Der ominöse «Counterjihad Zurich 2010»
Von Claudia Blumer. Aktualisiert am 29.07.2011 142 Kommentare
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Anders Breivik war als Antiislamist mit einer grossen Glaubensgemeinschaft in ganz Europa verlinkt. Eine Bloggergemeinde, die sich «Gates of Vienna» nennt und die Schriften seines Vor- oder Mitdenkers «Fjordman» publiziert, veranstaltet seit 2007 jedes Jahr ein Treffen in einer europäischen Stadt – 2010 war Zürich dran, wie der «Tages-Anzeiger» berichtet.
Am «Counterjihad Zurich 2010» hätten unter anderem zwei Mitglieder der SVP teilgenommen, schreibt der Organisator unter dem Pseudonym Baron Bodissey auf der Website. Ein SVP-Parlamentarier habe sich am zweiten Tag der Veranstaltung an die Teilnehmer gerichtet und eine Diskussion über das Minarettverbot lanciert, das im Herbst 2009 vom Volk angenommen worden war. Der SVP-Parlamentarier habe die Vertreter der anderen Länder ermutigt, dem Schweizer Beispiel zu folgen und die direktdemokratischen Instrumente im Kampf gegen die «Islamisierung» zu nutzen. Zwar gebe es nicht in allen europäischen Ländern direktdemokratische Möglichkeiten zur Mitsprache, doch die Schweiz sei nicht das einzige Land.
War es Oskar Freysinger?
Während die Vertreter anderer Länder teilweise namentlich aufgeführt sind, etwa die österreichische Antiislamistin Elisabeth Sabaditsch-Wolff, sind die beiden Schweizer Vertreter mit Pseudonymen «Christine» und «Kitman» vermerkt. Der Verdacht fällt auf Oskar Freysinger, der sich mit seinem länderübergreifenden Engagement gegen die «Islamisierung» europaweit einen Namen gemacht hat. Doch er winkt ab: «Ich kenne die Bloggergemeinde nicht und war nicht an diesem Treffen.» Auch weitere islamkritische SVP-Parlamentarier wie Ulrich Schlüer (ZH), Walter Wobmann (SO), Lukas Reimann (SG) oder Dominique Bättig (JU) hätten nicht am Counterjihad teilgenommen, wie sie auf Anfrage von Tagesanzeiger.ch/Newsnet sagen. Reimann und Bättig haben von «Gates of Vienna» schon gehört, die andern nicht.
Zürich nur leicht «angereichert»
Der «Counterjihad Zurich 2010» hat sich für die Teilnehmer jedenfalls gelohnt. Wenn er die Situation mit jener beim ersten Jahrestreff von 2007 in Brüssel vergleiche, habe sich in der Zwischenzeit mehr verändert, als er sich je hätte vorstellen können, rapportiert Baron Bodissey. Dieser war offenbar aus Übersee angereist und traf in Zürich auch Vertreter aus Norwegen und Schweden sowie von der Lega Nord.
Und er lobt die Stadt, die multikulturell nur leicht «angereichert» sei, verglichen mit Wien oder, noch schlimmer, London. «Und ganz anders als Kopenhagen, wo jede Pizzabude von Arabern betrieben wird.» Die Schweizer hätten glücklicherweise gehandelt und ein Minarettverbot eingeführt, die SVP könne hier schreckliche Entwicklungen, die den meisten westlichen Ländern drohten, bannen. Wenngleich er sich auch in Zürich «angestarrt» fühlt von Männern, die bei Kebab- und Pizzabuden sitzen. «Und Schleier gibt es nachweislich auf der Strasse, sie wurden auch beim Sicherheitspersonal am Flughafen gesichtet.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 29.07.2011, 16:32 Uhr
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142 Kommentare
Nach den Anschläge in New York und Madrid, wussten die Linken nicht genug oft zu melden, dass dies nicht mit dem Islam zu tun hat. Jetzt wird ein jeder verleumdet, der nicht den linke multikulti anhängt. A.B. ist ein Psychopath der für immer weggesperrt gehört, was aber die SVP oder Freysinger damit zu tun haben ist mir schleierhaft. Antworten
Zitat: "Der SVP-Parlamentarier habe die Vertreter der anderen Länder ermutigt, dem Schweizer Beispiel zu folgen und die direktdemokratischen Instrumente im Kampf gegen die «Islamisierung» zu nutzen." Ich weiss beim besten Willen nicht was daran falsch sein soll. Ist es verboten gegen die Islamisierung zu sein? Diese praktizierte pseudo-Offenheit die jetzt wieder Konjunktur hat ist so heuchlerisch. Antworten


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