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Credit Suisse gibt Entwarnung

Von Bruno Schletti. Aktualisiert am 14.01.2011 24 Kommentare

Der Investmentchef der CS prognostiziert einen schwächeren Franken. Und sagt, wie viel der Euro wieder kosten wird.

Steht mit ihrer Einschätzung nicht alleine da: Credit Suisse.

Steht mit ihrer Einschätzung nicht alleine da: Credit Suisse.
Bild: Keystone

«Es gibt keinen Grund zur Panik.» Das sagt Stefan Keitel, globaler Anlagechef der Credit-Suisse-Gruppe, mit Blick auf den starken Franken. Die CS-Ökonomen rechnen damit, dass sich der Franken gegenüber Euro und Dollar in den kommenden Monaten leicht abschwächen wird. In Zahlen bedeutet das nach Keitel: «Über die nächsten zwölf Monate wird es zu einer Normalisierung auf 1.30 plus kommen.» Will heissen: Ein Euro wird statt wie heute weniger wieder mehr als 1.30 Franken kosten.

«Man muss die Marktkräfte wirken lassen»

Wird – wenn die CS-Leute richtig liegen. Immerhin steht die Grossbank mit ihrer Einschätzung nicht allein da. Auch der Wirtschaftsdachverband Economiesuisse machte eine ähnliche Prognose. Er sieht den Euro im laufenden Jahr bei 1.33 Franken (TA vom 7. Dezember). Beim Dollar sind die Meinungen von Economiesuisse und Credit Suisse nicht deckungsgleich. Während der Wirtschaftsverband die US-Währung wenig verändert bei 0.96 Franken sieht, sagt die CS auch gegenüber dem Dollar eine leichte Abschwächung des Frankens voraus. «Franken und Dollar werden sich bei der Parität einpendeln», sagt Keitel.

Mit dieser Prognose ist indirekt auch gesagt, dass der Vertreter der Grossbank dem Aktivismus im Bundeshaus rund um die Wechselkursfrage (siehe Hauptartikel) nicht viel abzugewinnen vermag. Was er laut sagt, ist das: «Man sollte anerkennen, dass die Währungsmärkte vom Volumen her extrem schwierig zu steuern sind. Die Notenbanken tun gut daran, das zu akzeptieren – insbesondere, wenn sie sich nicht zu konzertierten Aktionen durchringen können.» Keitels Schlussfolgerung: «Man muss die Marktkräfte wirken lassen.»

Asien ist auch ein Exportmarkt

Der Anlagechef der Grossbank räumt zwar ein, dass die Schweizer Exportwirtschaft «ein Stück weit leidet». Er schränkt aber sogleich ein: «Die Handelsbeziehungen gehen nicht nur nach Europa und den USA, sondern auch nach Asien.» Die asiatischen Währungen sind gegenüber Euro und Dollar genauso erstarkt wie der Franken.

Die CS rechnet im Übrigen damit, dass in der Eurozone in der zweiten Jahreshälfte die Zinsen wieder steigen werden. Das würde die Zinsdifferenz zum Frankenraum erhöhen, was den Franken weiter schwächen dürfte. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 14.01.2011, 07:15 Uhr

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24 Kommentare

Tom Dubach

14.01.2011, 11:09 Uhr
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@Philippe Latscha Freuen Sie sich auf die Immo-Blase oder auf deren platzen? Sind Sie sicher, dass es eine gibt? Antworten


Parvaneh Ferhad

14.01.2011, 11:21 Uhr
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"Kein Grund zur Panik" klingt wie die berühtem letzen Worte. Es scheint das Banken immer optimistisch sind sogar dann noch, wenn das Kartenhaus bereits eingestürzt ist: Schliesslich lässt sich durch den Aufbau einen neuen Kartenhauses wiederum Profit machen. Antworten



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