Das «Desaster» bei der Zofinger Polizei

Aktualisiert am 13.08.2009

Der Schweizer Verband ist erschüttert über den Fall des Zofinger Polizeichefs, der mit Drogen gehandelt haben soll. Die Polizei habe sich damit lächerlich gemacht.

Für das Image der Polizei ein Graus: Der Fall Zofingen.

Für das Image der Polizei ein Graus: Der Fall Zofingen. (Bild: Keystone)

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Derartige Vorfälle seien für das Renommee der Polizei als Glied zur Gewährleistung des Rechtsstaates nicht förderlich, hielt der Verband Schweizerischer Polizeibeamter (VSPB) am Donnerstag fest. Für die Polizisten und besonders für Kommandanten bestehe ein strengeres Anforderungsprofil als bei anderen Berufsgattungen.

Der Polizeibeamtenverband stellt in Frage, ob im Fall Zofingen alle unerlässlichen Abklärungen «tatsächlich im Detail geprüft» worden sind. Zweifel an der Sorgfaltspflicht des Auswahlgremiums seien «angebracht», hielt VSPB-Präsident Heinz Buttauer fest.

Wieso Quereinsteiger eingestellt?

Er moniert zudem, dass seit dem Chefwechsel der Korpsbestand wegen gehäuften Kündigungen um fast einen Drittel geschrumpft ist. Vom Zofinger Stadtrat fordert er eine Begründung, weshalb seinerzeit ein Quereinsteiger angestellt wurde.

Er forderte die politischen Behörden auf, Verantwortung für das «herrschende Desaster» zu übernehmen.

Mit Ecstasy und «Thai-Pillen gehandelt

Der 36-jährige Chef der Regionalpolizei befindet sich wegen Verdachts auf Drogenhandel und Drogenkonsum in Untersuchungshaft. Er hat in einer ersten Einvernahme den Handel und Konsum von Drogen gestanden. Der Zofinger Stadtrat stellte ihn per sofort frei.

Bei einer Hausdurchsuchung hatte die Kantonspolizei Ecstasy, «Crystal» sowie kleinere Mengen Metamphetamin gefunden. Diese Substanz ist in der Szene als «Thai-Pillen» bekannt. Auf die Spur des Zofinger Polizeichefs hatte ein ehemaliger Polizist der Regionalpolizei Lenzburg geführt. Er gilt als mutmasslicher Abnehmer des 36-Jährigen und Konsument. (cpm/sda)

Erstellt: 13.08.2009, 15:52 Uhr

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