«Das Grundeinkommen wird die Schweiz verändern»

Monatlich 2000 Franken für alle Bürgerinnen und Bürger – das fordert die Grundeinkommens-Initiative. Wie realistisch ist diese Idee? Tagesanzeiger.ch/Newsnet traf Mitinitiator Oswald Sigg.

«Alle grossen politischen Ideen brauchten mehrere Anläufe»: Oswald Sigg in der Gerechtigkeitsgasse in Bern.
Video: Jan Derrer

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Wenige kennen das politische System der Schweiz so gut wie SP-Parteimitglied Oswald Sigg. Er machte Karriere in der Bundesverwaltung, arbeitete für die SRG und war Vizekanzler und Bundesratssprecher. Heute wurde im Bundesblatt seine Initiative zum Grundeinkommen publiziert.

Jede Bürgerin, jeder Bürger soll monatlich 200o Franken erhalten. Und zwar ohne Gegenleistung. «Das Grundeinkommen wird die Schweiz verändern», ist Oswald Sigg im Videointerview überzeugt. «Wir werden ein ganz neues Verhältnis zur Arbeit bekommen. Es wird zu einer Umverteilung nicht nur von Geld, sondern auch von Macht kommen.»

Sigg, der über die Wirkungsweisen von Volksinitiativen doktorierte, weiss durchaus, dass die Idee eines Grundeinkommens für alle eine utopische Idee ist. «Erfolg ist für mich, wenn die Initiative zustande kommt. Wir wollen, dass die Schweiz über die Idee abstimmt.» Das Grundeinkommen soll allen rechtmässig in der Schweiz lebenden Personen zugutekommen. «So würde Arbeit nicht mehr Zwang sein, sondern die Leute könnten sich Arbeit suchen, die ihnen Freude macht.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

(Erstellt: 11.04.2012, 16:40 Uhr)

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