«Dazu braucht es mehr als einen Herrn Mörgeli»

Interview: Samuel Reber. Aktualisiert am 19.10.2009 125 Kommentare

Christoph Mörgeli provozierte in einer TV-Sendung zur Anti-Minarett-Initiative einen Eklat. Die vom SVP-Politiker als «Anstandsdame und Gouvernante» abqualifizierte Sonja Buholzer nimmt Stellung zu den Verbal-Attacken.

«Etwas perplex, dann verärgert»: Sonja Buholzer.

«Etwas perplex, dann verärgert»: Sonja Buholzer.

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Zur Person

Sonja A. Buholzer ist Doktorin der Philosophie mit Managementweiterbildung. Sie arbeitet mit ihrer Firma Vestalia Vision in Zürich als Managementberaterin, Referentin und Buchautorin. Laut ihrer Homepage ist sie «bekannt aus TV und Radio, und gilt als engagierte Wirtschaftsethikerin mit Mut zu Klartext».

Mit welchen Gedanken haben Sie gestern nach der Sendung «SonnTalk» auf Tele Züri das Studio verlassen?
Ich dachte, wichtig wäre, dass man auch über solch schwierige Themen sachlich und argumentativ diskutieren kann. Der Zuschauer soll sich ja seine eigene Meinung aufgrund von verschiedenen, durchaus kontrovers angelegten Fakten und Argumenten bilden können. Das geht aber dann nicht mehr, wenn ein Gesprächsteilnehmer beginnt, unsachlich zu werden und auf Personen zu schiessen.

Wie haben Sie sich bei seinem Angriff gefühlt?
Etwas perplex, dann verärgert. Es ging um ein Sachthema, das es wert ist, diskutiert zu werden. Ärgerlich ist es dann alleweil, wenn plötzlich die Sachebene verlassen wird, wo man nicht mehr mit Argumenten kontern kann, sondern nur noch Emotionen aufeinanderprallen. Das dient weder dem Thema, noch der Meinungsbildung. Persönliche Verbalattacken haben in sachlichen Diskussionen nichts zu suchen. Ich erwarte ja, dass gerade verschiedene Meinungen hart in der Sache diskutiert werden können, sollen – dabei muss aber ein Regelwerk von Fairplay und Sachlichkeit eingehalten werden, sonst funktioniert das nicht.

Haben Sie sich überlegt, die Gesprächsrunde zu verlassen?
Nein, nicht wirklich – dazu hätte es doch noch etwas mehr gebraucht als einen Herrn Mörgeli.

Hätten Sie sich vom Moderator mehr Schützenhilfe erwartet?
Nein, Markus Gilli hat hochprofessionell reagiert, ein Profi. Wie man ihn kennt und schätzt.

Sollte sich Herr Mörgeli bei Ihnen entschuldigen?
Ich bitte Sie, welche Frage stellen Sie mir da! Vielleicht hatte das Ganze auch sein Gutes: So wird heute verstärkt über die Sache geredet – nämlich unter anderem die Polemik um das gestern aufgeschaltete SVP-Onlinespiel, um welches es schliesslich gestern am Anfang ging.

Würden Sie mit Herrn Mörgeli wieder in einen SonnTalk gehen?
Selbstverständlich. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 19.10.2009, 18:11 Uhr

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125 Kommentare

rolf Abend

19.10.2009, 17:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Gut gemacht Herr Mörgeli!! Frau Buholzer benimmt sich wirklich wie die Guvernante. Antworten


Tomas Gut

19.10.2009, 12:37 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Sehr geehrte Damen und Herren, über Intelligenz zu schreiben erübrigt sich in dieser Sache da Herr Prof.Mörgeli den sogennanten Prof. ja nicht geschenkt bekommen hat von der Uni Zürich. Frau Buholzer ist keine Gouvernannte aber Sie benimmt sich stets wie eine solche...womit Herr Prof.Mörgeli absolut recht hatte ! Frau Buholzer hat überhaupt keinen nachvollziehbaren Leistungsausweis ! Antworten



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