherer ihre Prämien bereits Ende Juli beim Bund zur Genehmigung einreichen müssten, hätten die Sparmassnahmen keinen Einfluss mehr auf die Prämien 2010. Es sei heute noch völlig offen, welche Massnahmen sich tatsächlich durchsetzten, wann diese effektiv griffen und wie sehr sie letztlich ins Gewicht fielen. (vin/ap)
Erstellt: 03.08.2009, 22:14 Uhr
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Solange sich Akteure im Selbstbedienungsladen Gesundheitswesen schamlos bedienen können, wird sich nichts ändern. Mal sind es die Ärzte, mal die Pharmaindustrie, mal die Spitäler, mal die Kassen selbst. Auch der Patient konsumiert gerne und viel, er lässt sich von einem Leistungsträger zum nächsten weiterreichen und endlos lange kurieren. Einfach nur "viel" Medizin hilft nicht besser. Antworten
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