Schweiz

Die Front gegen Ospel wird immer grösser

Die Forderungen der Politik, die frühere UBS-Führung rechtlich zu belangen, werden lauter. Und erfassen weitere Kreise.

Muss er doch noch vor die Richter? Marcel Ospel.

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Bild: Keystone

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Der Zürcher CVP-Nationalrat und Unternehmer Urs Hany will gegen die früheren UBS-Chefs Strafanzeige einreichen, wie er gegenüber dem «Sonntag» sagt: «Ospel und Konsorten müssen vor Gericht. Es kann nicht sein, dass die Verantwortlichen für das Debakel davonkommen», so Hany.

Und der Chef seiner Partei, Christophe Darbellay, bläst ins gleich Horn. «Es ist doch unglaublich», empört sich CVP-Chef Darbellay gegenüber der «NZZ am Sonntag», «dass die ehemaligen Verantwortlichen der UBS (UBSN 12.9 -0.23%) ohne jegliche strafrecht- und zivilrechtliche Folgen sozusagen fein raus sind.» Der Zürcher Staatsanwalt müsse sich endlich bewegen. Er verfüge über die notwendigen Instrumente, so der Parteipräsident weiter.

Passive Staatsanwaltschaft?

FDP-Präsident Fulvio Pelli hat sich zwar bisher schon kritisch gegenüber gewissen Vorgängen in der Finanzbranche geäussert. Jetzt aber verschärft auch er den Ton. Ihm scheine, «dass der Anfangsverdacht für die Einleitung einer Untersuchung ausreichen müsste», sagt Pelli zur «NZZ am Sonntag». Die Zürcher Staatsanwaltschaft mache auf ihn einen «sehr passiven Eindruck». Und auch für Hans Grunder, den Präsidenten der Bürgerlich-Demokratischen Partei (BDP) versteht nicht, dass die Staatsanwaltschaft nichts macht».

Auf die erste Anzeige der SP vom letzten Sommer ist die Staatsanwaltschaft nicht eingegangen. Sie begründete dies damit, dass sie keine Hinweise auf strafbares Verhalten nach Schweizer Recht gefunden habe.

Bei einem juristischen Verfahren könnten neben Marcel Ospel auch weitere frühere Geschäftsleitungsmitglieder der UBS ins Visier der Justiz gelangen. So Peter Kurer, das FDP-Mitglied Peter Wuffli und Marcel Rohner. (cpm)

Erstellt: 31.01.2010, 12:55 Uhr

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