«Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil»

Die Abwahl von Christoph Blocher als Bundesrat war für seine Präsidentschaft wegweisend sagt Noch-SVP-Präsident Toni Brunner.

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Im Interview mit der «SonntagsZeitung» erklärt der überraschend abtretende SVP-Präsident Toni Brunner zu seinem Rücktritt, er wolle wieder «etwas mehr Feiräume haben und mich auf mein Nationalratsmandat konzentrieren». Und er sagt, Parteivordenker Christoph Blocher sei von seinem Abgang nicht begeistert gewesen. Gegenüber dem «Sonntagsblick» erklärte Blocher allerdings auch, dass er selbst im April nicht mehr als SVP-Vizepräsident sein werde. Damit gibt Blocher sein letztes politisches Mandat ab.

Mit dem Berner Albert Rösti, den die Parteileitung als neuen Parteichef vorschlägt, stehe aber ein hervorragender Kandidat in den Startlöchern. Rösti sei auch sein Wunschkandidat. Ausser ihm habe man niemanden in der SVP angefragt, ob er Brunners Nachfolge antreten will.

Abstimmung über Asylreform kommt im Sommer

Toni Brunner droht im Interview mit einer Initiative zur Kündigung der Personenfreizügigkeit, falls der Bundesrat tatsächlich eine wirkungslose Schutzklausel einführen wolle. Zudem kündigt er an, dass das Asylreferendum zustande gekommen sei und kommenden Donnerstag bei der Bundeskanzlei eingereicht werde. «Im Sommer kann das Volk über die Gratisanwälte für Asylsuchende abstimmen», freut sich Brunner.

Als grösste Niederlage wertet Toni Brunner die Abwahl Christoph Blochers als Bundesrat. Sie sei «wegweisend» für ihn gewesen. Bei der Abspaltung der BDP handle es sich um den Wegfall eines Teils der Partei, «der nie zu uns gepasst hat». Und weiter sagt er zur Kleinpartei: «Das Ende der BDP ist absehbar, sie hat kein eigenes Profil.» (ofi)

(Erstellt: 09.01.2016, 23:51 Uhr)

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