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Datenbeschaffung per Funkgerät

Aktualisiert am 30.01.2012 121 Kommentare

Hermann Lei leitete die Bankdaten von Philipp Hildebrand an Christoph Blocher und die «Weltwoche» weiter. Neue Details zeigen: Seine Informationsbeschaffung war bisweilen recht abenteuerlich.

Mit dem mutmasslichen Datendieb in Funkkontakt: Der Thurgauer Rechtsanwalt Hermann Lei.

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Bild: Keystone

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Die Chronologie der Affäre Hildebrand

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Der Fall Hildebrand: Wie es dazu kam – und welche Personen darin verwickelt sind.

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In der Affäre um den ehemaligen Nationalbankpräsidenten Philipp Hildebrand kommen immer mehr Details ans Licht. So wurde am Wochenende bekannt, dass der mutmassliche Datendieb und der Thurgauer Rechtsanwalt Hermann Lei Informationen per Funkgerät ausgetauscht haben.

Der ehemalige IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin und Lei hätten diese Art Kommunikation eingesetzt, um konspirativ kommunizieren zu können, sagte der Anwalt Valentin Landmann am Sonntag auf Anfrage der SDA. Er bestätigte damit einen Bericht der Zeitung «Der Sonntag». Lei hatte die Bankdaten von Hildebrand an SVP-Nationalrat Christoph Blocher und die «Weltwoche» weitergegeben.

Übergabe an die Staatsanwaltschaft

Die Funkgeräte seien im vergangenen Dezember eingesetzt worden, sagte Landmann weiter. Die Geräte seien nicht abhörsicher gewesen. Weil diese aber nicht dem Telefongesetz unterstehen, würden solche Geräte weniger abgehört.

Laut Landmann hat die Kommunikation über die Funkgeräte aber nie richtig funktioniert. Letzte Woche habe sein Mandant Hermann Lei sein Gerät freiwillig der Staatsanwaltschaft Zürich übergeben.

Lei droht zweites Verfahren

Gegen den Thurgauer Rechtsanwalt Hermann Lei läuft eine Strafuntersuchung wegen Widerhandlungen gegen das Bankengesetz. Der SVP-Mann hat in der Affäre um den zurückgetretenen Präsidenten der Nationalbank als Mittelsmann eine Rolle gespielt.

Lei droht zudem ein weiteres Verfahren, nachdem der mutmassliche Datendieb gegen den SVP-Kantonsrat Strafantrag wegen Verletzung des Anwaltsgeheimnisses gestellt hat.

Der ehemalige IT-Mitarbeiter der Bank Sarasin macht geltend, dass er Lei in seiner Funktion als Anwalt aufgesucht habe, als er ihm die gestohlenen Bankdaten von Hildebrand vorlegte. Zudem habe er der Weiterleitung nicht zugestimmt. Auch gegen ihn läuft eine Untersuchung.

(mrs/sda)

Erstellt: 29.01.2012, 16:30 Uhr

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121 Kommentare

Roger Borer

29.01.2012, 19:47 Uhr
Melden 229 Empfehlung

Dieses Cabaret nimmt immer schizophrenere Züge an. Man bedenke ein ominöser Pöschtler, der im Nationalrat sitzt. Ein funkender Anwalt, der in der Einbürgerungskomission herummanöveriert. Das Rickli, welches auf FB heult. Ein überforderter Kindsgileiter, welcher Abstimmungen wiederholt, weil sie dem Ex Bundesrat mit Pöschtlersyndrom, nicht genehm sind. Gehts noch? Antworten


rolf bürgi

29.01.2012, 20:04 Uhr
Melden 161 Empfehlung

@ gubler es wäre höchste zeit, dem herrliberger das handwerk zu legen ! Antworten



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