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Der Armeechef und der Informatiker

Aktualisiert am 01.07.2010 56 Kommentare

Um das Informatik-Chaos in der Armee rasch zu beseitigen, hat André Blattmann einen Berater für insgesamt 740'000 Franken engagiert. Brisant: Das Mandat wurde nicht öffentlich ausgeschrieben.

Holte sich Hilfe von einem teuren Informatiker: Armeechef André Blattmann.

Holte sich Hilfe von einem teuren Informatiker: Armeechef André Blattmann.
Bild: Keystone

Der Chef der Schweizer Armee, André Blattmann, hatte den Experten im Herbst 2008 angestellt, bestätigte Christoph Brunner, Sprecher des Departementes für Verteidigung, Bevölkerungsschutz und Sport (VBS) eine Meldung der Internetseite «tsrinfo.ch» des Westschweizer Fernsehens.

2008 verdiente der Informatiker 80'000 Franken. 2009 brachte ihm das Mandat 430'000 Franken ein. 2010 erhielt er für seine Tätigkeiten noch 230'000 Franken bevor die Zusammenarbeit am 30. Juni beendet wurde.

Gemäss einer Rechtsauskunft, die Blattmann intern eingeholt hatte, hätte der Auftrag öffentlich ausgeschrieben werden sollen. Deshalb war die Zusammenarbeit mit dem Experten am 17. Mai gekündigt worden.

Blattmann und der Experte kennen sich seit 1979

Angesichts der grossen Probleme bei der Armeeinformatik habe der Armeechef rasch auf eine unabhängige Expertise zurückgreifen wollen, erklärte Brunner weiter. Blattmann habe deshalb eine Persönlichkeit gesucht, die sich in Armeefragen und in komplexen Informatikproblemen auskenne.

Blattmann und der Experte kennen sich seit 1979, unterhalten aber laut Brunner keine persönlichen Beziehungen. (bru/sda)

Erstellt: 01.07.2010, 22:03 Uhr

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56 Kommentare

Manfred Schnyder

02.07.2010, 13:38 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Offenbar fehlt darum vermutlich Material und Munition . Nach Informatiker - Fehler. Somit werden AdA `s angeschrieben ob Sie noch Material zu Hause haben. Auch ein Grund, warum es öffentlich ausgeschrieben werden muss. Bundesvorschriften nachsehen und Konsequenzen ziehen. Antworten


Nina Badertscher

02.07.2010, 07:10 Uhr
Melden

So viel Aufhebens wegen so wenig Geld. Da fliessen sonst ganz andere Summen. Hier hat wenigstens ein Informatike etwas geleistet. Es gibt nämlich auch Zahlungen für Leistungen, die nie erbracht wurden. So gesehen handelt es sich hier schon fast um einen Glücksfall. Der Auftrag an den IT-Menschen hiess ja, RETTE MIR DEN KOLOSS ARMEE - und nicht: Schmeiss alles raus, was ncht kompatibel ist... Antworten



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