Der Bundesrat marschiert in Zweierkolonne
Aktualisiert am 01.01.2010 62 Kommentare
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Nach einem eher statischen Bild im Präsidialjahr von Hans-Rudolf Merz zeigt sich die Landesregierung dynamisch. Die Bundesrätinnen und Bundesräte schreiten durchs Bild, und zwar paarweise. Angeführt wird die Gruppe von Bundespräsidentin Doris Leuthard und Vizepräsident Moritz Leuenberger. Es folgen Micheline Calmy-Rey mit Hans-Rudolf Merz, Eveline Widmer-Schlumpf mit Ueli Maurer und Didier Burkhalter - der neue Bundesrat - mit Bundeskanzlerin Corina Casanova.
Der Fotograf Alex Spichale hat das Konzept nach den Wünschen von Bundespräsidentin Doris Leuthard entwickelt und realisiert. Micheline Calmy-Rey hatte in ihrem Präsidialjahr 2007 den Bundesrat ebenfalls in Bewegung gesetzt.
Damals schritt das Gremium entschlossen und voller Tatendrang direkt auf den Betrachter zu. Verglichen mit diesem Bild suggeriert das aktuelle Foto eine etwas verhaltenere Aufbruchsstimmung: Die Protagonisten gehen am Betrachter vorbei.
Violett, pink und beige
Nach dem Krisenjahr bemühen sich die sieben Bundesrätinnen und Bundesräte sowie die Bundeskanzlerin aber um ein optimistisches Lächeln. Während 2009 alle schwarz gekleidet waren, wagen die Damen 2010 zudem wieder farbliche Akzente: Aussenministerin Micheline Calmy-Rey wählte violett, Bundeskanzlerin Corina Casanova pink.
Justizministerin Eveline Widmer-Schlumpf hat sich für ein klassisches nachtblaues Deux-Pieces entschieden, und Bundespräsidentin Doris Leuthard trägt einen beigen Mantel in dreiviertel Länge.
Verfremdetes Bundeshaus
Einen modischen Touch verleiht dem Bild aber insbesondere der Hintergrund, das durch die vergrösserte Rastergrafik in kleine Quadrate aufgelöste, verfremdete Bundeshaus. Der Hintergrund sei elektronisch eingearbeitet, hält die Bundeskanzlei fest, das Bild sei im Fernsehstudio des Medienzentrums entstanden.
Das Bundesratsfoto 2010 wurde in einer Auflage von 70'000 Exemplaren produziert und liegt an allen Logen des Bundeshauses sowie im Polit-Forum Käfigturm auf. Ab dem 4. Januar kann es über das Internet bestellt oder unter Beilage einer adressierten Klebeetikette per Post kostenlos bezogen werden. Unter www.ch.ch ist es in einer 3-D-Version zu sehen.
Falsches Bild verschickt
Eine Panne gab es bei der Verteilung des Fotos in elektronischer Form an die Medien. Die Bundeskanzlei verschickte versehentlich eine CD mit einem falschen Foto.
Es handelte sich um ein ähnliches Bild, doch zeigte es den Bundesrat aus einer leicht anderen Perspektive, wie die Bundeskanzlei mitteilte. Das richtige Bild wurde im Verlauf des Donnerstags nachgeliefert. (bru/sda)
Erstellt: 01.01.2010, 00:11 Uhr
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62 Kommentare
Aufbruchstimmung darzustellen in Form von mehr oder weniger entschlossen vorwärts schreitenden BundesrätInnen mag eine gute Idee sein, deren bildliche Umsetzung aber nicht wirklich gelungen ist. Schade! Und weshalb das Bundeshaus in kleine Quadrate aufgelöst und damit verfremdet werden musste, ist mir schleierhaft. Zwar ist das Foto einmal "etwas Anderes", aber leider nicht wirklich überzeugend. Antworten
Zum Glück sind wir in der Schweiz und es herrscht Meinungsfreiheit, ansonsten würden anderswo einige Kommentatoren direkt für ihre respektlosen Äusserungen hinter Gitter gesperrt werden. Aber im 'Motzerland' ist auch das erlaubt, den Bundesrat vom stillen Kämmerlein aus zu kritisieren. Oder liegt es daran, dass es endlich kompetente Frauen bis an die Regierungsspitze geschafft haben? Mich freut's! Antworten
Heimatland, diese ewigen Nörgeler in der CH - es kann einem übel werden bei dem Gedanken, dass diese Überhand nehmen könnten. Es sieht jedenfalls so aus, denn sie scheinen keine anderen Sorgen zu haben, dafür um so mehr Zeit, rumzumekern! Aus lauter Langeweile oder inhaltslosem Dasein? Antworten
Gut gelungene Aufnahme mit forschem Schritt ins neueJahr. Ha, Ha zu den meist läppischen Kommentaren vom links-rechts Gehabe und Kritik am Aussehen. Geht bitte alle nach Bern und machts besser! Aber mit diesem Niveau reichts nicht mal bis zur nächsten Bahnstation. Antworten
Auf dieses Bild hätte ich ruhig verzichten können. Hätte wahrscheinlich auch etwas Geld gespart für unsere Mitbürger. Ich wäre froh für das Jahr 2010 etwas Positives vernommen zu haben. Z.B. Wir verzichten dieses Jahr auf ein gemeinsames Foto und spenden diesen Betrag an unsere arme Bevölkerung. Antworten
Lieber BR; Bitte macht es 2010 zur obersten Maxime, dass des Schweizer Innerstes gesamterzieherisch die Aufklärung zur reinen Vernunft als Hauptfach nennen darf. Dank des Tourismus und einer Fingerfertigkeit ohnegleichen schafften wir es in die internationale Liga! Eigentlich müsste man dies nun auch ideologisch verankern um etwelchen Miesepetern den Wind aus den Segeln nehmen zu können. On y va! Antworten
Vieles wird neu, einiges sogar besser, aber geblieben ist eines: die ewigen Nörgler mit Ihren Kommentaren! schämt Euch so ins neue Jahr zu starten @ Ernst Huber Sind Sie der Steuerberater der acht Personen? Ich bezweifle, dass es sich um Millionäre handelt, aber bestimmt würden Sie unser Land besser regieren und repräsentieren. Allen ein schönes und vorurteilsfreies neue Jahr! Antworten
Ich wäre jetzt mal dafür, dass man der neuen Bundesrätin allem vorab eine Chance einräumt.Zumindest hat sie eingesehen, dass es so NICHT weitergehen kann u.ist dabei dies zu ändern,was aber nicht von heute auf morgen geschehen wird! Jetzt lasst die Bundesrätin einfach mal zuerst ankommen u.dann ihre Arbeit aufnehmen! Antworten
Eine Geschmacklosigkeit und unwürdig einer Regierung...!!! Die neue Bundespräsidentin hat weder Geschmack in der Kleider noch in ihrer Fantasie, noch in der Politik. Eine totale Fehlbesetzung. Die Schweiz wird wieder der Lächerlichkeit vol ausgesetzt. Wenn das Zwingli erleben könnte....!? J)))))) Antworten
Die Idee, den Bura zu bewegen ist gut! Die Spielanlage des Fotos würde das auch ermöglichen. Allerdings ist die Aufnahme schlecht: Einerseits ist die Bewegung beschnitten - es fehlt am rechten Bildrand Raum. Andererseits sind die Füsse der Bundespräsidentin beschnitten. Symbolisch heisst dieses Foto nur, man möchte sich bewegen, aber die Möglichkeiten sind beschränkt. Antworten
Auf dem Foto zumindest mal etwas geordnet in Zweierkolonne aber (noch) ganz und gar nicht im Gleichschritt. Dies beizubringen, damit innerhalb des Bundesrates klares Marschieren entsteht, dürfte nicht einfach sein. Viel Glück und Erfolg der Bundespräsidentin und dem Kollegium beim "Exerzieren". Antworten
Sehr schön zeigt sich der kulturelle Wertezerfall und die Auslösung der Schweiz durch das kaputt entstellte Bundeshaus. Es scheint als ob die Bundesräte vereint und mit Schwung nach Brüssel und noch weiter vom Volk wegeilen. Vom ästhetischen und künstlerischen Standpunkt ein hässliches Bild, die Aussage aber trifft den Zeitgeist. Antworten
In der Tat ein Bild, das leider die Ralität widerspiegelt. Ein Regierungstrüppchen ohne klare Linien im Bundeshaus, man erkennt auch kein Ziel wohin der Spaziergang führt. Der Vergleich mit der Kampagne der UBS zur Wiedergewinnung Vertrauens ihrer Kunden drängt sich geradezu auf. Diese Regierung hat bisher nur Grossartiges geleistet, was die Interessen der Lobbies, der Banken, diente. Antworten
Also: Farben, Bewegung, Anordnung der weiblichen und männlichen Bundesräte, sowie das Schreitende gefällt. Ausgezeichnete Idee von BPräs. DL. Ich hätte allerdings dem Fotograf geraten, entweder deutlicher quasi von unten herauf zu knipsen, wenn er sich denn so fühlte, oder eben, was irgendwie spannender wäre, von einer Leiter; die Optik, wie sie derzeit ausgefallen ist, erscheint mir e biz ... Antworten
Vorwärtsch marsch! Direkt in den Abgrund. Und im Vorbeigehen noch schnell das Bankgeheimnis aufgeben und dafür die Cervalat-Haut retten. Jede Kindergarten-Schar tritt geeinter auf. Wie lange müssen wir uns diese gebündelte Unfähigkeit noch gefallen lassen? Antworten
Die Photographie gefällt mir sehr, vor allem ihr symbolischer Gehalt "vorwärts". Unsere Bundespräsidentin war gescheit genug, das Statische durch das Dynamische zu ersetzen. Diejenigen Kommentatoren, die sich bloss lustig machen oder bereits gewohnheitsmässig alles kritisieren , besonders was von Bern kommt, sind nicht ernst zu nehmen, sie denken nicht, sie lassen nur ihren emotionalen Dampf ab Antworten
8 Millionäre verlassen das von ihnen zerstörte Bundeshaus ruhig und geordnet... so etwa müsste die Bildunterschrift eigentlich lauten. Die Taschen haben sie sich ja reichlich mit Geldern vom Steuerzahler und den Quellen aus der Wirtschaftlobbys die sie vertreten gefüllt. Da würde jeder Bürger sicher auch in die Kamera lächeln. Antworten
Links zwei drei vier, links......! Typisch sie kommen alle von links nach rechts. Ueli Maurer wurde obendrauf noch absichtlich der SVP-Abweichlerin zugestellt, um der SVP anscheinend einen auszuwischen! Bin gespannt, was die CVP-Bundespräsidentin heuer bieten wird. Antworten
Dieses Foto fnde ich sehr schön und lebendig.Ebenso kann man als Psychologe daraus schliessen,hier bewegt sich ein typisches Zweiergruppenverhalten à la Kindergarten.Am liebsten Weg vom Hort und die pers. Grüppcheninteressen suchen und pflegen..Das verschwommene Bundeshaus-zeigt den heutigen desolaten Zustand der politischen Schweiz.Es kann ja nur besser werden-heute ist ja erst 01.01.2010 Antworten
das Foto zeigt ganz gut, wie der Bundesrat sich gibt - nicht als Einheit und die Politik die gemacht wird hat keine klaren Linien. Tja, aber von unserem Bundesrat kann man ja auch nicht verlangen, dass sie ein Bild hinkriegen, dass auch wirklich die korrekte Botschaft rüberbringt. Der Bundesrat nebeneinander im Gehen hätte zumindest Einheit symbolisiert. Vielleicht klappt es ja das nächste Jahr. Antworten
die männern immer langweilig wie die leute von der bank , mafia und versicherung . kann man diese langweilige veston und kravatten uniform mal abschaffen und andere kleidung einführen . das bild hat auch ne gewisse unschärfe wie der bundesrat halt ist . da muss ich den leuten vom müllabfuhrwesen mit ihrem orangenoveralluniform schon mehr fantasie zubilligen und die räumen wenigstens den dreck weg. Antworten
Fürwahr ein interessantes Bild. Mir kommunizert es allerdings eher, dass der Bundesrat aufgrund von optischer Unschärfe, geschlossen am Bundeshaus vorbeimarschiert. Wird auch am Souverän vorbeiregiert? Die angestrebte Dynamik wird gleich durch die winterliche Trübbekleidung vernichtet. Eine sehr schlechte Photomontage - wie unsere Landesmütter und -väter? Guets Nöis hätte auch gereicht! Antworten
Ich bin sicher, dass es eine künstlerische Erklärung für das verpixelte Bundeshaus gibt, die irgendeine Verbindung zum virtuellen Zeitalter und der Schweiz 2.0 konstruiert, aber rein optisch gesehen ist der Bildhintergrund äusserst hässlich. Mit zusammengekniffenen Augen gerade knapp erträglich. Antworten
Ich finde ein Photo des BR sollte eine gewisse Ausstrahlung haben, ich meine eine konkrete "Message" ... Händchen halten im 2-er Glied oder so ähnlich ... aber trotzdem habe ich noch eine kleine Hoffnung ... es scheint ein Aufbruch von Links nach Rechts darzustellen ... eine wahre Weisheit aus Bern fürs neue Jahr ... echt cool ! Antworten
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Gerhard Frötscher
@ Jürg Schmid 12:14 "Der Bundesrat muss auch nicht immer einer Meinung sein sonst müsste man gleich eine Einparteien-Regierung wählen." Was aber eine doch sehr gefährliche Sache wäre, Herr Schmid! Antworten