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Die Pilotprojekte mit intelligenten Stromzählern sind erfolgreich

Erste Resultate von Versuchen durch Schweizer Stromproduzenten zeigen: Dank Smart Meters lässt sich Strom sparen – je nach Haushalt und Zusatzfunktionen zwischen zwei und 20 Prozent.

Die Daten zum Stromverbrauch direkt auf den Laptop: So sollen «intelligente» Stromzähler beim Stromsparen helfen. Foto: Keystone

Die Daten zum Stromverbrauch direkt auf den Laptop: So sollen «intelligente» Stromzähler beim Stromsparen helfen. Foto: Keystone

Stromverbrauch nimmt zu

Entwicklung der einzelnen Kundenkategorien in 1000 Gigawattstunden. (Bild: TA-Grafik)

Parlament debattiert über Smart Meters

Der Zürcher FDP-Nationalrat Ruedi Noser fordert in einer Motion, dass 80 Prozent der Schweizer Haushalte bis ins Jahr 2020 mit einem Smart Meter ausgerüstet sein sollen.

Damit will er den Stromverbrauch um bis zu 10 Prozent reduzieren. Der Bundesrat lehnt den Vorstoss ab, obwohl er den intelligenten Stromzählern ein Potenzial zuspricht. Vorerst will er mit der Strombranche eruieren, wie hoch der Anteil an Smart Meters sein muss und welche technischen Funktionen sie aufweisen müssen, um einen volkswirtschaftlichen Nutzen zu erzielen.

Der Nationalrat hat die Motion gutgeheissen, im Ständerat steht die Debatte noch bevor.

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Die Ziele des Bundesrats sind ehrgeizig: Damit die Schweiz keine neuen Atomkraftwerke bauen muss, will er die erneuerbaren Energien ausbauen und den Stromverbrauch während der nächsten vierzig Jahre nicht mehr ansteigen lassen. Eine Plafonierung auf dem heutigen Niveau gilt allerdings als schwierig, da bis 2050 die Bevölkerung in der Schweiz auf rund 9 Millionen Menschen ansteigen dürfte.

Sparpotenzial beim einzelnen Kunden erhoffen sich Fachleute vor allem durch den Einsatz von Smart Meters: Das sind intelligente Stromzähler, die den Verbrauch eines Haushalts in Echtzeit an den Produzenten übermitteln, eine monatliche Abrechnung ermöglichen und je nach Zusatzfunktion dem Kunden mittels Visualisierungsgerät aufzeigen, wie viel er im Moment konsumiert. Die Transparenz soll Sparmöglichkeiten aufzeigen und Konsumenten zum umweltbewussten Verhalten motivieren. Kritiker monieren jedoch, auch mit mehr Informationen liesse sich die Masse der Konsumenten nicht dazu bewegen, weniger Elektrizität zu verbrauchen und auf Komfort zu verzichten.

Kosten allein kein Anreiz

Um das tatsächliche Sparpotenzial durch Smart Meters zu testen, führen mehrere Stromproduzenten aktuell Pilotversuche durch – darunter die Elektrizitätswerke des Kantons und der Stadt Zürich (EKZ und EWZ), die Bernischen Kraftwerke BKW sowie die Centralschweizer Kraftwerke CKW. Über wissenschaftlich ausgewertete Resultate verfügen die Firmen noch nicht. Auf TA-Anfrage geben EKZ und BKW aber erstmals Zwischenresultate bekannt: Diese zeigen, dass sich mit Smart Meters zwischen 2 und 20 Prozent Strom sparen lassen – je nach Art des Haushalts und den Informationen zum Stromverbrauch, über die der Kunde verfügt.

Der Versuch der EKZ führt vor Augen, wie wichtig die Information ist. Die 1000 Teilnehmer des Projekts in Dietikon sind in zwei Gruppen aufgeteilt: In den Haushalten der ersten hat die EKZ nur einen Stromzähler installiert, der im Gegensatz zur heute üblichen Abrechnung im Jahresrhythmus eine monatliche Rechnung ermöglicht. Die Haushalte der zweiten Gruppe haben zusätzlich ein Visualisierungsgerät erhalten. «Kunden, die ihren Stromkonsum in Echtzeit verfolgen, konnten ihn um 2 bis 3 Prozent senken», sagt EKZ-Sprecherin Priska Laïaïda. «Wer hingegen nur eine monatliche Abrechnung erhält, konnte den Verbrauch kaum verringern.» Dies zeige, dass die Visualisierung – die beispielsweise den Verbrauch von Geräten im Stand-by-Modus aufzeige – motiviere, gewisse Apparate auszuschalten.

Freiwillige Testpersonen erzielten höhere Einsparungen

Die Berner BKW hat in ihrem Pilotprojekt in Ittigen deutliche Unterschiede je nach Art des Haushalts festgestellt, obwohl alle Kunden über ein Visualisierungsgerät verfügen: «Kaum verringern konnten wir den Stromverbrauch in einfachen Haushalten in kleinen Wohnungen», erklärt Projektleiter Daniel Berner. «In grossen Einfamilienhäusern hingegen konnten wir zwischen 10 und 20 Prozent einsparen.»

Möglich war dies, weil die Kunden ihre Heizungen, Boiler oder Lüftungen weniger intensiv nutzten. Und weil sie «teilweise hartnäckig nach Sparmöglichkeiten suchten», wie Berner sagt. Auf die Gesamtheit der Einfamilienhäuser lassen sich die hohen Werte kaum übertragen: Der durchschnittliche Besitzer wird nicht so konsequent nach Sparmöglichkeiten suchen, wie die Ittiger, die sich freiwillig meldeten. Die Zürcher Zwischenresultate mit Einsparungen um 3 Prozent dürften hingegen verallgemeinerbar sein: Die EKZ nahm alle Haushalte in den Versuch auf, die in einem bestimmten Gebiet liegen. «Es nehmen also nicht nur Menschen teil, die sensibilisiert sind für das Stromsparen», sagt Laïaïda. Kunden, die sich gegen den Versuch wehrten, mussten aber nicht mitmachen.

Obwohl ein Sparpotenzial von 2 bis 3 Prozent bescheiden klingt, spricht Laïaïda von einem guten Anfang. Dank Sensibilisierungsmassnahmen wolle die EKZ «den Wert noch etwas erhöhen». Um den Spareffekt von Smart Meters zu verdoppeln oder zu verdreifachen, wären Massnahmen notwendig, die in Zürich nicht geplant sind.

Dynamische Stromtarife notwendig

Einen wirklich umfassenden Testversuch haben in der Schweiz bisher nur die Luzerner CKW gestartet. Sie rüsteten Kunden in Gemeinden wie Eschenbach nicht nur mit neuen Stromzählern und Visualisierungsgeräten aus. Sie rechnen in ihrem Pilotprojekt überdies nach dynamischen Stromtarifen ab. Das heisst: Je nach Tageszeit und Nachfrage nach Elektrizität zahlen die Kunden einen höheren oder tieferen Preis. Die CKW-Kunden haben nicht nur die Möglichkeit, den Verbrauch zu senken. Sie können auch die Durchschnittskosten reduzieren und so deutlich mehr Geld sparen als die Haushalte in Bern oder Zürich. Geräte wie Abwaschmaschinen lassen sich problemlos betreiben, wenn die Nachfrage tief ist.

Für die Stromversorgung der Zukunft ist laut Experten eine Kombination von Smart Meters mit dynamischen Tarifen richtungsweisend: Denn der Strom aus erneuerbaren Quellen wird weniger regelmässig anfallen als der Strom aus Atomkraftwerken. Ein Ausstieg aus der nuklearen Energie ist nur realistisch, wenn Konsumenten vermehrt Strom verbrauchen, wenn im Netz viel Elektrizität vorhanden ist – etwa weil viel Wind weht.

Verlangen Konsumenten hingegen, dass stets am Morgen, Mittag und Abend besonders viel Strom zur Verfügung steht, wird der Atomausstieg schwierig. Ob die Luzerner zu einem neuen Verhalten bereit sind, zeigt sich, wenn die CKW die Resultate des eben gestarteten Versuchs vorstellen. (Tages-Anzeiger)

Erstellt: 27.07.2011, 07:19 Uhr

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54 Kommentare

Anton Keller

02.08.2011, 16:30 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Das wird wieder eine Geschichte wie bei den Stromsparlampen. Es werden falsche Erwartungen von der Politik gesetzt. Antworten


Kurt Gsell

27.07.2011, 15:55 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Im Titel sind es bis 20 %. Wenn man den Artikel liesst sind es dann bestenfalls noch 2 - 3 % Einsparung. Antworten


Edi Rey

27.07.2011, 12:32 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Und wann werden endlich Stromtarife eingefürt, die das Sparen auch belohnen, also ohne vergleichsweise hohe Grundgebühren ? Ich glaube, man will das einfach nicht und verdient so, auch wenn gar kei Strom konsumiert wird. Antworten


Hans Inauen

27.07.2011, 13:40 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Die Grundgebühren sind eine Abgabe an die Infrastruktur. Ich kann Ihnen ein etwas extremes Beispiel geben. Ferienhaussiedlung wo eine Einspeisung über längere Distanz nötig war. Besitzer kaum anwesend; also kaum Stromverbrauch und das sind dann die Ersten die über die Grundgebühr jammern obwohl die ansässigen Bewohner diese Ferienhausbesitzer quer subventionieren.


Ernst Strickler

27.07.2011, 12:16 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Wer will Stromsparen? Ich sehe niemand! Selbst wen das Volk, im Besitz von den Stromanlagen ist fallen 8% MwSt an, welche Partei verzichtet den auf diese Einnamen? Man will uns neue teure Stromzähler verkaufen! 80% der Energie importieren wir, in einer Welt, die jährlich um die Bevölkerung Deutschland wächst. Wir brauchen in der Energiefrage und FÜR unseren Wohlstand, einen ganz anderen Gang! Antworten


Max Hafner

27.07.2011, 13:50 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Da haben Sie wohl Oel und Kohle dazu gezählt. Aber hier geht es um Strom.


eugen bissegger

27.07.2011, 12:14 Uhr
Melden 8 Empfehlung

Allein die Elektronik im intelligenten Zähler verbraucht mehr Strom als ein analoger Meter. In Wahrheit steigt der Stromverbrauch. Gibt etliche Informationen, auch bezüglich Umweltbelastung / Gesundheitsgefährdung der Frequenz (EMF) für Mensch / Tier. ( Stop Smart Meters! | Fighting for your health, privacy, and safety ) In den USA regt sich Widerstand gegen diesen Technikterror. Und in Europa? Antworten


Hans Huber

27.07.2011, 11:22 Uhr
Melden 8 Empfehlung

"Verlangen Konsumenten hingegen, dass stets am Morgen, Mittag und Abend besonders viel Strom zur Verfügung steht, wird der Atomausstieg schwierig"
Ja WANN denn sonst? Hallo, wir arbeiten während der restlichen Zeit!!
Kann da wohl kaum zu einer anderen Zeit meine Wäsche machen oder Staubsaugen.
Denken bevor man was fordert...
Antworten


Pedro Meier

27.07.2011, 11:14 Uhr
Melden 9 Empfehlung

Leider ist im Artikel nicht ersichtlich, wie diese Smart Meters wirklich funktionieren. Es gibt Erfahrungsberichte aus anderen Ländern, welche feststellen, dass diese Geräte mit einer sehr hohen hochfrequenten Strahlung operieren. Wird das den Konsumenten systematisch verschwiegen, wäre das ein Skandal! Aber die Industrie versucht auch die Strahlung von DECT-Telefonen und WLANs schönzureden. Antworten


Ursi Brock

27.07.2011, 10:55 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Am meisten spart wer nicht's verbraucht. Dazu muss man kein Oekofanatiker sein noch ein Geizkragen... es reicht wenn man konsequent alle nicht benötigten Verbraucher abschaltet... Licht aus, Licht an von Hand, denn soviele Geräte sind das ja eh nicht. Antworten


Markus Huber

27.07.2011, 10:53 Uhr
Melden 8 Empfehlung

So lange die Stromanbieter privatisiert sind, werde sie auch kein reeles Interesse daran haben, dass Strom gespart wird. Für private Firmen zählt einzig der finanzielle Gewinn. Antworten


Ulrich Raumer

27.07.2011, 19:27 Uhr
Melden

@Ursi Brock, Sie haben noch vergessen zu erwähnen dass die Zuverlässigkeit stetig abnimmt.


Martin Luchsinger

27.07.2011, 15:42 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Von welchen Stromanbietern sprechen Sie denn Herr Huber? Die Mehrheit der Stromproduzenten und Stromversorger in der Schweiz sind nach wie vor in öffentlicher Hand (Axpo, EKZ, BKW, ewz ...). Somit ist politischer Druck und die Wahl von ökologisch denkenden Regierungs - / Kantons- und Gemeinderäten eine gute Strategie für bessere und innovativer Business Modelle im Strommarkt.


Ursi Brock

27.07.2011, 11:53 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Wie üblich werden die Privathaushalte geschröpft bis zum geht nicht mehr um sich so das nötige Kapital für Expansionen im Ausland und hohe Renditen zu verschaffen. Privatisierungen sind ohne Ausnahme Raub an den normalen Bürgern. Zudem werden die Haushalte mit räuberischen AGB's über mehrere Tische gezogen wo sich Unternehmen mit Anwälten und anderen Fachleuten erfolgreich wehren können.


Marc Peer

27.07.2011, 11:03 Uhr
Melden 4 Empfehlung

dem ist nichts hinzuzufügen.


Heiner Tschopp

27.07.2011, 10:52 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Wenn die Schweiz ein neues Zeitalter für nachhaltige Energieversorgung einläuten möchte, müssen wir - auch als Konsumenten - offen sein für den Einsatz von neuen Technologien. Ich glaube auch, dass grössere Stromeinsparungen nicht alleine durch Smart Meters erzielt werden können. Smart Meters werden aber durch Vernetzung mit Verbrauchern und Produzenten intelligent grössere Einsparungen erbringen. Antworten


Reto Aschwanden

27.07.2011, 10:39 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Auch dies eine Scheinlösung. Seit wir gezwungenermassen "Sparglühlampen" haben, lassen wir das Licht brennen, weil uns die lange Zeit bis zum Erreichen der vollen Helligkeit auf den Keks geht. Hypothese und Praxis sind immer zweierlei. Aber die EWs sind gar nicht an einer Senkung des Verbrauchs interessiert, nur an einer "Ausglättung" des Verbrauchs. Antworten


Reto Müller

28.07.2011, 16:39 Uhr
Melden

"Aber die EWs sind gar nicht an einer Senkung des Verbrauchs interessiert, nur an einer "Ausglättung" des Verbrauchs."
-> Was uns in Richtung Atomausstieg einen Schritt vorwärts bringen würde...


Markus Gnädinger

27.07.2011, 10:17 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Smart Meters bringen im ersten Monat nach der Installation etwas, weil das Ding noch neu und für die Leute interessant ist. Danach gerät der Apparat in Vergessenheit und der Verbraucher fällt in den alten Trott zurück. Antworten


Christian Weber

27.07.2011, 09:56 Uhr
Melden 10 Empfehlung

Beunruhigend, der gläserne Stromverbraucher. Schliesslich sind diese Daten mitunter für Kriminelle äusserst interessant. Kommt nachhause um - schaltet Fernseher ein um - benutzt Waschmaschine um - verlässt Haus um... Alles Daten, die abgelesen werden können. Solche Daten müssen unbedingt vollständig anonymisiert und ausserordentlich gut gesichert sein. Vorher kommt mir sowas nicht ins Haus. Antworten


Frank Rosengart

27.07.2011, 09:42 Uhr
Melden 11 Empfehlung

Ein Hinweis auf die Studie der Studie der Universität Delft wäre hilfreich. Die belegt nämlich, dass die Einsparungen auf Dauer minimal sind. Dazu kommen Datenschutzbedenken, wenn der aktuelle Stromverbrauch minutengenau ins Internet übertragen wird. Die Stromfirmen haben auch kein Interesse an weniger Stromverbrauch - sie möchten nur die Verbrauchskurven glätten. Antworten


Hans P. Grimm

27.07.2011, 09:22 Uhr
Melden 12 Empfehlung

Aus Deutschland:
Der Betrieb eines SM-Zählers kostet zusätzlich 100 Euro im Jahr, gespart werden aber nur 15 Euro.
Profitieren werden die Zählerhersteller wie Landis+Gyr.
Antworten


Andreas Meier

27.07.2011, 08:35 Uhr
Melden

Frage an die Physiker/Elektrotechniker hier: auch wenn es nur gaaaaanz weit hinter dem Komma was bringen könnte, so denke ich mir - auf meinem Home-Trainer strampelnd - stets wieder: wäre doch schön, wenn ich diese Energie nicht nur zum (ungewissen) Abnehmen, sondern auch dazu nützen könnte, irgendeine intelligente Batterie aufzuladen. Könnte man mit sowas nicht zumindest die neuen Gadgets laden? Antworten


Beat Keller

27.07.2011, 11:31 Uhr
Melden

Auch das gibt es. Es ist ein Zusatzmodul zu meinem i-Sun und funktioniert mit einfachen wiederaufladbaren AAA-Akus. Leider braucht das Laden des i-Phones damit auch recht lange. Einfacher wäre es, in ein wirkliches Aku-Ladegerät zu investieren. Der Pferdefuss: Wirklich in kurzer Zeit kann man das Element auf Li-Ion-Basis nur am Netz mit Energie versorgen. Dafür funktioniert es dann universell.


Andreas Meier

27.07.2011, 10:57 Uhr
Melden

Merci Beat Keller. Kommt aber so ein Dynamo an die intelligente Batterie ran, nach der ich fragte (und die es wohl erst bei intensiver Forschung geben wird)? Mir schwebt dabei etwas vor, das die Energie speichert und an das man die unterschiedlichsten aufzuladenden Geräte anschliessen könnte. Mein Glaube an die menschliche Innovationskraft ist gross.


Patricia Galli

27.07.2011, 10:47 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Das Verhältnis von Aufwand (Kosten,Herstellungsenergie,Rohstoffe) zu Nutzen (Energieproduktion) sind bei sochen Sachen vernichtend. Sogar ein modernes gut platziertes Windrad erreicht gerade so knapp den lohnenden Bereich. Aber trotzdem können Sie viel Heizenerige sparen mit dem Home-Trainer! Fahren Sie 1x pro Stunde 5 Minuten Home-Trainer und Sie müssen die Wohnung 2 Grad weniger warm heizen.


Beat Keller

27.07.2011, 10:44 Uhr
Melden

Claro. Bei meinem Velo heisst das Ding Dynamo. Ich bin jetzt 50+, aber die Dinger hatten wir schon während meiner Kindheit. Ich habe übrigens zum Segeln in der Südsee einmal einen i-sun gekauft. Der lädt das Handy auch, braucht aber selbst unter tropischem Himmel ca. 12 Stunden dazu. Das ist der limitierende Faktor: Die liebe Zeit, welche unser leben beschränkt.


Peter Müller

27.07.2011, 08:34 Uhr
Melden 15 Empfehlung

Einsparungen von 2-3% dürften realistisch sein, mehr erzielen wohl nur ausgesprochene Sparfüchse. Grösser wäre das Potenzial zur Glättung der Spitzen durch Smart Meters und kluge Tarifierung.
Bei uns im Haushalt laufen Abwaschmaschine und Waschmaschine fast ausnahmslos zu Niedertarifzeiten, aber vielerorts wird genau das durch restriktive Hausordnungen verboten. Da sollte man auch mal ansetzen.
Antworten


Reto Gabriel

27.07.2011, 11:27 Uhr
Melden

Herr Hugentobler, der Niedertarif beginnt auch nicht nachts um 2.


Peter Hugentobler

27.07.2011, 10:00 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Bei Waschmaschinen in Eigentumswohnungen: ich möchte eigentlich nicht, dass der Nachbar seine Maschinen nachts um 2 laufen lässt, wenn ich schlafen möchte. Hausordnungen haben ja auch ihren sozialen Sinn.


Manuel First

27.07.2011, 08:40 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Niedertarif bedeutet günstiger, nicht weniger Stromverbrauch.
Am Besten: Waschmaschine vollkriegen. Habe mir als ich ausgezogen bin zusätzlich noch Wäsche kaufen müssen, damit ich sie voll bekomme. Aber anstatt einmal pro Woche wasche ist's jetzt einmal in 1.5 Wochen.


Fe Rothenbuehler

27.07.2011, 08:13 Uhr
Melden 4 Empfehlung

"Verlangen Konsumenten hingegen, dass stets ..., Mittag... besonders viel Strom zur Verfügung steht," dann wird nicht der Atomausstieg schwierig, sondern halt einfach der Strom zu diesen Zeiten sauteuer. Das nennt sich freier Mark! Die Kunden haben immer noch die Wahl zu zahlen oder ihr Verhalten zu ändern. Seltsam, dass ausgerechnet hier die Wünsche der Kunden über alles gestellt werden. Antworten


Marc Peer

27.07.2011, 09:24 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Ich glaube, dass gerade der 'freie Markt' in ökologischer HInsicht nicht funktioniert. Der freie Markt will maximale Renditen erzielen, deshalb erhalten Grossbezüger von Strom auch massive Rabatte auf ihrem Strom. Die Strommenge ist dem 'freien Markt' aber egal: Je stärker die Nachfrage, desto höher der Preis: das ist das Ziel. Gefragt sind neue Modelle und vor allem Transparenz bei den Anbietern.


Michael Meienhofer

27.07.2011, 09:03 Uhr
Melden 1 Empfehlung

Richtig, nur dem Konsumenten wird das "Verlangen" vom Stromanbieter in den Mund gelegt. Der will ja schliesslich zuerst den Verkauf seiner "Brötchen" sicher stellen. Das obligatorische Einführen von zwei Tarifzonen in allen Stromnetzen der Schweiz könnte vielleicht das Verbrauchs-Verhalten der Konsumenten steuern- wie Vieles, immer über das Portemonnaie...


Manuel First

27.07.2011, 08:52 Uhr
Melden

Nunja, am meisten Strom wird am Mittag fürs Kochen verwendet. Glaube nicht, dass es das Ziel sein soll, dass wir zwischen 09:00 und 15:00 essen gehen. Die Spülmaschine kann man im privaten Haushalt am Nachmittag anwerfen, aber eine Beiz ist natürlich auf sauberes Geschirr angewiesen ;)


Hans Huber

27.07.2011, 08:01 Uhr
Melden 5 Empfehlung

20% Strom sparen, wie soll das gehen? Braucht mit den Zähler, die Wärmepumpe (Heizung), Herd, Fernseher, Gefrierschrank, Backofen, Waschmaschine auf einmal 20% weniger Strom. Günstiger und wirksamer ist sicherlich eine Informationskampagne als in jedem Haushalt so einen (Überwachungs-)Zähler einzubauen. Antworten


Yves Suter

27.07.2011, 07:53 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Die Bequemlichkeit liegt im Wesen des Menschen, wobei ich mich nicht davon ausnehmen möchte. Ich bin der Überzeugung, dass sich der Stromverbrauch nur über einen Kostenanreiz senken lässt. Mittelfristig werden die Strompreise ohnehin ansteigen, was ein wenig optimistisch stimmen lässt. Dies ist zwar nicht unbedingt sozialverträglich, aber m.E, der einzige Weg den Energieverbrauch zu verringern. Antworten


Fe Rothenbuehler

27.07.2011, 08:10 Uhr
Melden

Der Kostenanreiz besteht darin, dass Sie Geld sparen, wenn Sie in Stromsparmassnahmen investieren. Strompreis geht hoch, dafür kaufen Sie effizientere Geräte und ändern Ihr Verhalten. Unter dem Strich bleibt dann Geld übrig. SmartMeter helfen, diesen Effekt sichtbar zu machen und die Berechnungen zur Rentabilität zu vereinfachen.


Andres Müller

27.07.2011, 07:47 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Eine Möglichkeit wäre, die Preisdifferenz zwischen Hoch- und Niedertarif zu erhöhen. Viele Leute waschen nämlich nicht nach 19.00 Uhr, sondern unter dem Tag. Wenn nun die Lenkungsabgabe erhöht wird (Hochtarif) und beim Niedertarif gesenkt, werden die Leute ihren Verbrauch vermehrt auf die Niedertarif-Zeiten verschieben. Antworten


Andres Müller

27.07.2011, 12:16 Uhr
Melden

Markus Meier: In Zukunft kann dann halt rund um die Uhr gewaschen werden.


Andres Müller

27.07.2011, 12:15 Uhr
Melden

Peter Müller: Die Schweiz und die Stadt Zürich.


Peter Müller

27.07.2011, 08:36 Uhr
Melden 9 Empfehlung

In der Stadt Zürich dauert der Niedertarif von abends 22 Uhr bis morgens 6 Uhr. In den allermeisten Mehrfamilienhäusern ist während dieser Zeit der Betrieb von Waschmaschine und Tumbler verboten. Clever, nicht?


Fe Rothenbuehler

27.07.2011, 08:07 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Ebenso sollte man die Mittagsspitzen beachten, das Netz ist heute auf diese kurzen Spitzen ausgelegt, das ist (unnötig) teuer.


Markus Meier

27.07.2011, 07:58 Uhr
Melden 4 Empfehlung

Schon mal die Benutzungsordung in Mehrfamilienhäusern gelesen?
Meistens ist bei 20:00 schluss mit waschen!
Wem gehören diese Mietwohnungen?
Was für Geräte stehen im Keller?
Ebe!


Johann Hugentobler

27.07.2011, 07:57 Uhr
Melden 2 Empfehlung

Bitte richtig lesen! In Zukunft ist dann der billigste Strom mal um 9 Uhr morgens oder um 14 Uhr nachmittags, nämlich dann, wenn der Wind weht! Und nicht um 1900Uhr abends. Ob Sie dann zu Hause sind ist eine andere Frage. Da braucht es dann auch neue Steuerungen welche die WM zuschalten wenn der Tarif billig ist.


Andres Müller

27.07.2011, 07:44 Uhr
Melden 23 Empfehlung

Die Bevölkerung wächst nur auf 9 Millionen an, wenn jetzt nicht endlich der Riegel geschoben wird. 2 Mio Ausländer müssen repatriiert werden, dann habe wir wieder 6 Mio Einwohner. Dann braucht es keine AKWs und nicht mehr derart hohe Lebensmittelimporte mit der entsprechenden Umweltbelastung. Antworten


Andres Müller

27.07.2011, 12:13 Uhr
Melden

Es ist eben nicht der pro Kopf-Verbrauch das Problem, sondern die Anzahl Köpfe. Prozent-Rechnung: Wieviele % mehr Strom konsumieren 8 Mio Menschen anstatt 6 Mio Menschen bei gleichem pro Kopf-Verbrauch.


Daniela Kellenberger

27.07.2011, 10:32 Uhr
Melden 3 Empfehlung

Andres Müller sieht es richtig. Man schaue nur mal, wie alles überbaut und ans Stromnetz gehängt wird. Nur linke Ideologen können da behaupten, dass dies keinen Einfluss auf den Stromverbrauch habe.


Urs Wähli

27.07.2011, 10:10 Uhr
Melden 5 Empfehlung

Herr Müller, Repatriierung ist das gänzlich falsche Wort für das was Sie meinen. Sie schreiben von Repatriierung, meinen aber Ausweisung bzw. Abschiebung oder meinen Sie vielleicht doch Deportation. Wessen Geistes Kind Sie sind können Sie auch nicht hinter falschen Fachbegriffen verstecken. In diesem Artikel geht es um Senkung des Energiebedarfs, da haben Ihre Hasstiraden nichts verloren.


Claudio Schmied

27.07.2011, 08:37 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Es sind nicht die von Herrn Müller ins Auge gefassten erwerbsschwachen Ausländer, evtl. sogar Asylanten, die die grossen Mengen an Strom und Energie verbrauchen. Es ist der gutbürgerliche Mittelstand und darüber. Einfamilienhaus auf dem Land, zwei Autos pro Familie, evtl. Swimmingpool, Sauna, Geschäftsnatel, Privatnatel, Sommerferien in den USA etc. HIER wird Energie verschleudert.


Robert Herz

27.07.2011, 08:24 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Wieso denn bei 6 Mio aufhören, wenn sich so derart vortrefflich Ressourcen sparen lässt?


Gilbert Schiess

27.07.2011, 08:19 Uhr
Melden 14 Empfehlung

Herr Müller, wie einfach doch das Leben ist - raus mit den Ausländern und wir finden wieder Muse, unsere Gartenzwerge im Garten zu pflegen.


Grete Nussbaumer

27.07.2011, 08:07 Uhr
Melden 7 Empfehlung

Repatriieren? Siehen Sie doch ehrlich, Herr Müller und sagen Sie mal, was Sie wirklich denken.


Fe Rothenbuehler

27.07.2011, 08:05 Uhr
Melden 16 Empfehlung

Nana, die rund 700'000 Auslandschweizer müssen Sie dann aber schon auch wieder zwangsrepatriieren. Dann sinkt die Einwohnerzahl nicht so schön, wie Sie das gerne hätten.



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