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Der «Fall Post» sei definitiv ein «Fall Leuenberger»

Aktualisiert am 20.01.2010 15 Kommentare

Die SVP hat bei der Ernennung von Peter Hasler zum neuen Postpräsidenten vor allem das Wahlprozedere scharf kritisiert und dabei auch Bundesrat Moritz Leuenberger in Frage gestellt.

Laut SVP führungsschwach: Moritz Leuenberger.

Laut SVP führungsschwach: Moritz Leuenberger.
Bild: Keystone

Die Wahl eines neuen Präsidenten weniger als 24 Stunden nach dem Rücktritt des bisherigen sei ein «Skandal» und «unseriös», schreibt die Partei am Mittwoch in einer ersten Stellungnahme. Dies zeige auch, dass zumindest Leuenberger in den letzten Wochen mit verdeckten Karten gespielt habe. Parlamentarische Kommissionen und die Öffentlichkeit seien getäuscht worden. «Die Frage, ob Leuenberger als Bundesrat noch tragbar ist, muss nun ernsthaft gestellt werden», stellte Generalsekretär Martin Baltisser fest.

Der «Fall Post» sei definitiv zu einem «Fall Leuenberger» geworden und die parlamentarischen Kommissionen müssten nun Licht in die Ereignisse bringen. Der Gesamtbundesrat seinerseits habe beim unsäglichen Trauerspiel mitgemacht und es mit der überhasteten Wahl verpasst, Ruhe in das von Leuenberger angerichtete Chaos an der Spitze der Post zu bringen. Dies sei ein weiteres Zeichen der Führungsschwäche.

Nur mit einem transparenten und fundierten Auswahlverfahren für alle Mitglieder des neu zu wählenden Verwaltungsrats hätte laut Baltisser die neue strategische Führung der Post die dringend notwendige Legitimation erhalten. Zur Person von Hasler äusserte sich die Partei vorerst nicht.

SP und CVP warten ab

Die innert kürzester Zeit erfolgte Wahl von Peter Hasler zum neuen Verwaltungsratspräsidenten der Post ist für die CVP positiv zu werten. «Der ehemalige Direktor der Arbeitgeberverbandes ist ein erfahrener Mann aus der Wirtschaft mit grosser Erfahrung», sagte CVP-Präsident Christoph Darbellay. Mittel- und langfristig könne seine Leistung aber erst an der Qualität des Service Public bewertet werden.

Die SP hat sich über das rasche Vorgehen des Bundesrates bei der Besetzung des Post-Verwaltungsratpräsidiums überrascht gezeigt. Dem neuen Post-Präsidenten Peter Hasler könne man sicher attestieren, dass er die Schweizer Politik in- und auswendig kenne, sagte SP-Präsident Christian Levrat auf Anfrage. Hingegen müsse er sich noch in zwei Dingen beweisen. So müsse der frühere Direktor des Arbeitgeberverbandes nun den Beweis erbringen, dass er auch auf die Interessen der Arbeitnehmer eingehen könne. Zudem sei nichts über Haslers Verständnis des Service Public bekannt. (sam/ddp)

Erstellt: 20.01.2010, 13:12 Uhr

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15 Kommentare

Herbi Hasler

20.01.2010, 12:54 Uhr
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Vermutlich hat ein PR-Büro schon lange zwei Communiqués vorbereitet: Eines für den Fall einer schnellen Wahl des Nachfolgers ("Unseriös, Skandal!") und eines für den Fall einer bedächtigen Wahl ("Handlungsunfähig, Skandal!"). Wie immer geht es der SVP dabei natürlich nicht um die Sache sondern nur um Stimmungsmache, aber die Zeitungen drucken ja mittlerweile alles ab. Antworten


Sibylle Weiss

20.01.2010, 12:29 Uhr
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Vielleicht sollte man auch oder gerade für solche Posten Schnuppertage einführen.Jeder kleine stellensuchende Arbeitnehmer muss einen Schnuppertag über sich ergehen lassen,damit nachher vom Team entschieden wird, ob der pot.neue Mitarbeiter die richtige Nase od.Augenfarbe hat,welche dem Team passt! Antworten



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