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Das Weibeln für die Wiederwahl von Widmer-Schlumpf

Aktualisiert am 19.06.2011

SP und Grüne machen sich zusammen mit der BDP für die Wiederwahl von Eveline Widmer-Schlumpf stark. Im Verbleib der BDP-Bundesrätin in der Regierung sehen sie eine Garantie für den Atomausstieg.

Hat den Rückhalt von Mitte-Links: Eveline Widmer-Schlumpf.

Hat den Rückhalt von Mitte-Links: Eveline Widmer-Schlumpf.
Bild: Keystone

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Während der Sommersession hätten im Bundeshaus erste Absprachen für eine Wiederwahl von BDP-Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf stattgefunden, heisst es in einem Bericht der «SonntagsZeitung».

Insbesondere Vertreter der Grünen und der SP hätten entsprechende Kontakte mit der BDP-Spitze, so die Zeitung. Aber auch CVP- und FDP-Politiker beteiligten sich an Planspielen zur Rettung des Sitzes von Widmer-Schlumpf vor dem erwarteten Angriff der SVP bei den Bundesratswahlen im Dezember. BDP-Präsident Hans Grunder bestätigt «entsprechende Gespräche» gegenüber der «SonntagsZeitung».

Atomfrage als Grund zur Wiederwahl

Laut der Zeitung will niemand konkret über den Inhalt der Verhandlungen sprechen. Aber führende Politiker wie die SP-Fraktionschefs Andy Tschümperlin und Ursula Wyss, Grünen-Präsident Ueli Leuenberger, CVP-Chef Christophe Darbellay und sogar FDP-Politiker wie die Nationalräte Tarzisius Caviezel und Peter Malama sagen öffentlich, dass Widmer-Schlumpf wieder gewählt werde solle.

Hintergrund des Wiederwahlplans ist vor allem die Atomfrage. «Mit der BDP-Bundesrätin kann man den Atomausstiegskurs im Bundesrat sichern,» sagt SP-Mann Tschümperlin gegenüber der «SonntagsZeitung».

Gute Prognosen

Die neusten Wahlprognosen könnten die Pläne, Widmer-Schlumpf gegen den Angriff der SVP zu verteidigen, durchaus beflügeln. Die «SonntagsZeitung» hatte die repräsentative Umfrage beim Institut Isopublic in Auftrag gegeben.

Demnach dürfte das ganze Pro-Widmer-Schlumpf-Lager aus SP, Grünen CVP, Grünliberalen und BDP zulegen, obwohl CVP und SP im Herbst mit leichten Verlusten rechnen müssen. Gemäss den Prognosen von 45 auf deutlich über 50 Prozent. Wären heute Wahlen, würde laut «SonntagsZeitung» die SVP auf 28,7 Prozent Wähleranteil kommen, die SP auf 18,4, die FDP auf 13,9 und die CVP auf 13,2 Prozent. Die Grünen wären bei 9,9 Prozent, die Grünliberalen auf 8,0 und die BDP auf 3,7 Prozent. (kpn, pbe)

Erstellt: 19.06.2011, 07:53 Uhr

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