Schweiz
Das Fähnlein der sieben Hilflosen
Von Hubert Mooser. Aktualisiert am 24.04.2009 72 Kommentare
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So schlecht ging es der Schweiz seit 1975 nicht mehr: In den ersten drei Monaten 2009 gingen die Ausfuhren um fast 12 Prozent zurück, in der Metallindustrie um satte 34 Prozent. Dass es dem grossen Nachbarn im Norden noch schlechter geht, ist da kein Trost, sondern gar beunruhigend. Immerhin ist Deutschland der wichtigste Absatzmarkt der Schweiz.
Die 2008 beschlossene Milliarde zur Stabilisierung der Wirtschaft, die Ausweitung der Risikogarantie für Unternehmen, die Milliarden Staatshilfe an die UBS, dies alles sind nicht mehr als Pflaster. Das grundlegende Problem helfen sie nicht zu lösen. Der Präsident der Nationalbank, Jean-Pierre Roth, befürchtet darum eine weitere Verschärfung der Lage. «Für dieses Jahr müssen wir mit einem deutlichen Rückgang der Wirtschaftsleistung von bis zu 3 Prozent rechnen», sagte er im Interview mit dem «Tages-Anzeiger». Zuvor hatte bereits der Vizedirektor des Staatssekretariats für Wirtschaft, Serge Gaillard, gegenüber Sonntagsmedien düstere Prognosen geäussert. Er schätzt, dass bis Ende 2010 200'000 Menschen ohne Job sind.
Ein Zeichen von Ratlosigkeit und Hilflosigkeit?
Aber man hat nicht das Gefühl, dass die Regierung in der Wirtschaftskrise vorwärts macht. Wirtschaftsministerin Doris Leuthard lässt sich viel Zeit für die so genannte Stufe drei ihres Stabilisierungsprogramms. Am Mittwoch liess sie durch ihre Pressestelle verkünden, dass sich der Bundesrat über die Stossrichtung einig sei. Ein erklärtes Ziel ist beispielsweise «die Vermeidung von zusätzlicher Arbeitslosigkeit.» Wozu dient ein Kojunkturprogramm sonst?
Entschlossenheit und Handlungsbereitschaft hat der Bundesrat damit nicht demonstriert. Der Beschluss wirkt schon eher wie ein Zeichen von Ratlosigkeit und Hilflosigkeit. «Die Wirtschaftsministerin spielt auf Zeit», vermutet zudem SP-Fraktionschefin Ursula Wyss. «Vielmehr sollte die Regierung in dieser schwierigen Zeit ihr Möglichstes tun.» Nur das schaffe Vertrauen. Und das sei das Wichtigste in einer Krise.
Löcher bei IV und ALV
Dieselbe Unentschlossenheit demonstriert die Regierung auch in anderen wichtigen Dossiers. In der Invalidenversicherung und in der Arbeitslosenversicherung klaffen Löcher in zweistelliger Milliardenhöhe. Die Sanierung ist wegen der Krise aber auf später vertagt. Das Hin und Her um den Abstimmungstermin zur Erhöhung der Mehrwertsteuer für IV schaffte mehr Verwirrung als Vertrauen.
Und was macht der Bundesrat mit dem Dossier UBS? Soll man die Aktionäre enteignen, die Bank verstaatlichen und zerlegen, wie dies die Linke, Christoph Blocher und die Denkfabrik Avenir Suisse fordert? Oder weiter wursteln wie bisher? Eine Antwort darauf ist die Regierung bis heute schuldig geblieben.
Ineffizienter und nicht krisenfester Bundesrat
Mit den G-20 Staaten, der OECD und der EU führt die Regierung einen aussichtslosen Krieg um das Bankgeheimnis. Das Verhältnis zu den USA ist wegen der UBS und der Iran-Politik von Micheline Calmy-Rey getrübt. Jetzt droht auch noch der Verlust eines Sitzes im Leitungsgremium des Internationalen Währungsfonds(IWF).
Längst findet nicht nur die SVP, das Land segle ohne Steuermann im Sturm. «Wo bleibt die starke Führung», betitelte zum Beispiel die Arena des Schweizer Fernsehens DRS ihre Sendung vom 17. April. In der Sendung bezeichnete die sonst regierungstreue Vizefraktionschefin der CVP, Brigitte Häberli-Koller, den Bundesrat als »ineffizient und nicht krisenfest.
«Nicht geschaffen für internationale Krisen»
«Der Bundesrat ist mit seiner heutigen Struktur gar nicht geschaffen für internationale Krisen. Er ist ideal für ruhige Zeiten, in denen das Land verwaltet werden kann und die Mühlen langsam mahlen dürfen», fand auch Historiker Urs Altermatt in einem Interview mit der «Aargauer Zeitung». In diesen Zeiten brauche es eine Person an der Spitze, welche die Schweiz nach aussen vertritt und nach innen eine richtungsweisende Funktion übernimmt. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 24.04.2009, 13:42 Uhr
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72 Kommentare
Ich muss den Titel präzisieren, Fähnlein der sechs Hilflosen. Ueli Maurer kann die anderen sechs leider nicht überstimmen, wenn sie wieder mal den nächsten Blödsinn für die Schweiz bestimmen und mit Militär und Sport hat man ihn auch in ein aktuell wenig wichtiges Departement abgeschoben.. Antworten
Die Rache der Blocher Abwahl. Maurer ist bisher noch der Einzige aber die 6 andern wollen sich selbtsverwirklichen und die Schweiz nach ihrern Vorstellungen umgestalten. Mme Calmy ist die Übelste. Leuenberger ein Philosoph. Couchepin sucht Fettnäpfchen um hinein zu treten. Alle haben Hurra gebrüllt nach der Abwahl von Dr Blocher und glaubten nun könnten sie machen was sie wollten. Erstaunt ? Antworten
Aber wir wollten doch solch eine brave Regierung. Eine Regierung die nur mittels Kompromisse arbeitet, die kein böses Wort , geschweige denn Angriffe macht! Wir klatschten doch alle, als der letzte Kämpfer abtreten musste. Also bitte keine Kritik an unseren Bundesräten! Jetzt haben wir das was wir verdienen, auch erhalten. Wir sollten jetzt zufrieden sein. ODER? Antworten
Nicht der Bundesrat ist zu kritisieren, sondern das Parlament. Wer wählt die alten Männer? Eine Regîerungsreform ist überfällig. Wir brauchen einen richtigen Präsidenten, der den allgemeinen Kurs vehement vertritt. (Amtszeit 4 Jahre, vom Partlament gewählt, nur eine Amtszeit) 3 Bundesratsparteien wären zu prüfen. Die Schaffung von 2 zusätzlichen Departementen könnte eine Entlastung bringen. Antworten
Kritisieren ist einfacher als besser machen. Um die Konjunktur anzukurbeln gibt es keine einfachen Rezepte. Zuwarten à la Leuthard ist das schlechteste. Einen Wagen auf Talfahrt muss man bremsen bevor die Geschwindigkeit zu gross wird, er aus der Kurve zu fliegen droht. Aber das Aussitzen und Abwarten hat bei unserem Bundesrat System. Leider. Nur wenn die Parteisponsoren winken geht alles rassig. Antworten
Zur Zeit ist nur eines gewiss: keiner weiss, wohin die Reise geht und wie man die Wirtschaft wieder auf Trab bringt. Dennoch fordern alle vom Bundesrat: handle! Hubert Moser behauptet implizit, der Staat könnte diese Krise meistern, wären nur die richtigen Leute am Ruder. Das ist Unfug, aber gut verkäuflich. Man kann wieder einmal alle, die sich um das Land bemühen, so richtig in die Pfanne hauen. Antworten
Im eigenen Haus spielen unsere Politiker die starken -international finden sie ja kaum Beachtung. Diese Internationalität fehlt ihnen eben um im Orkan Stärke zu beweisen. Vielleicht ist es eben schon fehlende EU Mitgliedschaft. Denken wir was international ein Steinbrück bewirkt -der rührt nicht nur im Sumpf, der setzt auch um. In dieser Hinsicht kann ihm nicht mal der Blocher das Wasser reichen. Antworten
@Rolf Schumacher: wie will man die von morgen schaffen, wenn man vom ausland fremdbestimmt wird, weil man es unterlassen hat, sich um vorfeld mit d. problemen auseinanderzusetzen und versch. szenarien durchzuspielen. da muss klar formuliert werden, was man aktzeptiert und was nicht. aber wie war es bis anhin. zuerst ein grosser aufschrei d. politiker, dann klein nachgeben. so ist man unglaubwürdig Antworten
Wow, wie viele gescheite Leute gibt es in der Schweiz , die alles besser wissen als der BR! Warum haben diese sich nicht zur Lösung der Probleme früher gemeldet. Es ist dumm den BR immer zu verunglimpfen. Wäre schön, die gescheiten Schreiber würden mitteilen, welches Land auf der Welt besser funktioniert und grösseren Wohlstand hat als die Schweiz. Daran hat der Bundesrat auch seinen Anteil. Antworten
Schuld an dieser Misere sind wir eigentlich alle, wir motzen (ich nicht ausgenommen), aber haben eigentlich keine rechten Vorschläge..... und dann auch noch diese "blöden" Parteien. Sind Sie etwa in einer?? (ich auch nicht)... So gesehen, machens unsere Frauen und Männer in Bern nicht allzuschlecht. Ich gratuliere hiermit jedem Bürger, der sich in irgendeiner Partei einsetzt! Antworten
@Martin Waeber: Nein - aber eine Regierung, dich nicht aus der Defensive heraus agiert, sondern aktiv und damit auch lösungsorientiert im Interesse der CH. Bedingt aber, dass man etwas von der Materie versteht. Eine Bundesrätin, die die Krise negiert, um eine Woche später das Gegenteil zu behaupten, zeugt nicht gerade von Sachverstand, ... Antworten
Nicht nur der Bundesrat, sondern auch National- und Ständerat taugen nur für ruhige Zeiten, in denen das Land verwaltet werden kann und die Mühlen typisch schweizerisch so langsam wie möglich mahlen dürfen. Der aktuelle Bundesrat wirkt wie eine Gruppe von sieben Verwirrten, welche trotz offensichtlicher Inkompetenz weiterhin auf Kosten von uns Steuerzahler "durchgefüttert" werden. Antworten
Es ist eindeutig, dass hier wieder Partei-Fans der SVP zugeschlagen haben. Blocher, Blocher und der beste Bundesrat etc. Diese Mitbürger würden besser auf Ihren Dr. Chr. Blocher hören. Hat der nicht beim Sechseläuten vor der Kamera mehrfach betont "es chunt schon guet, es chunt schon guet". Antworten
Die Regierung wird schlechter gemacht als sie tatsächlich ist. In Tat und Wahrheit braucht es viel Mut in der gegenwärtigen Situation auf Teufel komm Raus Aktionismus zu betreiben, der Kontraproduktiv ist. Siehe zum Beispiel Grossbritannien. Oder hätten Sie lieber einen Hyperventilierenden Sarkozy an der Spitze? Antworten
Warum veranstalten wir nicht eine Bundesratslotterie? Alle zwei Monate muss einer gehen und einer wird neu gewählt. In ein wenig mehr als einem Jahr hätten wir vollständig neues Blut in der Führung. Vorher sollte man noch die Rente der ausgeschiedenen Bundesräte neu festlegen: das doppelte einer 'normalen' AHV-Rente. Man könnte auch über ein neues Wahlverfahren diskutieren. Antworten
Es wird Zeit, dass die BR's vom Volk gewählt und abgewählt werden können. BR's sollten auch für die Fehler zur Rechenschaft gezogen werden: z.B. Kürzung des Ruhegeldes (schon das Wort lässt grüssen), keine Privilegien die vom Steuerzahler finanziert werden müssen usw. Hervorragende Leistungen (nicht gute) sollen dafür gesondert honoriert werden. Antworten
Je schlechter die Lage, umso mehr wird jedem auf die Finger geschaut. Alle haben Fehler gemacht. Nur gemeinsam kann man kommende Attacken bestehen. ZB Der Franken wird stärker und stärker, die schweizer Wirtschaft wird Druck ausüben. Die Politik darf nicht nachgeben. Wir können nicht die Wirtschaft von heute retten, sondern müssen die von morgen schaffen. Hört auf Schwarzer Peter zu spielen. Antworten
Ein Schönwetter-Bundesrat ! Innen- und aussenpolitisch völlig überfordert, rat- und hilflos. Längst überfällige Rücktritte sind jetzt dringend notwendig. Wir brauchen endlich Mannen und Frauen im BR die mehr können als Tunnels eröffnen und selbstherrlich den Bürgerinnen und Bürger weiter Geld aus der Tasche ziehen. Antworten
In der Privatwirtschaft erstellt man für jeden wichtigen Posten ein Anforderungsprofil. Nicht aber inder Politik! Heute z.B. Tiepfleger/in, Morgen Regierungsrat/in oder Bundesrat/in. Die Chancen sind sehr gross, dass das nicht gut geht. Der Chef/ oder Chefin wirkt hilflos und ist froh, wenn die unten alles richtig machen. Von Führung keine Spur! Antworten
Die meisten Kommentare deuten auf Hilflosigkeit hin, aber wenigstens klagen wir auf hohem Niveau. @M. Lehmann hat recht, abseits stehen hilft nicht. Die echten Versager sind nicht unsere BR sondern unsere Parteien die keine echten Lösungen präsentieren und vereinigt anstreben, und natürlich ihre Präsidenten, die allzu medien-verliebt scheinen. Die Parteien zerstören unsere politische Kultur. Antworten
Weiss der Gesamtbundesrat überhaupt, wie das Schweizervolk über ihn denkt oder ist ihm das alles egal? Von regieren f ü r uns Bürger kann ja nicht mehr die Rede sein und es wäre mehr an der Zeit, dass sich eine totale vertrauenswürdige Änderung stattfinden sollte, die zielbewusst und nationalen Charakter aufweisen muss. Aber an diese Wünsche glaube ich nicht mehr, denn wir haben nichts zu sagen. Antworten
Sehr guter Artikel! Schönreden hilft nichts. Bevor etwas verbessert werden kann, müssen die Mängel genannt und aufgedeckt werden. Unser politisches System bevorzugt Bundesräte ohne Kanten und Ecken, die möglichst allen passen. Und der einzig Kompetente, der welche hatte, wurde weggewählt. Das wäre wenigstens ein Siebtel Können gewesen. Lernen wir wenigstens für die Zukunft? Antworten
Wurde auch langsam Zeit, dass mal Jemand auf die Idee kommt, die Leistungsnachweise dieser 7 Versager zu analysieren und ihre Fähigkeiten zu durchleuchten. @Arnold Franz: Ich teile ihre Meinung über den Arena-Auftritt von Thomas Borer hunderprozentig. Ich wünschte mir, unsere 7 Bundesräte wären mit Weitblick, Kompetenz, Sachbezogenheit und Wortgewandtheit nur annähernd so gesegnet. Antworten
Als Aussenministerin hätte Frau Calmy-Rey die Aufgabe, bei ihren Amtskollegen in den für die Schweiz wichtigen Ländern die Interessen unseres Landes zu vertreten. Statt dessen schwirrt sie lieber (und dies seit Anfang ihrer Amtszeit) entweder mit Kopftuch bedeckt oder mit andern PR-Gags in obskuren Ländern herum und strahlt jeden Despoten mit ihrem breiten Grinsen an. Das rächt sich jetzt. Antworten
Was soll dieser Artikel bewirken? Als Auslandschweizer wusste ich schon 1993 das Schweizer Model hat ausgedient. Leider. So ging ich West.Wer noch an einer Zukunft in der Schweiz glaubt, lebt in Fantasien. Fuer Asylanten, diese Wort gibts doch nicht m ehr, ist die Schweiz ein Paradies. Und sie haben recht. Wohnung und Essen werden garantiert. Dieser Artikel ist 20 Jahre zu spaet. Antworten
Das Schreien nach dem "starken Führer" ist lächerlich. Der Bundesrat kommt als überfordertetes Wurstelgremium rüber, weil zu viele Mitglieder entweder verbraucht (Leuenberger, Couchepin) oder mittelmässige Persönlichkeiten sind, die am liebsten nichts tun oder Befehle empfangen (Merz, Leuthard, Maurer). Merz, Couchepin, Leuenberger in den Ruhestand, Leuthard zur Novartis. Antworten
Wir haben EXAKT die Regierung, die Blocher stets kritiisiert hat: Eine Wohlfühlgruppe, die nach Amt und Würde giert und höchstens noch ein Autobahnteilstück "kompetent" eröffnen kann. Die CH hat gut ausgestaltete Institutionen aber was nützen die wenn Zirkusclowns die Regierung stellen & das Volk sich vom SF Regierungssender jede regierungstreue Meinung aufschwatzen lässt? Die CH im Niedergang! Antworten
Klar wäre es in der jetztigen Situation schön, einen entschlussstarken Macher an der Spitze der Regierung zu haben. Unser System funktioniert nicht so und es hat bisher nicht schlecht funktioniert. Mit der breiten Spitze verhindern wir, dass schnell reagiert werden kann - im Positiven, wie im Negativen. So geschehen auch keine kopflosen Schnellschussfehler à la Sarkozy oder Berlusconi. Antworten
Die Bundesräte/innen haben sicher Fähigkeiten, z.B. im defensiven "Wursteln" und sich selbst in Szene setzen, selbst am völlig falschen Ort. Was fehlt sind kompetente Führungsfähigkeiten, (woher auch?) das Wissen und das Können wie man Probleme löst, statt jahrelang nur behandelt. Am schlimmsten aber: die fehlenden Konzepte für die Zukunft unseres Landes. So entsteht Angst statt Vertrauen. Antworten
Nun ja, die Kriterien, welche jemanden angebl. zum Bundesrat prädestinieren, würden nicht mal ausreichen für einen mittleren Kaderjob in irgendeiner Branche! Das gehört überarbeitet. Im übrigen sollte endlich vom Volk ein Bundespräsident für vier Jahre gewählt werden. Und der muss dann wenigstens die nötigen Voraussetzungen mitbringen, um auch in Krisen nach aussen aufzutreten. Antworten
Mooser und Altermatt sehen das leider richtig, keine inhaltliche Strategie ist erkennbar, es wird nicht agiert, sondern nur reagiert. Was machen eigentlich die Berater der Bundesräte? Wenigstens könnte man die Form und die Abläufe besser regeln, wie den schlimmen Auftritt mit dem iranischen Präsidenten oder die ernsthaften Stellungsnahmen zur Aktualität mit dem lächerlichen Sechseläuten-Hütchen. Antworten
Wie das Kaninchen vor der Schlange gibt sich unser BR; hilflos und gelähmt. Mit 0815-Lösungen versuchen die Verwalter zu retten was zu retten ist. Dabei wären kreative, innovative Lösungen gefragt, die uns beflügeln und gestärkt aus der Krise bringen. An der ganzen Misere trägt auch unser Parlament eine Mitschuld, das lieber Verwalter als Gestalter in den BR wählt . Antworten
Vielleicht ist die Schwäche des Bundesrates, der (zu langsam) reagiert - statt agiert, in direktem Zusammenhang mit einem Land, das während bald seit zwei Jahrzehnten sich im Rückzug befindet. Sich von der Welt abnabelt, es besser weiss und am bestehenden festhält. Wenn ich die Kommentare hier lese, höre ich genau dies heraus. Antworten
Wenn die UBS frühzeitig eine Risikoversicherung abgeschlossen hätte,wäre die Differenz durch diese Versicherung im Fall eines zahlungsunfähigen Kreditnehmers eingeschossen worden und UBS hätte KEINEN Franken verlieren und jetzt am Staatstropf hängen müssen. Antworten
Vielleicht sollte man so langsam mal dem Milizsystem den Rücken kehren. Das funktioniert nur, solange alles reibungslos läuft und die CH sich in keiner Krise befindet. Aber kaum kommt eine solche, sind die Milizionäre überfordert und versagen reihenweise. Ein Wirtschaftsminister einer Wirtschaftspartei, die nur reagiert statt agiert und sich vom Ausland vorführen lässt ist bestes Bsp ... traurig!! Antworten
Was die UBS angeht,sollte man vielleicht doch auf Chr.Blocher hören.UBS schreibt trotz Milliardenspritze immer noch ab und macht Verluste (Geldabflüsse) bis zum Gehtnichtmehr.Vielleicht wäre eine vorübergehende Teilverstaatlichung doch nicht das Dümmste,bis die Bilanzen wieder gesäubert und sind die Bank wieder selbständig agieren kann. Antworten
Der Bundesrat geht die Probleme nicht pro-aktiv an. Er verschläft sie, wie beim Bankgeheimnis. Die politische Vernetzung der Schweiz in den internationalen Beziehungen ist schwach. Jetzt rächt sich die SVP-Isolationspolitik. Hat die Schweiz denn nichts mehr anzubieten? Der Verteilungskampf wird in der Wirtschaftskrise (Wirtschaftskrieg?) härter, zwischen den Menschen und zwischen den Staaten. Antworten
Wenn ich an den Auftritt kürzlich von Thomas Borer in der Arena denke mit sachlich und fachlich gezielter Meinung und Lösungsvorschlägen, so bekomme ich Tränen wenn ich unser Altersheim in Bern betrachte. Wir haben fähige Leute und werden sie auch in der Zukunft haben, nur sollte mann endlich auf die Fremdhilfe (SWISS, UBS, CS, usw. usw. usw.) verzichten. Wann haben wir einen D Bundesrat? Antworten
Was H. Moser da von sich gibt, ist ein weiterer Beweis der Inkompetenz. Zum Glück sind solche Schreiberlinge nicht in der Wirtschaft tätig. Gibt es denn je einen Schreiberling der sagt, was getan werden muss, und dafür die Verantwortung übernimmt, nein, ein Ding der Unmöglichkeit. Es einfacher, Leute die bereit sind grosse Verantwortung zu übernehmen, als Hilfslose zu verunglimpfen. Antworten
Mir kommt die Galle hoch, wenn ich dieses SVP Geschwätz lesen muss. Ich bin dafür, dass wir den Namen Blocher in die Präambel unserer Bundesverfassung aufnehmen und uns alle durch ihn retten lassen! Frage: Liegt es überhaupt im Interesse der SVP, dass es der Schweiz gut geht? Je grösser die Krise, desto mehr Bullshit kann doch verbreitet werden und desto mehr Schafe blöken der SVP hinterher. Antworten
Die Aussage ist im Kern schon richtig. Unser System ist nicht flexibel. Es ist höchst effizient in Verwaltung und Steuerung,jedoch träge und unbeweglich. Es wäre an der Zeit, nicht das gesamte System zu hinterfragen, sondern Anpassungen vorzunehmen. Man kann etwas nicht über 100 Jahre gleich betreiben. Die Welt dreht sich weiter. Leider haben wir Schweizer gerade damit Mühe. Antworten
Solche Artikel schaffen nicht unbedingt Vertrauen in der Bevölkerung, zumal ein gewisser Wahrheitsgehalt nicht von der Hand gewiesen werden kann. Wir haben zweistellige Löcher bei der IV und der ALV, meine Damen und Herren in Bundesbern, woher kamen denn bitteschön die Zig Milliarden für die UBS? Da kriege ich also Otto Normalbürger - und Normalverdiener - graue Haare! Antworten
gut das der tagi dies thematisiert. zwar hat die svp dies schon lange gemerkt und mit christoph blocher einen starken mann installieren wollen, doch das linksgefärbte parlament im verbund mit intrigantem verhalten gewisser cvp kreise und bundesräten kickten ihn weg. die folge ist nicht etwa ein geeinter, fähiger gesamtbundesrat sondern sieben, einzelmasken die verbissen ihren posten verteidigen Antworten
Das Problem liegt nicht nur beim BR, sondern auch bei den Parteien. Wenn diese die Parteipolitik bei der Seite liessen, endlich mal zusammenstehen würden und ihre Bundesräte in die Pflicht nähmen, dann würde es auch vorwärts gehen. Solange aber die eine Partei dagegen ist nur weil die andere dafür ist und umgekehrt, geht gar nichts. Dann haben Sie die Frechheit und nennen sich Volksvertreter. Antworten
Wer das Gefühl hat, unter solchem Druck von allen Seiten noch bestehen zu können, der soll sich für sowas melden. Die Schweiz wird zum Spielball der grossen, die auch von den eigenen Problemen ablenken. Wenn wir Glück haben, ist das ein Teil einer gerechteren Vermögensverteilung auf der Welt. wenn wir Pech haben, sind wir nur das Oper der Gier. Antworten
Hört doch endlich mal auf, unseren Bundesrat schlecht zu machen. Einige davon machen einen sehr guten Job. Und schlussendlich haben wir diese Damen und Herren gewählt! Wenn auch indirekt. Letztes Jahr wurde BR Merz hochgejubelt - jetzt ist er plötzlich im Keller. So geht das mit der Presse. Antworten
Sprich: Die Schweiz braucht einen Bundeskanzler, nach deutschem Vorbild und eine Koalitionsregierung, keine Zauberformel! (Eine Präsidialdemokratie, mit soviel Macht für eine Person wie in den USA oder Frankreich, würde allerdings wohl nur sehr schlecht in die Schweiz passen). Antworten
Herzlichen Dank, Herr Mooser, für den exzellenten Artikel. Auch ich bin schon seit langem über die Handlungen unseres Bundesrates enttäuscht und würde die Bundessteuern am Liebsten dem Kanton statt dem Bund bezahlen. Kommt Druck aus dem Ausland, so knickt der Bundesrat sofort ein, bei Problemen im Inland wird laviert und der Bauernstand wird schamlos preisgegeben. Unser Land hat Besseres verdient. Antworten
Alle lassen Federn! Tatsache ist, dass wir relativ gut dastehen. Welches andere europ. Länd steht besser da?Wir leben in einer komplizierten Welt und einfache Lösungen gibt es nicht mehr! Wer etwas anderes sagt, gehört an den Stammtisch oder in die SVP. In Zeiten der Krise ist es besonders einfach zu kritisieren und Stimmen zu fangen. Lassen wir uns nicht blenden! Antworten
Historiker und (New World Order)-Lobbyist Herr Urs Altermatt will mit seiner billigen Propaganda unsere Demokratie schwächen. Unser System ist intakt und funktioniert bestens. Was wir brauchen ist ein starkes Volk, dass Propaganda-Wellen wie diese hier im TA hinterschauen. Sich des Weiteren hütet, aus Kurzsichtigkeit und Naivität, unsere hochgepriesene schweizerische Freiheit zu zerstören. Antworten
Ja die Schweizer Regierung und das Parlament ist nicht Krisentauglich! Viel zu langsam und zu schwerfällig! Man muss innert wenigen Tagen entscheiden können! Der Bundesrat hat ja auch sehr schnell Milliarden für die UBS entschieden und das Parlament konnte nur noch JA sagen. Wir brauchen unbedingt einen Kisengeneral mit hohen Kompetenzen, um einen Wirtschaftskrieg oder sogar Weltkrieg zu vermeiden Antworten
Ich finde es äusserst unfair, wie wir unsere Landesregierung behandeln! Das ist nicht richtig und nicht korrekt. Auch wissen wir gar nicht, was hinter den Kulissen alles läuft. Mit all diesen "bauchgesteuerten" Angriffen desavouieren wir die Regierung und auch uns selbst. Wir demontieren das weltweit beste politische System. Schade, die Quittung wird kommen! Antworten
Es liegt nicht an der "Struktur" des Bundesrats, dass er nicht Krisenfest ist. Mit genau dieser Struktur hat die Schweiz schwerste Krisen überstanden. Es liegt schlicht an den Personen, die die Struktur ausfüllen (oder eben nicht). Der Zwang, auf jedes Räuspern aus dem Ausland blitzartig zu reagieren, ist herbeikonstruiert. Eigentlich würden die Strukturen eben grad erlauben, besonnen zu reagieren Antworten
Das Volk will sicher Bundesräte die eine Krise meistern können. Das Problem liegt bei der Wahl von Bundesräten. Die grosse Mehrheit im Parlament ist mit der eigenen kleinen Welt schon überfordert. Die Bevölkerung muss die Vertreter des Bundesrates wählen. Antworten
Kritisieren ist so einfach. Jedermann/frau kann das. Aber konkrete Lösungsvorschläge zur Bewältigung der Krise kann weder Hubert Moser, Urs Altmatt, Brigitt Häberli-Koller noch jemand anders auf der Welt geben. Sonst hätten wir die Krise vorhergesehen und sie abgewendet. Übrigens: Die Sendung ARENA ist auch nicht mehr das was sie einmal war - sachlich ausgewogen und kompetent. Antworten
Blocher mag ja eine höflich gesagt gewöhnungsbedürftige Umgangsform gehabt haben aber er ist ein "Macher". Und genau das ist es was den Bundesrat jetzt fehlt statt dessen haben wir Calmy-Rey die der Schweiz mit dem OECD Brief auch noch Heimtückisch in den Rücken fällt Antworten
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Heinz Bolliger
Wenn ich an den früheren Alt-Herren-Bundesrat mit Mirage-Skandal usw. denke, so bin ich mit dem heutigen Bundesrat sehr zufrieden. Ein munteres Grüpplein, das nach Alter, Geschlecht und Herkunft die Schweiz gut representiert. Wir hatten einen starken, unberechenbaren und egozentrischen Herrn im Bundesrat und fast alle sind froh, dass er gegangen wurde - auch ich. Antworten