Die SVP spürt den Frühling

Dieses Jahr haben bisher drei Kantone ihre Parlamente neu bestellt. Die SVP konnte dabei nach einem längeren Abwärtstrend erstmals wieder um 16 Sitze zulegen. Auch die GLP setzt ihren Siegeszug fort.

Hat guten Grund zum Lachen: SVP-Präsident Toni Brunner. (14. April 2013)

Hat guten Grund zum Lachen: SVP-Präsident Toni Brunner. (14. April 2013) Bild: Keystone

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Die SVP ist die Gewinnerin der kantonalen Parlamentswahlen seit Beginn dieses Jahres. Nach einer langen Durststrecke gewann die Partei 16 neue Sitze hinzu. Weiter zulegen konnte die GLP, während FDP, CVP und SP Federn lassen mussten.

Drei Kantone haben dieses Jahr ihre Parlamente neu bestellt, Solothurn, das Wallis und zuletzt, am Wochenende, der Kanton Neuenburg. Insgesamt 345 Sitze galt es neu zu besetzen. Die letzten kantonalen Wahlen dieses Jahres finden im Oktober in Genf statt.

In allen drei Kantonen, die in diesem Jahr gewählt haben, steht die SVP auf der Siegerseite. Mit neun zusätzlichen Mandaten im Wallis, sechs in Neuenburg und einem in Solothurn konnte die Partei ihre zwischen den Nationalratswahlen 2011 und Ende 2012 erlittenen 20 Sitzverluste beinahe wettmachen.

Insgesamt 560 Sitze für die SVP

Zurzeit hält die SVP nach den Berechnungen der Nachrichtenagentur SDA schweizweit 560 von total 2559 kantonalen Parlamentssitzen, mehr als jede andere Partei. Nicht eingerechnet ist Appenzell Innerrhoden, wo die Parteizugehörigkeit keine Rolle spielt.

Ihren Siegeszug fortsetzen konnten die Grünliberalen. Sie bauten ihre Präsenz in den Kantonsparlamenten 2013 um 7 auf gesamthaft 78 Sitze aus. Die BDP steigerte sich um 2 auf total 88 Sitze. Auf der anderen Seite setzte sich bei den Grünen der Negativtrend fort. Sie kommen neu auf noch 190 Mandate (–1).

Auch bei der CVP geht die anhaltende Talfahrt weiter, obwohl die Partei am Wochenende in Neuenburg erstmals den Sprung ins Parlament schaffte. Unter dem Strich büsste die Partei dieses Jahr gesamthaft neun Sitze ein und verfügt schweizweit noch über 460 Mandate.

Trendumkehr bei der SP

Bei der bislang erfolgsverwöhnten SP drehte sich 2013 dagegen der Trend. Zum ersten Mal seit den nationalen Wahlen 2011 musste die Partei Einbussen hinnehmen, und dies in allen drei Kantonen. Sie besetzt damit landesweit noch 453 kantonale Parlamentssitze, 8 weniger als zu Jahresbeginn.

Zu den Verlierern muss sich schliesslich seit Anfang Jahr auch die FDP zählen. Nach einer ausgeglichenen Bilanz im Vorjahr verlor sie in Neuenburg und Solothurn insgesamt sieben Sitze. Sie hat heute noch 546 Mandate in den 25 Kantonsparlamenten. (rbi/sda)

(Erstellt: 29.04.2013, 14:22 Uhr)

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