Schweiz

Der revolutionäre Vorschlag des Ruedi Noser

Der freisinnige Nationalrat will den Schweizer Strommarkt «kalifornisieren»: Der Staat soll den Stromverkauf regulieren.

«Das Modell ist sehr marktwirtschaftlich»: FDP-Nationalrat Ruedi Noser.

«Das Modell ist sehr marktwirtschaftlich»: FDP-Nationalrat Ruedi Noser.
Bild: Keystone

Umfrage

Soll der Staat den Stromkonzernen Absatz-Obergrenzen verordnen?

Ja

 
70.6%

Nein

 
29.4%

598 Stimmen


Artikel zum Thema

Stichworte

Korrektur-Hinweis

Melden Sie uns sachliche oder formale Fehler.

FDP-Nationalrat Ruedi Noser hätte den Vorschlag nie gemacht, wäre es in Fukushima nicht zur AKW-Katastrophe gekommen. Doch jetzt könnte die Idee, mit der bis anhin linke und grüne Kreise sympathisierten, von der FDP unterstützt werden, mutmasst Noser. Es handelt sich um das Decoupling-Modell für die Stromwirtschaft; die Entkopplung des Stromverbrauchs vom Wirtschaftswachstum.

In Kalifornien wird das Modell seit Ende der 70er Jahre erfolgreich angewandt. Während der Stromverbrauch pro Kopf in der Schweiz zwischen 1970 und 2008 um 134 Prozent gestiegen ist, blieb er in Kalifornien seit Einführung des Decoupling-Modells mehr oder weniger stabil. Das Modell besteht im Wesentlichen aus einem Anreiz, der das marktwirtschaftliche Prinzip des höchstmöglichen Absatzes durchkreuzt. Der Staat setzt die Energiemenge fest, welche die Stromkonzerne jährlich verkaufen dürfen. Verkaufen sie mehr, bezahlen sie eine Strafe.

Mengenausweitung frisst Effizienz auf

«Wir versuchen seit einigen Jahren, das Modell in der Schweiz beliebt zu machen», sagt Jürg Buri, Geschäftsleiter der schweizerischen Energiestiftung, die sich gegen die Abhängigkeit von der fossil-atomaren Energieversorgung engagiert. Doch das Bundesamt für Energie weigere sich, die «Kalifornisierung des Schweizer Strommarkts» in einer Studie zu prüfen. Dabei sei das Modell sehr erfolgreich. Während die Wirtschaft wachse, nehme der Stromverbrauch bedeutend weniger stark zu. «Bei uns werden die Errungenschaften in der Energieeffizienz von der mengenmässigen Ausweitung aufgefressen», erklärt Buri: «Es gibt mehr Geräte pro Person, mehr Einpersonenhaushalte, neue elektrische Dienstleistungen und eine wachsende Bevölkerung.»

Buri bezeichnet das Decoupling-Modell als Revolution: «Man muss sich bewusst sein, der Metzger würde zum Vegetarier gemacht. Stromkonzerne sind zwar mehrheitlich in Staatsbesitz, sie müssen aber Gewinn machen und dafür möglichst viel verkaufen.» Buri stellt sich vor, wie der Axpo-Verwaltungsratspräsident seinen Aktionären nicht mehr eine Steigerung des Energieverkaufs um 3 Prozent verkünden, sondern folgendermassen informieren würde: «Wir konnten die Anforderungen des Decouplings erfüllen und den Stromabsatz um 7 Prozent reduzieren.»

«Ich finde das grossartig»

Ein Wettbewerb mit staatlichen Richtlinien – eine nicht ganz unproblematische Vermengung. Das sagt auch Buri. Die Chance sieht er im Innovationspotenzial der Stromkonzerne, die Anreize hätten, ihren Kunden stromsparende Geräte zu verkaufen oder Sparmodelle anzubieten. Dass ausgerechnet ein FDP-Politiker das Modell einführen will, erstaunt Buri nicht: «Ich finde das grossartig. Das Decoupling-Modell ist eigentlich eine urliberale Idee, einfach mit geänderten Anreizen.»

Anders Conrad U. Brunner von der schweizerischen Agentur für Energieeffizienz: «Es hat mich erstaunt, dass ein Freisinniger damit kommt. Aber ich traue der Sache noch nicht recht, Noser lässt damit einfach mal einen Ballon steigen. Ob seine Partei dem zustimmt, ist fraglich. Das Decoupling-Modell ist ein sehr sinnvolles Modell, es wäre aber ein massiver Eingriff für die Stromversorgungsunternehmen.» Bisher sei die Idee nicht mehrheitsfähig gewesen, doch mit Japan hätten sich die Vorzeichen geändert.

Nach zehn Jahren das Feld dem Markt überlassen

Ein revolutionärer Vorschlag? Ruedi Noser sagt: «Die Frage ist, ob wir uns in einer ordentlichen oder in einer ausserordentlichen Situation befinden. Eine ausserordentliche Situation verlangt nach ausserordentlichen, befristeten Massnahmen.» Unter der Voraussetzung eines freien Markts mit gleich langen Spiessen für Energielieferanten wie für Konsumenten verlangt Noser zwei Massnahmen: «Erstens: Jeder Energieanbieter muss erneuerbare Energie im Sortiment haben. Zweitens: Jeder Energieanbieter muss bei seinen Kunden Energieeffizienz fördern.» Die zweite Massnahme wäre mit einem Malus für die Konzerne verbunden, sofern sie die Staatsvorgaben nicht erfüllen. Beide Massnahmen sollen auf zehn Jahre beschränkt sein. Nach zehn Jahren würde das Feld dem Markt überlassen, wobei einzig der Anteil an erneuerbaren Energien beibehalten werden müsste. «Das Angebot, aber vor allem die Nachfrage, werden über den zukünftigen Strommix sowie den weiteren Ausbau der erneuerbaren Energien entscheiden.»

Revolutionär sei das Modell nicht, sagt Noser. «Es ist sehr marktwirtschaftlich, nur die Anreize werden verändert.» Im Übrigen sei er gespannt, ob die linke Ratsseite den Vorschlag am Ende wirklich unterstützen würde: «Wenn sich die Linken und Grünen entscheiden müssten zwischen Subventionen und Decoupling-Modell, dann bleiben sie vielleicht doch lieber bei den Subventionen.»

Zündstoff für die FDP

Auch innerhalb der FDP werden hitzige Diskussionen erwartet, wenn die Partei in diesen Tagen das neue Energiekonzept auf der Basis der Vorschläge von Parteimitgliedern erstellt. Die rein mengenmässige Reduktion sei nicht zielführend sagt beispielsweise Nosers Parteikollege Filippo Leutenegger. «Auch Ruedi Noser würde den Umsatz in seinem Unternehmen nicht um 10 Prozent reduzieren wollen.» Das Ziel seien höhere Tarife für ineffizient eingesetzten Strom. «Mehr bezahlen müssten beispielsweise Verbraucher, die Elektrowiderstandsheizungen betreiben. Wer dagegen eine vier bis fünf Mal effizientere Wärmepumpe betreibt, soll von tieferen Tarifen profitieren», sagt Leutenegger.

Nationalrat Christian Wasserfallen ist ebenfalls skeptisch: «Die Anreize zu kehren ist eine gute Überlegung, aber sie ist nicht zu Ende gedacht. Es würde bedeuten, dass eine Firma, die erfolgreich ist und wächst, dafür bestraft wird, weil sie zum Beispiel mehr Strom braucht. Dabei ist man auf das Wachstum angewiesen.» Einfacher wäre dies bei privaten Konsumenten, glaubt Wasserfallen. Grundsätzlich hält er die von Noser genannten Sparziele von 10 Prozent innert 10 Jahren aber für utopisch, da gerade heute eine starke Verlagerung von der fossilen zur elektrischen Energie stattfinde. (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 12.04.2011, 13:13 Uhr

Kommentar schreiben

Verbleibende Anzahl Zeichen:

Recommend our website No connection to facebook possible. Please try again. There was a problem while transmitting your comment. Please try again.

88 Kommentare

Ruedi Züst

14.04.2011, 00:11 Uhr
Melden

Nationalrat Noser will uns das erfolgreiche Energiesparmodell des Bundesstaates Kalifornien anpreisen, welches leider nur so erfolgreich gewesen ist, dass dieses Modell mit dem beinahe Staatsbankrott von Kalifornien einhergegangen ist. Es ist darum nicht der Nachahmung zu empfehlen. Energiesparen etc. muss darum auch finanzierbar sein. Antworten


Nick Schaefer

13.04.2011, 16:13 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Totale Fehlbeurteilung von Hr. Noser.
Das Problem ist NICHT die Höhe des Energieverbrauchs.
Sondern die Wahl der Energiequellen.
Sonne, Geothermie, Hydro, Wind, Biofuel stellen uns ein tausendfaches der heute benötigten Energie zur Verfügung.
Gebäude werden +- ohne Mehrkosten energienneutral.
Sobald wir Fossil und Atom den echten Kosten entsprechend bezahlen müssen, erfolgt der Wandel von selbst.
Antworten


Karoline Stöhr

13.04.2011, 09:55 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Jeder Eingriff in den freien Markt führt zu Verzerrungen, Ineffizienzen und Verschleuderungen, die verteuernd wirken und letztendlich vom Konsumenten und Steuerzahler berappt werden müssen. Daran führt kein Weg vorbei, auch wenn er von noch so guten Menschen anders ausgeschildert wird. Staatliche Planwirtschaft führt direkt ins Elend, der Beispiele gibt es unzählige. Leider. Antworten


Benedikt Jorns

13.04.2011, 11:00 Uhr
Melden

Bei der Energieversorgung stimmt Ihre Aussage. Auf ihr basiert die Entwicklung der Weltwirtschaft. Genau gesehen verlief diese parallel zur Nutzung von fossilen Brennstoffen. Der freie Markt hat jedoch auch seine Grenzen: Alters- und Krankheitsvorsorge werden staatlich geregelt. Messgrössen der Volkswirtschaft wie z.B. der Gini-Koeffizient bei der Einkommensverteilung wären vermehrt zu beachten.


Freddy Sutter

13.04.2011, 08:05 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ruedi Noser ist erfrischend untypisch für die zürcher FDP. er ist einer der wenigen, der geist und mut besitzt, sog. marktdogmen zu hinterfragen und alternativen einzubringen. eigentlich simple arithmetik: die energieeffizienz muss massiv verbessert werden, um die energiemengenausweitung zu kompensieren. dies klappte in anderen techn. bereichen bisher ja auch. Antworten


Kurt Stierli

12.04.2011, 22:19 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Lieber Ruedi Noser ich wünsche Ihnen die nötige Kraft und die nötige Unterstützung im Parlament Ihren Vorschlag umzusetzen. Viele Leute in der Schweiz haben Angst wir würden nach dem abschalten der AKW in die "Steinzeit" zurückfallen. Das Gegenteil wird der Fall sein. Wir haben in der Schweiz bereits sehr gute und weltweit führende Systeme in Umwelt- und Haustechnik. Schweizer Spitzentechnologie! Antworten


Kurt Stierli

12.04.2011, 22:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Bei den konstruktiven Kräften ist die SVP nicht dabei, das Parteiprogramm besteht aus Ausländer bashing und nein sagen. Deshalb wird Ruedi Nosers Vorschlag die Hilfe der Linken und Grünen brauchen. Ob es genug Bürgerliche gibt die der AKW Lobby nicht angehören wird sich dann zeigen. Es ist zu hoffen dass es Sozis, Grüne, BDP, GLP, EVP. CVP (FDP?) schaffen, solche Vorschläge durchzubringen. Antworten


Peter Berger

13.04.2011, 10:03 Uhr
Melden

Die Stimmen für die SVP beweisen aber gar nicht Ihre Feststellung. Im Gegenteil die Schweizer Bevölkerung hat gemerkt, dass sie von den anderen Parteien nicht ernst genommen wird. Diese Parteien sogar den Volkswillen mit Angst und Polemik nach Abstimmungen um sich schlagen und sogar drohen. Die SVP und ev. EDU sind bis heute die Partei die für unser schönes Land und Bürger sind.


Ruedi Züst

12.04.2011, 21:59 Uhr
Melden

Das Non plus Ultra wäre, wenn wir wieder Tretmühlen einführen würden. Eine andere Variante kommt mir momentan nicht in den Sinn betreffend Energiesparen. Hochachtungsvollst Ruedi Züst Antworten


Reto Lang

12.04.2011, 18:40 Uhr
Melden

Ich erinnere mich immer noch an die Rolling Blackouts in Kalifornien in den 2000 Jahren.
Kann das ein Vorbild sein?
Antworten


Peter Schaeren

12.04.2011, 17:48 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ein effizienterer Umgang mit Energie ist ein Muss, Fukushima hin oder her. Die Frage bleibt jedoch, ob dies mit noch mehr Bürokratie und Regelementierungen wirklich erreicht wird. Positive Anreize für die Förderung Alternativer Energieerzeugung und Energiesparen wäre zielführender als eine Reglementierung der Industrie. Antworten


Rene Haug

12.04.2011, 17:26 Uhr
Melden

Das Decoupling schafft finanzielle Anreize, Energie effizienter zu verbrauchen. Das Problem stellt sich bei der Definition, wer Produzent und wer Konsument von Energie ist. Autofahrer sind Energieproduzenten (CO2) und sollten auf oeffentliche Verkehrsmittel umsteigen. In CA sind jedoch Vertriebsgesellschaften Produzenten! Auch ist Wasserkraft aus Kanada in Kalifornien keine "renewable" Energie! Antworten


kurt habegger

12.04.2011, 16:40 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Ausgerechnet aus der Ecke der FDP kommt ein Staatsmonopol für die Strompreise. Ist nicht gerade eine Initiative im Gespräch, die für weniger Staat und weniger Papier wirbt. Genau solche Schwenker geben der FDP den Todesstoss. Wenn man rechts keine Anbiederung findet kann man es ja links versuchen - kurz vor dem Wahlgang kann man noch schnell die abgesprungenen Linken bei BDP und GLP zurück holen!? Antworten


Nick Schaefer

12.04.2011, 16:32 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Totale Fehlbeurteilung von Hr. Noser.
Das Problem ist NICHT die Höhe des Energieverbrauchs.
Sondern die Wahl der Energiequellen.
Die Sonne, Geothermie, Hydro und Wind stellen uns ein tausendfaches der heute benötigten Energie zur Verfügung.
Gebäude werden +- ohne Mehrkosten energienneutral.
Sobald wir Fossil und Atom den echten Kosten entsprechend bezahlen müssen, erfolgt der Wandel von selbst.
Antworten


Nick Schaefer

13.04.2011, 16:10 Uhr
Melden

Hr. Meister:
2. Gesamtenergiebilanz: In der CH können Gebäude energieneutral sein. Somit entfallen 50% des Verbrauchs.
Den Rest können wir ohne weiteres mit Hydro, Geo, Wind aus dem Inland, sowie ein wenig Solar und Biofuel aus dem Ausland decken.
Das sollte die SVP freuen: Wir werden endlich autark. Und das billiger und zum Schutz unserer lieben Heimat.


Nick Schaefer

13.04.2011, 16:07 Uhr
Melden

Hr. Meister:
1.. Sobald wir die Atom/Fossil-preise mit allen Folgekosten bezahlen müssen, ist es sogar günstiger, Altbauten energieneutral zu sanieren. Unabhängig vom Steuermodell. Wobei WIR Stimmbürger diese Steuern anpassen können.
Heute ist es aber schon so, dass die Kostendifferenz vernachlässigbar ist.


Peter Meister

13.04.2011, 08:48 Uhr
Melden

1. Gebäude werden nicht ohne Mehrkosten energieneutral, da laufenden Kosten und Investitionen nicht gleich behandelt werden dürfen.
2. Geothermie kann zwar den CO2-Ausstoss verringern, braucht aber bei Heizungen x-fach mehr elektrische Energie als eine Ölheizung.
3. Es ist schlicht Unsinn, dass uns in der Schweiz ein Tausendfaches der benötigten Energie so zur Verfügung steht.


Kurt Stierli

12.04.2011, 22:36 Uhr
Melden

Nick Schaefer stimme mit Ihnen überein was Geothermie, Hydro usw. betrifft. Die Höhe des Energieverbrauchs ist aber schon ein Problem, solange kein Druck auf die Energielieferanten ausgeübt wird produzieren sie auf Teufel komm raus, "billige" Energie. 1.5 Millionen über 50 jahre alte Gebäude in der Schweiz in Plusenergiehäuser umwandeln, dann sind wir auf bestem Weg in Energiefragen autark zu sein


Jürg Gassmann

12.04.2011, 16:24 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Das Schöne am Schweizer Konservativismus ist, dass wir mit neuen Ideen warten, bis Andere Erfahrung damit gesammelt haben. Früher haben wir aus den Fehlern Anderer gelernt und Fehlentwicklungen vermieden. Jetzt, so scheint es, ist offensichtliches und spektakuläres Versagen einer Idee im Ausland für uns ein Ansporn, es hier auch zu probieren. Antworten


Werner Brupbacher

12.04.2011, 16:20 Uhr
Melden 1 Empfehlung

,Warum fragt sich die FDP dauernd, wieso sie Wähler verliert? Noser, Marthaler usw. sind die Schudligen. Endlich einen klaren bürgerlichen Kurs fahfren, dann ist die FDP wieder wählbar. Ausserdem hat dieser Vorschlag selbst wenn er im Parlament angenommen wird, bei einem Referendum keine Chance. Aber er nützt wieder einmal. der SVP. Antworten


Jürg Schmid

12.04.2011, 16:01 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Daran glaube ich erst wenn ein FDP-Parteitag und die Fraktionsmehrheit diesen Vorschlag unterstützt. Bis dann klassiere ich das unter "Schadensbegrenzung" im Hinblick auf die eidg. Wahlen im Oktober. Antworten


Tom Arn

12.04.2011, 15:56 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Stromanbieter sind reine Monopolisten. Ihr Ziel ist, mit wenig Leistung maximal zu verdienen. Dabei gilt das Prinzip: einige wenige kassieren im grossen Stil ab, die Konsumenten haben das zu tun, was die doctores vorgeben und die Risiken werden verstaatlicht oder "end"gelagert. Verantwortung trägt keiner. Das ist das rechte Prinzip, dem sich auch Herr Noser unterwirft. Vor und nach den Wahlen! Antworten


Peter Keller

12.04.2011, 15:47 Uhr
Melden 4 Empfehlung

In Kalifornien ist das gesamte Stromsystem marode da nichts investiert wird. Zudem kommt es insbesondere im Sommer immer wieder zu black outs aufgrund eines Kapazitätsengpasses.
Tolle Idee!
Antworten


Andreas J

12.04.2011, 19:21 Uhr
Melden

Die Stromknappheit wurde durch die Stromlieferanten absichtlich herbeigeführt. Sie wurden zu Zahlungen in Milliardenhöhe verurteilt.
http://www.udo-leuschner.de/kurzschluss/kurzschluss169-174.htm
Bitte selber suchen und lesen ...


Yves Arnold

12.04.2011, 15:44 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Ob damit der Energieverschleiss eingedämmt werden kann weis ich nicht aber die Energie sollte besteuert werden. Wie andersweitig angetönt könnte anstelle der Arbeit der Energieverbrauch (Auto, Heizung, Elektro) besteuert werden. Auch die MWST könnte durch eine Energiesteuer ersetzt werden. Hier wäre ein richtiger Anreiz, denn jeder der sparsam mit Energie ist würde automatisch weniger bezahlen. Antworten


Andreas Suter

12.04.2011, 15:30 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Fakten und Zahlen sind so eine Sache. Der Stromverbrauch pro Kopf hat seit 1970 um 87% zugenommen, seit 1980 noch um 25%, und seit 2000 um 1%. Heute ist der Stromberbrauch pro Kopf in CH vergleichbar hoch (nämlich 7300 kWh) und stabil wie in Kalifornien, aber ohne das propagierte Modell. Wir brauchen also keine "Revolutionen", sondern Vorsicht gegenüber "Selbstprofilierer" in der Politik. Antworten


kurt mäschli

12.04.2011, 15:26 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Die weltweite Vernetzung und die so verhasste"Liberalisierung" versetzt jedem bis anhin gut funktionierendem Unternehmen den Todesstoos! Vor der Liberalisierung waren die Strompreise adäquat, nachher ging's nur noch bergauf. Die EW's lieferten sogar noch einen Teil ihres Gewinn an die Gemeindekasse ab. Heute kassieren, bei steigenden Preisen, überall die gierigen Abzocker Aktionäre u. VR alles ab! Antworten


Dominik Batz

14.04.2011, 12:48 Uhr
Melden

De facto befinden sich unsere Energieunternehmen im Besitz der Kantone. Gewinne und Ausschüttungen kommen also dem Steuerzahler zu Gute. Gleichzeitig dürfen wir uns seit Jahren an sinkenden Strompreisen erfreuen. Ihr Kommentar ist auf Unterinformation basierende Phrasendrescherei.


Christian Wüthrich

12.04.2011, 15:21 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Endlich geht es dem Wirtschaftsprimat an den Kragen. Hoffentlich! Wir brauchen mehr Staat, nicht weniger. Damit nicht nur Reiche genug haben..... Antworten


Christoph Münger

12.04.2011, 15:18 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Strompreis erhöhen und das gewonne Geld in neue Energieressourcen Investieren. Das ist das Rezept. Antworten


susanne keel

12.04.2011, 17:23 Uhr
Melden

Genau - der billigste + der sauberste Strom sollte immer noch der eingesparte Strom bleiben.
Mich ärgert, dass viele hier eine Art Parteiengezänk veranstalten. Wir befinden uns in einer ausserordentlichen Situation. Da sind alle Ideen gefragt. Hoffe, dass Hr. Noser ein schweizerisches Brain-Storming im Energiesparen auslöst und die Clean-Tec-Daniel-Düsentriebe sich an die Arbeit machen!


Lilane Blum

12.04.2011, 15:17 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Dies ist wahrlich ein gutes Modell, das übrigens vor kurzem an einer Antrittsvorlesung der Universität Zürich vorgestellt wurde unter dem Titel «Prics caps»-> Verfahren zur Begrenzung der Preisentwicklung in regulierten oder zu deregulierenden Wirtschaftssektoren. Keine Ahnung, warum man den Ideengeber zur richtigen Zeit, Ruedi Noser, deshalb in einzelnen Kommentaren niedermacht. Antworten


Herbert Berger

12.04.2011, 15:16 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Kalifornien? Da kommt doch spontan ENRON in Sinn, der grösste Betrugsfall (vor der Finanzkriese), der je passiert ist. Und alles nur dank dem Kalifornier-Modell. Herr Noser sollte doch nochmals über die Bücher... Antworten


Alfred christen

12.04.2011, 15:09 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Soeben habe ich die Stromrechnung erhalten. Die Gebühren und Abgaben sind höher, als der verbrauchte Strom selbst. Antworten


Rodolpho Kreutzer

12.04.2011, 15:02 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wachstum, Wachstum, Wachstum. Ein Dogma des Materialismus, das hinterfragt werden soll. Und ja - die Situation ist ausserordentlich! Antworten


Ricardo Pfeifer

12.04.2011, 14:56 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Es ist doch erstaunlich, wie viele Energieexperten es doch in der Schweiz hat. Wo sind die alle nur, wenn wir im Berufsleben solche Probleme versuchen zu lösen. Müsste doch schon längst alle Energiefragen erledigt sein. Antworten


Felix Steiner

12.04.2011, 14:54 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Eines verstehe ich nicht, bei jeder sich bietenden Gelegenheit übernehmen wir Forderungen/Gesetzte etc. von der EU. Warum kann die EU nicht eine Strompolitik ins Leben rufen, dass allen gerecht werden würde. Alpenländer produzieren ihren Strom über Stauwerke; südliche Länder haben Sonne etc. und dann wird gerecht geteilt ohne Gewinnmaximierung. Warum muss jeder Staat sein eigenes Süppchen kochen. Antworten


Hans-Peter Amrein

12.04.2011, 14:53 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Noch mehr Staat, noch mehr Vorschriften und Interventionen - und dies von einer sogenannt "liberalen" Partei, welche sich für den Abbau von Bürokratie einsetzt: Etikettenschwindel! Antworten


Yves Namel

12.04.2011, 14:45 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Schade erwähnt dieser Artikel nicht die Probleme der kalifornischen Entwicklung: Stromknappheit, keine Investitionen mehr in Netz und Effizienz (trotz angeblichen Ziels der ganzen Aktion). Diese Anreize müssten unbedingt sichergestellt werden, sonst ists nicht zielführend. Grundsätzlich muss gelten: Weniger Energieverbrauch durch Effizienz, mehr alternative Energiequellen (Forschung + Entwicklung) Antworten


Benedikt Jorns

12.04.2011, 14:34 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Die Schweiz ist nicht Kalifornien. Die Haushalte verbrauchen nur rund einen Drittel des Stroms. Unsere täglich wachsende Infrastruktur verlangt für deren Erstellung, Betrieb und Unterhalt stets mehr Energie. Zudem werden Erdöl und Erdgas in den kommenden Jahrzehnten knapp, politisch umkämpft und nicht abschätzbar teuer. Wir haben ein Interesse, unseren Energieverbrauch aufs Stromnetz zu verlagern. Antworten


Benedikt Jorns

13.04.2011, 09:27 Uhr
Melden

@kurt mäschli: So, so ... Wer will, informiert sich in Ihrer Informationsquelle und wer will, wie ich, z.B. bei Wikipedia: http://de.wikipedia.org/wiki/Fossile_Energie


kurt mäschli

12.04.2011, 21:02 Uhr
Melden

@Benedikt Jorns: Oel und Gas sind nach neusten Erkenntnissen keine fossilen Brennstoffe. Kommt doch bitte mal weg von dieser alten Mähr! Es ist erwiesen dass sich die Lücken, die von der Gewinnung des Erdoels entstehen, auf natürliche weise wieder mit Erdoel füllen! Diese, sowie die CO2 Lüge wird uns immer und immer wieder sugeriert! Informiert euch mal, erzählt nicht länger weiter diesen Sch....


Benedikt Jorns

12.04.2011, 17:13 Uhr
Melden

@Ruedi Noser: Die weltweit wachsende Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen ist die grösste Gefahr für die Menschheit. 82% des Gesamtenergieverbrauchs wurde bereits überschritten. www.bernerschach.ch/IEA.pdf Gefragt ist die Weiterentwicklung der erneuerbaren Energien und der Nukleartechnik (inhärente Reaktoren mit neuen Brennstoffen und ab 2013 Minireaktoren www.bernerschach.ch/Hyperion.pdf )


Ruedi Noser

12.04.2011, 15:05 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Darum ist ja das Konzept auf den ganzen Energieverbrauch ausgebaut und nicht auf das Stromnetz!


Matthias Vogelsanger

12.04.2011, 14:34 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ein pseudomarktwirtschaftlicher Ansatz, der der Marktmanipulation Tür und Tor öffnet. Wer's nicht glaubt muss nur das Beispiel Kalifornien genauer studieren.
Noser hat insofern recht, als das ausserordentliche Situationen ausserordentliche Massnahmen bedigngen. Und das bedeutet im konkreten Fall, den Mut zu haben ideologische Marktwirtschaft Dogmen über Bord zu werfen.
Antworten


Peter Schmid

12.04.2011, 14:23 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Als ob es Nosers und der FDP ihre Idee wäre - wie man weiss beissen sich die Grünen und die SP mit diesem erfolgreichen Übernahme-Modell schon lage die Zähne aus (an den sturen, Wirtschafts-Begünstigern auch -Günstlingen genannt).
Alle vier etablierten Parteien sind Auslaufmodelle denen ihre Fahne (ziemlich opportunistisch + populistisch) jederzeit in alle vier Himmelsrichtungen weht.
Antworten


Hanspeter Bühler

12.04.2011, 14:22 Uhr
Melden 8 Empfehlung

«SCHLUSS MIT DEM WACHSTUMSWAHN - PLÄDOYER FÜR EINE UMKEHR» das sensationelle Buch von Urs P. Gasche und Hanspeter Guggenbühl zeigt klar auf, dass die menschliche Zukunft ganz sicher nicht in einem grenzenlosen Wachstum liegt. Vielmehr sollten wir bestrebt sein unsere Potenz zu optimieren. Ich rate jedem zur Lektüre des Buches, das mit seinen beweiskräftigen Aussagen eine optimale Lösung bietet. Antworten


Karl Bolliger

12.04.2011, 14:17 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Kein Wunder überholen die Grünliberalen die FDP - seit neustem ist letztere für Planwirtschaft, während die GLP das gleiche Ziel markwirtschafltich mit dem Steuer-Systemwechsel "Energie statt Arbeit besteuern" erreichen will - doch wer ist gegen die "unsichtbare Hand" des Marktes und für Planwirtschaft: die FDP! Antworten


Karl Bolliger

12.04.2011, 20:16 Uhr
Melden

Lieber Herr Glättli - Decoupling (auf Deutsch: Abkopplung) und Energiesteuer sind zwei grundverschiedene Vorgehensweisen. Das für einen Grünen die Zwangswirtschaft eine valable Lösung ist, kann ich nachvollziehen. Die Energiesteuer der GLP lässt sich damit nicht vergleichen: letztere schafft keine Kontrolleur-Staatsstellen für die Klientel der Grünen Partei, sondern entlastet die Einkommen aller.


Balthasar Glättli

12.04.2011, 14:56 Uhr
Melden 4 Empfehlung

"Decoupling" oder Energiesteuer: Beides greift gestaltend in den Markt ein. Revolutionär ist beides nicht. Grüne forderten dies schon seit Jahren. Ermutigend allerdings wäre, wenn andere Kräfte dies nun mittragen und zur Mehrheit führen könnten. Diese Nagelprobe steht nun an.


Roger Liebi

12.04.2011, 14:13 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Interessant, dass jetzt ausgerechnet Kalifornien ein Vorbild für die Schweiz sein soll! Der Bundesstaat Kalifornien ist nachweisbar pleite, trotz der sprudelnden Einnahmen aus dem Silicon Valley, weist eine noch schlechtere Einstufung als Griechenland auf, kann die Löhne der Angestellten nicht mehr zahlen, etc.
Ist das der neue Weg der FDP ist - oder eher altbekannter Noser-Populismus?
Antworten


Mario Monaro

12.04.2011, 15:14 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Auch wenn Kalifornien nicht in ALLEN Bereichen ein Vorbild ist, kann man doch die interessanten Ansätze mal anschauen. Sie dagegen finden wohl gar nichts gut, wenn es nicht auf SVP-Mist gewachsen ist...


Janosch Lall

12.04.2011, 15:10 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Nur weil ein Kalifornien pleite ist, ist noch alles nicht schlecht, was von dort kommt. Typisch kurzsichtiger Kommentar von Ihnen, aber wir kennen ja nichts anderes von der SVP.
Wenigstens bietet er einen Vorschlag wie der Stromverbrauch unter Kontrolle gebracht werden könnte.


hans hasler

12.04.2011, 14:04 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Ist es wirklich sinnvoll, Anreize zu schaffen Wärmepumpen durch Erdölheizungen zu ersetzen? die sind noch viel stromeffizienter!
Ich sehe nicht, wieso diese Stromdebatte so isoliert betrachtet wird. Sollten wir nicht eher versuchen unseren Energieverbrauch zu reduzieren?
Antworten


Flurin Schwerzmann

12.04.2011, 17:37 Uhr
Melden

Wenn man eine Ölheizung durch eine Erdwärmepumpe ersetzt, nimmt der Gesamtenergiebedarf ab, da nur ca. 25% der Heizenergie (als elekrische Energie, am besten Photovoltaik) bei einer WP für die Erzeugung der Wärme gebraucht werden. Die Öl-Energie (chemisch) ist an einem unersetzbaren Ort, z.B. im Flugzeug/der Chemie viel, viel besser genutzt!


Schumacher Peter

12.04.2011, 14:03 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Der strommarkt, wie er heute besteht und in Zukunft aussehen soll, hat bisher nur Mehrkosten gebracht. Swissgrid Elcom, Verrechnungszentren.Eine riesen Aministration eine unmenge von Leuten die zwar beschäftigt sind, aber auch bezahlt werden müssen. Alles hat vorher bestens funktioniert. Die Elektrizitätswerke beraten schon lange die Kundschaft, steigern die Effizienz also alles Schnee von gestern Antworten


markus büchi

12.04.2011, 14:02 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Kalifornien ist nun wirklich das Vorzeigeobjekt! Immer kurz vor dem Bankrott! Jetzt ist mir auch klar warum! Antworten


Hans Otto

12.04.2011, 14:01 Uhr
Melden 21 Empfehlung

Geniales Konzept! Wacht da eventuell die FDP endlich auf und macht einmal gute Vorschläge? Das wäre genau die Linie die die FDP fahren müsste. Das denken "out of the box"! Ich bin gespannt auf weitere Vorstösse auf dieser Linie. Die FDP muss sich von der Wirtschaft emanzipieren sonst geht sie unter! Antworten


Hansjörg Cartier

12.04.2011, 13:58 Uhr
Melden 6 Empfehlung

Wenn alle Elektroheizungen auf fosielen Brennstoff wechseln dann braucht es bessere Pumpspeicherkraftwerke und der Grimselausbau ist nicht mehr aufzuhalten. Denn die anfallende Energie in der Nacht muss abgeleitet werden. Bei so viel Mehrverbrauch an fosilem Brennstoff erhört den Treibhausstrpoeffekt so stark dass unsere Hochmoore eh vertrocknen. Ich denke ein guter Mix ist sinnvoller! Mit Atom¨!! Antworten


Andy Thomann

12.04.2011, 13:57 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Aha! Der Wasserfallen will also die Privaten" kleinen Bürger" bestrafen, wie bei Swissair und UBS. Nur weiter so liebe FDPler dann werdet ihr im Herbst entgültig in's Wasser fallen. Antworten


Lars Mazucchelli

12.04.2011, 13:55 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Heey! Es gibt noch Leute in der FDP, die weiter als bis zur nächsten Dividendenausschüttung denken! Ich frage mich, wie lange Noser noch bei der FDP bleibt - oder bleiben darf! Antworten


Walter Leutenegger

12.04.2011, 13:50 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Wie kann man da immer noch diskutieren ? Alles was uns und die Welt vor atomarer Verseuchung ein bisschen befreit, muss doch sofort gemacht werden. Warum ist die ganze Stromproduktion immer noch nicht verstaatlicht ? Not herrscht, keine Freude ! Antworten


Ulrich Kaiser

12.04.2011, 13:49 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Toll, der Staat legt fest, was zu tun und zu lassen ist. Kein Mensch verbraucht Strom rein zum Zweck, weil er bei Mehrkonsum billiger wird (absichtlich Lampen brennen lassen z.B.).
Mit Strafsteuern, auch für Unternehmen, lässt sich das Problem nicht lösen.
Durch diese Forderung wird Noser auch nicht attraktiver, die FDP nicht besser, die FDP und N. sollen einfach ein bisschen im Rampenlicht sein
Antworten


Ulrich Kaiser

12.04.2011, 15:11 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Helmers, Stucki: Gebe Ihnen teilweise recht, klar. Vielleicht wäre wieder mal ein Adolf Ogi nötig, mit einem ganz einfachen Bsp. Nehme an, mit tumpeln meinten Sie den Tumbler? Wissen Sie, stets neue Geräte kann sich auch nicht jeder leisten. Gute Aufklärung könnte viel bringen, aber einfach bitte nicht alles über Gebühren und Gesetze lösen!


Margot Helmers

12.04.2011, 14:45 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Dem ist nicht so! Viele Menschen verbrauchen unnötigen Strom wie z.B. Standby von Geräten. Oder weniger Wäsche tumpeln. Da allein könnte der private Stromverbrauch um ein Drittel gesenkt werden. Auch bei vielen Firmen liese sich die Abwörme der Computer nützen. Es gibt viele Möglichkeiten.


Flurin Stucki

12.04.2011, 14:03 Uhr
Melden 3 Empfehlung

@Kaiser: Bin gar nicht Ihrer Meinung. Wenn die Strompreise auch für Private endlich erhöht werden, wird man vielleicht Geräte (TV, Licht etc.) eher ausschalten, wenn man das Haus für 20 Minuten oder so verlässt. Zumindest wäre ein Anreiz gegeben, stromeffizientere Geräte anzuschaffen.


Marco Glattfelder

12.04.2011, 13:44 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Nur mal so asl Idee dahingeworfen: warum nicht 2kW pro Haushalt sehr günstig oder gratis abgeben, und darüber halt teuerer als jetzt? So hat man einen echten Anreiz zu sparen. Antworten


Peter Ringger

12.04.2011, 16:56 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Mieter haben in der Regel keinen Einfluss darauf, ob die gemietete Wohnung mit einem Gas- oder Elektroherd ausgestattet ist. Auch nicht auf das Alter und die Energieeffizienz der installierten Geräte. Der Vermieter hat kein Interesse an neuen stromsparenden Geräten, er zahlt den Strom ja nicht. Jede fixe kWh-Regelung für Haushalte, sei es pro Kopf oder pro m², soll diese Fakten berücksichtigen.


Peter Kunze

12.04.2011, 15:50 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die 2kW-Idee (oder wechen Wert auch immer...) finde ich gut. Die ersten 48 kWh pro Tag sind relativ günstig, alles darüber wird dreimal teurer. Idealerweise könnte man das noch besser staffeln so dass Energiebezüge zu den Spitzenzeiten (mittags und abends) ebenfalls teurer sind.


Uwe Anders

12.04.2011, 15:05 Uhr
Melden

2kW entspricht einer Leistung P, was ein Haushalt bezieht ist aber Energie E. Leistung und Energie sind nicht das gleiche und erst recht nicht das selbe. Was ich/wir benötigen ist eine bestimmte Energiemenge E in Wh, J oder Nm, also etwas wo die Zeit eine Rolle spielt. Die Frage ist auf was Sie die 2kW beziehen wollen 2kWh oder 2kWs oder 2kWa, Fragen über Fragen.


Raymond Hofmann

12.04.2011, 13:42 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Natürlich! Der Staat definiert die "richtige" Strommenge und schon wird alles gut. Wozu das z.B. in Kalifornien geführt hat: jahrelang wurden nötige Investitionen in Produktionskapazitäten unterlassen bis die maroden Anlagen schliesslich ihren Dienst versagten. Die Folge: "black outs" wie in einem Entwicklungsland. Die Ursache: staatliche Planwirtschaft. FDP.Die Liberalen? Antworten


maja naef

12.04.2011, 15:30 Uhr
Melden

Sagt niemand, dass die Anlagen deswegen verrotten sollen.


Richard Meier

12.04.2011, 14:58 Uhr
Melden 3 Empfehlung

.. und da fragen sich die FDP-Exponenten, weshalb sie so schlecht abschneiden in den letzten Jahren. Nur noch mehr Nosers und Markwalders mit ihren wirren Ideen bringen und der letzte wirtschaftsliberale Wähler wird noch vergrault! Die Vertreter des guten alten Freisinns (Keller-Sutter, Leutenegger + Co.) werden das Steuer wohl auch nicht mehr herumreissen können.


Parvaneh Ferhadi

12.04.2011, 13:40 Uhr
Melden 41 Empfehlung

Zur californisierung des Strommarktes kommt einem doch sofort 'California Electricity Crisis', 'market manipulation' (Wikipedia), 'ENRON' und 'rolling blackouts' in den Sinn. Kann man das wirklich nachahmen wollen? Nicht wenn man daraus was gelernt hat. Stromunternehmen gehören in die öffentliche Hand. Der neo-liberale 'der Markt wirds schon richten' Ansatz ist nun wirklich nachhaltig wiederlegt. Antworten


Ricardo Pfeifer

12.04.2011, 16:36 Uhr
Melden 1 Empfehlung

In Kalifornien wurde im Zuge der Liberalisierung ein höchst Preis für Energie festgesetzt. Eigentlich eine löbliche Maßnahmen aber leider mit fatalen Folgen, wie man heute weiss. Also genau informieren, bevor Sie was behaupten.


Parvaneh Ferhadi

12.04.2011, 15:30 Uhr
Melden

@Yves Namel: Der Markt ist nie unverzerrt. Auch wenn sie zu Beginn gar nichts regulieren wird sich ein Konkurrent (oder eine Gruppe) gegen die anderen durchsetzen. Sobald diese(r) mehr Einfluss hat als die anderen, haben Sie eine Verzerrung des Marktes. Das ist im Kapitalismus normal, denn dort geht es um Akkumulation von Vermögenswerten in immer weniger Händen.


Parvaneh Ferhadi

12.04.2011, 15:26 Uhr
Melden

@Ricardo Pfeifer: Der Staat war wohl kaum am den Marktmanipulationen, deren Fehlinvestionen (oder besser nicht-Investitionen) oder den Bilanzfälschungen von ENRON Schuld. Man kann dem Staat höchstens vorwerfen nicht genug kontrolliert eingegriffen zu haben.


Yves Namel

12.04.2011, 15:10 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Das Problem ist, dass die Marktwirtschaft nicht verstanden wird: Der Markt schafft es, sofern unverzerrt, jedem Gut den richtigen Knappheitspreis zu geben. Das ist mit Wasser so (wo wird am meisten Wasser vergeudet? in Afrika, wo's am nötigsten, aber eben staatlich gratis abgegeben wird), das ist auch mit Energie so. Der (politische) Staat wird es nie schaffen, den "richtigen" Preis zu finden.


Ricardo Pfeifer

12.04.2011, 14:43 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ich sehe Sie haben verstanden, was damals in Kalifornien ablief. Der Vorschlag von Hr. Noser geht in die richtige Richtung. Gerade weil der Staat damals eingriff, wurde nicht mehr Investiert und gingen Energieerzeuger Pleite. Ich bin nicht einfach für Privatisieren. Aber für ein starken Staat, der klare Regeln für die Privaten vorgibt. Decoupling-Modell ist ein möglicher Ausweg.


Jan van Beilen

12.04.2011, 13:40 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Man muss nur schauen wie erfolgreich diese Idee war in Kalifornien: die Kalifornier verbrauchen wirklich nur halb so wenig Strom als Einwohner von Bundesstaten mit vergleichbares Klima. Re. Chr. Wasserfallen: Elektrizitätsverbrauch kann man auch pro Angestellter oder Fr. Umsatz berechnen. Wachstum wird einfach effizienter. Wäre gut wenn die FDP vernünftiger werden würde. Antworten


Ralph Schehle

12.04.2011, 13:36 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Eine weitere F...idee eines FDP Exponenten, welche nicht mehrheitsfähig ist. Wenigstens war es eine Idee, was doch darauf hindeutet, dass die FDP nach einem langen Winterschlaf, am Erwachen ist und sich ob der Wahlniederlagen langsam die Augen ausreibt! Antworten


hans scholl

12.04.2011, 13:36 Uhr
Melden 20 Empfehlung

grundsätzlich sollten basisversorgungsbereiche wie wasser, strom, bahn, post o.a. verstaatlicht werden / bleiben. die sog. privatisierung mit dem vermeintlichen preisdruck zu gunsten der konsumenten ist ein von gutverdienenden managern gern verbreitetes märchen. die aktionäre wollen ihren anteil, die manger ebenso. udn der kunde? der bleibt im tarifdschungel bei überhöhten preisen hängen. Antworten


Markus Niessen

12.04.2011, 13:28 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Konsequenter wäre es, die Energieversorgung nicht an Profit zu koppeln. Der Vorschlag soll wohl das bestehende System und seine Nutzniesser retten. Antworten


Peter Ringger

12.04.2011, 13:28 Uhr
Melden 43 Empfehlung

Die Idee von Ruedi Noser ist sicher prüfenswert, aber es gibt auch andere Wege: Man könnte doch einmal damit beginnen, hohen Stromverbrauch nicht auch noch mit Rabatten zu subventionieren. Es ist unfair, das Haushalte mehr zahlen müssen als industrielle Grossverbraucher. Gleicher Strompreis für alle, keine Mengenrabatte! Antworten


Peter Ringger

12.04.2011, 16:26 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wer bestimmt dann die Höhe der Kontingente? Wer verhindert Willkür? Wird dann eine Firma mit extremen Strompreisen bestraft, die mehr Maschinen kaufen und so mehr Arbeitsplätzen schaffen will? Und umgekehrt eine Firma belohnt, die Leute entlässt und so Strom spart? Kontingentierung ist in der Milchwirtschaft zurecht abgeschafft worden, ich glaube nicht an eine faire Anwendung im Strommarkt.


Markus Meier

12.04.2011, 15:50 Uhr
Melden 1 Empfehlung

noch besser!
Bis zu einem Kontingent an Strom, der Zugeteilt wird, zahlt man den normalen Preis.
Geht es drüber, steigen die kosten exponential an.
Ist man drunter kann man die restmenge (Steuerfrei) Verkaufen, oder erhält dann einen Bonus. (Das ist auch Marktwirtschaft!)
Das Kontingent wird einer Fima, unter Berücksichtigung ihrer Branche, errechnet.
Bei den Haushalten zählen die Köpfe!


Urs Brock

12.04.2011, 13:23 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Soso, erfolgreich? In anderen Ländern wird einfach der Strom abgeschaltet weil die Kapzität nicht ausreicht anstatt Deckelungen einzuführen bei deren Uebertretung ein Malus in der Rechung winkt. Ausgaben- und Investitionssperre nennt man das. Genau gleich wie bei gewissen Telco Abos. Das geht dann soweit das einem beim Stromverbrauchen komplett die Lust vergeht weil der Malus droht. Antworten



Schweiz

Populär auf Facebook Privatsphäre


«Balé de Rua»

Sydney Opera House – London – Paris. Jetzt endlich in Zürich zu sehen!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Jobs

Jobs, in die man sofort wechseln will!

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Jobs

Jobs, in die man sofort wechseln will!