Die Antwort auf das Minarett-Plakat
Von Ruedi Baumann. Aktualisiert am 14.10.2009 101 Kommentare
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Mit einer genialen Persiflage des Minarett-Plakats wirbt die Alternative Liste (AL) für das Verbot von Kriegsmaterial-Exporten. Aus den Minaretten wurden echte Raketen. Und anstelle der düster dreinblickenden Frau in der Burka steht ein zeuselnder Sennenknabe – blondgelockt, zu allem entschlossen und – als kleiner Gag – auf der Heldenbrust das SVP-Sünneli.
Das AL-Plakat entspricht grafisch genau dem Minarett-Plakat. Einzige Ausnahme: An der Rakete brennt die Lunte bereits. Zweiter kleiner Gag, den man fast nur mit der Lupe sieht: Auf einem Raketenflügel steht winzig «Schweizer Qualität».
«Freundeidgenössischer Humor»
Übers Wochenende hat die Alternative Liste Zürich mit einer spontanen E-Mail-Aktion 17'000 Franken gesammelt. Das Plakat wird in Weltformat gedruckt und in den Städten Winterthur und Zürich aufgehängt. Die Plakatplätze sind bereits gebucht.
AL-Gemeinderat Niklaus Scherr sagt: «Wir verstehen unsere Aktion als einen Versuch, auf die dumpfe Islamophobie der Minarett-Gegner und ihr geistiges Pyromanentum mit freundeidgenössischem Humor statt mit bärbeissigen Verboten zu reagieren.» (Tagesanzeiger.ch/Newsnet)
Erstellt: 14.10.2009, 16:39 Uhr
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101 Kommentare
Geniale Persiflage ist vielleicht etwas hochgegriffen. Ich denke jedoch es wurde Zeit, dass eine der SVP entgegengesetzte Partei endlich mal deren vereinfachte und debile Plakatgestaltung übernimmt. Denn dieser auf Vorurteile und Halbwarheiten bassierende Werbe Rethorik schenken viele weniger gebildete glauben. So traurig es ist...... Antworten
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