Schweiz

Die Schweiz soll eine Islam-Partei erhalten

Aktualisiert am 07.12.2009

Der Tessiner Gasmi Slaheddine hat 350'000 Muslime in der Schweiz aufgefordert, eine Islam-Partei zu gründen. Unter anderem auch, um ein Burka-Verbot zu verhindern.

In der Sonntagszeitung «Il Caffé» hat der Präsident der Liga der Muslime im Tessin seine Vision verkündet: «Um unseren Glauben und unsere Kultusfreiheit zu verteidigen, müssen wir in der Schweiz eine islamische Partei gründen. Die Zeit ist gekommen, dass wir unsere Rechte verteidigen, die Rechte einer Minderheit, die mit Füssen getreten werden», sagte Gasmi Slaheddine laut Ticino Online und Romandie.com.

Und fügte hinzu: «Das Schweizer Volk ist getäuscht worden und hat Angst, aber die Abstimmung hat auch den Verfall der Demokratie unterstrichen und einen Bruch zwischen der Schweiz und der muslimischen Welt herbeigeführt.» Muslimische Parteien seien bereits in anderen Staaten gegründet worden. Gleichzeitig rief er reiche Glaubensbrüder dazu auf, für die neue Partei zu spenden. Und: Die Partei müsse vor allem dagegen kämpfen, dass Burka, Tschador oder ein simples Kopftuch verboten würden.

Laut Slaheddine riskiert die Schweiz, international isoliert zu werden. «Die Classe politique hat nicht begriffen, was dieses Abstimmungsresultat bedeutet. Um einen internationalen Bruch zu verhindern, müssen wir uns nun engagieren.» (sam)

Erstellt: 07.12.2009, 11:06 Uhr


Familie, Beruf und Studium

Sonia Uhlmann ist keine typische Studentin. Dank Fernstudium hat sie den Master trotzdem geschafft.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.

Online-Kadermarkt

ALPHA.CH: der online-Kadermarkt der Schweiz.