Schweiz

Die Armee prüft das Vorleben der Rekruten

Aktualisiert am 29.12.2009 15 Kommentare

Nach einem gelungenen Pilotversuch in Sumiswald will das VBS nun regelmässig die Strafregister unter die Lupe nehmen. Potenziell gefährliche Rekruten sollen keine Waffen mehr erhalten.

Wer bestimmte Vorstrafen hat, soll keine Waffe mehr erhalten: Rekruten der Panzer-RS 2007 in Bure.

Wer bestimmte Vorstrafen hat, soll keine Waffe mehr erhalten: Rekruten der Panzer-RS 2007 in Bure.
Bild: Keystone

Künftig sollen Stellungspflichtige bei der Rekrutierung systematisch überprüft werden, damit potenziell gefährlichen Personen keine Waffe ausgehändigt wird. So möchte es das Verteidigungsdepartement (VBS).

Die Machbarkeit einer systematischen Sicherheitsüberprüfung hatte das VBS im Rekrutierungszentrum von Sumiswald geprüft - mit positivem Ergebnis: Der Pilotversuch habe ergeben, dass die Überprüfung machbar wäre, sagte VBS-Sprecher Martin Bühler am Dienstag auf Anfrage der Nachrichtenagentur SDA.

Dass ein Pilotversuch durchgeführt wurde, war bekannt gewesen. Die Ergebnisse der Überprüfung wurden jedoch nie kommuniziert. Das Verteidigungsdepartement (VBS) gibt auch keine weiteren Einzelheiten dazu bekannt, wie Bühler sagte. Was genau sich die jungen Männer zu Schulden kommen liessen, ist somit nicht bekannt.

Vier Prozent mit Waffengesetz in Konflikt

Verteidigungsminister Ueli Maurer und Armeechef André Blattmann seien nach dem Versuch gewillt, eine systematische Überprüfung einzuführen. Wann dies der Fall sein wird und welche Gesetzesanpassungen dafür erforderlich sind, ist laut Bühler allerdings noch offen.

Von den Stellungspflichtigen, die in der ersten Jahreshälfte im Rekrutierungszentrum von Sumiswald BE überprüft wurden, waren vier Prozent bereits mit dem Waffengesetz in Konflikt gekommen. Dies hatte Verteidigungsminister Ueli Maurer am Montag bei seiner Jahresbilanz in Adelboden erwähnt.

Die Armee hatte für den Versuch das Straf- und andere Register der Stellungspflichtigen durchkämmt. Sicherheitsüberprüfungen müssen sich sich auch Personen stellen, die in sensiblen Bereichen arbeiten, zum Beispiel im Verteidigungsdepartement. Es gibt - je nach Tätigkeit - verschiedene Stufen der Überprüfung. (oku/sda)

Erstellt: 29.12.2009, 11:52 Uhr

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15 Kommentare

rene klingler

30.12.2009, 08:15 Uhr
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@Heinz Fritschi! Mit ihrem Statement, dass nur darauf abzielt den Herrn Abdul R. Furrer zu beleidigen qualifizieren sie sich selbst einmal mehr! Bevor sie das Wort Rassismus in den Mund nehmen sollten sie mal ganz ordentlich mit sich selbst ins Gericht gehen...vielleicht geben sie sich dann selbst eine Kopfnuss....gell! Antworten


Urs Gautschi

29.12.2009, 12:25 Uhr
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Eigentlich, wenn richtig angewendet, wäre ein solches "Durchleuchten" sinnvoll und zu begrüssen. Nun wurde allerdings in der Vergangenheit soviel in dieser Armee verbockt, dass man in Anbetracht solcher Aktionen ein ungutegs Gefühl bekommt. Freipass für Generäle die CH Jugend betr. Delikten zu durchleuchten? Nein Danke! Antworten



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