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«Die Kinder lernen die neue Schrift schneller und lieber»

Seit Jahrzehnten mühen sich Schweizer Schüler mit der Schnürlischrift ab. Die Zukunft gehört aber der Basisschrift eines Kalligrafie-Tüftlers aus dem Glarnerland. Mit dem Lehrplan 21 könnte sie Standard werden.

Meinungen zur neuen Basisschrift. (Video: Lorenz von Meiss)

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Der Glarner Grafiker Hans Eduard Meier findet die Schnürlischrift völlig veraltet und nicht kindergerecht. Darum hat er eine neue Schulschrift geschaffen, die einfach zu lernen, schnell zu schreiben und gut zu lesen sein soll. Die neue Basisschrift des heute 90-jährigen Kalligrafie-Experten kommt weitgehend ohne Schnörkel, Bögen und Schlaufen aus. Ausserdem sind die Grossbuchstaben gleich wie bei der Blockschrift, nur etwas geneigt. Wie Meier im Videointerview von Tagesanzeiger.ch/Newsnet erklärt, «lernen die Kinder die Basisschrift viel schneller und viel lieber als die Schnürlischrift».

Die neue Schrift, die Grafiker Meier seit Jahren propagiert, findet immer mehr Zuspruch. Gemäss einem Bericht der «NZZ am Sonntag» wird die Basisschrift bereits in mehreren Kantonen unterrichtet. Und sie könnte im Rahmen des Lehrplans 21 kantonsübergreifend festgesetzt werden. In den Deutschschweizer Kantonen bemühe man sich um eine einheitliche Lösung auch bei der Schrift, erklärt Christian Amsler, der Präsident der Deutschschweizer Erziehungsdirektorenkonferenz (D-EDK).

(Tagesanzeiger.ch/Newsnet)

Erstellt: 29.04.2013, 19:01 Uhr

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